Abschlussarbeiten

Abschlussarbeiten

 

Klinische Psychologie und Psychotherapie des Erwachsenenalters

 

Maike Falk

Erfassung der Beschwerden von Schmerzpatient*innen mittels ambulanten Assessments und Netzwerkanalysen (Tandem-Masterarbeit für zwei Studierende)

 Verhaltensanalysen sind eine bewährte Methode, individuelle Beschwerden von Patient*innen abzubilden. Durch wiederholte Verhaltensanalysen lassen sich mit Hilfe von Netzwerkanalysen Zusammenhänge zwischen den Symptomen einzelner Patient*innen ermitteln, die Therapeut*innen Anhaltspunkte bieten, wo die Behandlung ansetzen kann. Dies ermöglicht eine individuelle Therapie, die auf die konkreten Beschwerden des Patienten/ der Patientin zugeschnitten ist und hat somit einen hohen praktischen Nutzen, da Ansätze für zukünftige Psychotherapie erforscht werden. Im Rahmen von einer Tandem-Masterarbeit soll die Machbarkeit eines ambulanten Assessments untersucht werden, bei dem Schmerzpatient*innen über einen mehrwöchigen Zeitraum hinweg mehrmals täglich Verhaltensanalysen online ausfüllen, aus denen anschließend Netzwerke ermittelt werden.

Als Grundlage für das ambulante Assessment wurde im Vorfeld bereits ein Fragebogen entwickelt, der alle Komponenten der Verhaltensanalyse enthält: Situationen, kognitive/ emotionale/ physiologische und Verhaltensreaktionen, Konsequenzen. Dieser kann im Rahmen der Studie eingesetzt werden.

Aufgabe der Studierenden wird es sein, das ambulante Assessment vorzubereiten, das Erst- und Zweitgespräch sowie das Abschlussgespräch mit den teilnehmenden Patient*innen zu führen und mit diesen während des Assessments in Kontakt zu bleiben, um Rückfragen zu klären. Abschließend sollen die Ergebnisse des Assessments ausgewertet werden.

 Gewünscht werden:

  • Interesse an der Fragestellung
  • Zuverlässige und engagierte Arbeitsweise
  • Freundlicher und verantwortungsvoller Umgang mit Patient*innen

 Geboten werden:

  • Ausführliche Einarbeitung in die Thematik
  • Aufbau auf eine Vorstudie mit bereits vorhandenen Materialien
  • Heranführung an das wissenschaftliche Arbeiten
  • Erste Erfahrungen mit Therapiestudien, die Patient*innenkontakt beinhalten
  • Engmaschige Betreuung bei der Durchführung des ambulanten Assessments

Beginn der Arbeit: zwischen Dezember 2020 und Februar 2021.

Das Thema soll von zwei Masterand*innen gemeinsam erarbeitet werden. Sie können mich entweder bereits als Tandem oder auch als Einzelperson kontaktieren. Melden Sie sich bei Interesse bitte mit einem kurzen Lebenslauf und Angabe Ihrer ungefähren zeitlichen Vorstellungen (wann beginnen, bis wann abgeben usw.) bei Maike Falk.

 

Dominik Henrich

Evaluation von Video-Supervision zur Förderung therapeutischer Kompetenzen

Im Rahmen des Psychotherapie-Direktstudiums werden therapeutische Kompetenzen zukünftig stärker als bislang im Bachelor- und Masterstudium vermittelt werden. Dies erfordert Lehr- und Lernkonzepte, die es Studierenden ermöglichen, Kompetenzen durch eigenes Ausprobieren einzuüben und mithilfe von externem Verhaltensfeedback und Selbstreflektion zu verfeinern. In der Ausbildung von Psychotherapeut*innen wird dieses kompetenzorientierte Lernen durch die sogenannte „Supervision“ ermöglicht. Hierbei besprechen Therapeut*innen ihre Behandlungsfälle mit einem/einer erfahrenen Therapeut*in („Supervisor*in“) und erhalten Feedback, Anleitung und Unterstützung. Auch im Rahmen der Bachelor- und Master-Ausbildung werden Formen von Supervision benötigt, um den Aufbau praktischer Kompetenzen zu fördern.

Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen zwei Formen eines solchen kompetenzorientierten Seminarformats wissenschaftlich evaluiert werden. Im Anschluss an ein Training in klinischer Gesprächsführung absolvieren die Teilnehmer*innen jeweils eine von zwei Supervisionsbedingungen:

  1. Supervision auf Basis eines Gesprächsvideos, wobei der Fokus der Supervision durch die Fragen der Supervisand*innen bestimmt wird.
  2. Supervision auf Basis eines Gesprächsvideos, wobei die Supervision gemäß einer strukturierten Feedback-Methode erfolgt.

Die klinische Gesprächsführungskompetenz der Teilnehmer*innen wird vor und nach der Supervision anhand von Video-Ratings ermittelt. Untersucht wird, welche Form von Supervision den größeren Kompetenzgewinn (objektive Beurteilung auf Basis von Videos) bzw. den größten subjektiven Nutzen (Befragung der Teilnehmer*innen) birgt.

Im Rahmen dieser Forschung sind aktuell zwei Masterarbeiten zu vergeben:

Inhalt: Die Arbeiten umfassen die Unterstützung bei der Organisation und Umsetzung des kompetenzorientierten Seminarformats und seiner Evaluation. Das umfasst sowohl die Vorbereitung (Anpassung vorhandener Materialien aus einer Vorstudie), Durchführung (Koordination von Teilnehmer*innen und Supervisor*innen) als auch die Auswertung (Durchführung von Video-Ratings zur Messung von Gesprächsführungskompetenzen, Auswertung der Ergebnisse mit inferenzstatistischen Verfahren). Bei den vorgenannten Aufgaben kann auf vorhandenen Materialien und Kenntnissen aus einer Vorstudie sowie auf bestehenden Seminarkonzepten aufgebaut werden.

Zeitplan: Start ab Frühjahr 2020 - Abschluss Sommer 2020

Melden Sie sich bei Interesse bitte bei Dominik Henrich.

 

 

Externe Angebote für Abschlussarbeiten

Bachelorarbeit: BG Klinik Ludwigshafen