Emotionale Kompetenz bei Vorschul- und Grundschulkindern

Messverfahren für emotionale Kompetenz bei Kindern im Vor- und Grundschulalter (MeKKi)

Zweck der Studie

Bislang fehlen geeignete deutschsprachige Messinstrumente zur Erfassung der emotionalen Kompetenz bei Kindern im Vor- und Grundschulalter. Emotionale Kompetenz bedeutet, dass Kinder emotional reagieren können und gleichzeitig ihr Wissen über Emotionen und deren Ausdruck anwenden. Die emotionale Kompetenz ermöglicht es ihnen, mit anderen in Kontakt zu treten und ihre eigenen emotionalen Erfahrungen angemessen zu steuern. Daher haben wir es uns als Ziel gesetzt, ein ebensolches mehrdimensionales Messverfahren zu entwickeln und mit fünf- bis neunjährigen Kindern durchzuführen.

Ablauf der Studie

Das Verfahren basiert auf den Grundemotionen Freude, Trauer, Angst, Wut sowie neutraler Emotion. Es wird komplett am Computer durchgeführt und enthält folgende Bereiche: Allgemeine Angaben, Emotionsvokabular, Emotionsausdruck, Emotionsregulation, Emotionserkennung und Emotionsverständnis. Die zu erfassenden Dimensionen orientieren sich an den Schlüsselfertigkeiten emotionaler Kompetenz.

Befunde legen nahe, dass Defizite vor allem in der Emotionsregulation im Zusammenhang mit zahlreichen psychischen Erkrankungen im Kindesalter stehen. Ein umfassendes Verfahren soll es daher langfristig ermöglichen, Defizite in der emotionalen Kompetenz von Kindern im besagten Alter aufzudecken. Darauf basierend können Kinder mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eine psychische Erkrankung zu entwickeln zur Vorbeugung frühzeitig Präventions- und Interventionsprogramme erhalten. Die Teilfragestellungen unserer Masterarbeiten werden sich mit folgenden Themenbereichen befassen: Überprüfung der Qualität des entwickelten Messverfahrens, Beurteilung durch Experten, Untersuchung von relevanten Elternvariablen, Erfragen des Erziehungsverhaltens durch die Eltern und Durchführung des Messverfahrens mit Kindern mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eine psychische Krankheit zu entwickeln.

Aktueller Stand

Mittlerweile wurde MeKKi im Rahmen mehrerer Masterarbeiten weiterentwickelt und evaluiert. in der Zwischenzeit wird das Verfahren in verschiedenen Projekten in Deutschland eingesetzt. Als nächsten Schritt geht es um die Validierung in einer klinischen Stichprobe.

Kontakt

Prof. Dr. Tina In-Albon  (in-albon@uni-landau.de)

Simone Pfeiffer, M,Sc. (pfeiffer-s@uni-landau.de)