Abschlussarbeiten

Abschlussarbeiten

 

Klinische Psychologie und Psychotherapie des Erwachsenenalters

 

Wenn Sie sich für eine Arbeit in unserer AG interessieren, schreiben Sie bitte eine Mail mit kurzem CV mit Foto, Angabe Ihrer Themenpräferenz(en) samt kurzer Begründung, warum Sie sich für diese Themen interessieren, sowie Angaben zu relevanten Vorkenntnissen und Noten an siegrist@uni-landau.de. Sie bekommen dann einen Termin zur Vorstellung mitgeteilt. Wenn Sie im Tandem oder gemeinsam an einem Projekt arbeiten wollen, benennen Sie bitte ihre Wunschpartner.

Liebe Bachelorstudent*innen: bitte sichern Sie sich ein Thema vor dem Beginn des Propädeutikums. Die Datenerhebung kann in den meisten Projekten erst im März/April 2020 beginnen (Abweichungen sind kenntlichgemacht)

Liebe Masterstudent*innen: um unsre Gesamtplanung zu erleichtern, bitten wir Sie sich auch frühzeitig zu kümmern, auch wenn Sie erst später mit dem Thema anfangen wollen. Wir freuen uns auch über Masterstudent*innen, die früher als im 4ten Semester ihre Arbeit aktiv verfolgen wollen.

 

Prof. Dr. J. Glombiewski

Thema 1: Gefühle im Alltag

Welche Emotionen werden wann erlebt? Wie gehen Patient*innen (z.B. Schmerzpatient*innen) und Gesunde mit ihren Emotionen um? Unterscheiden sich Erwachsene und Jugendliche in ihrer Emotionsregulation? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Emotionsregulation und exekutiven Funktionen?

Im Rahmen eines größeren interdisziplinären Projektes unter Beteiligung von Entwicklungspsychologie, Methodenlehre und Klinischer Psychologie (Kinder- und Jugendliche und Erwachsene) können zu diesen Themen mehrere Bachelor und Masterarbeiten angefertigt werden. Die genauen Themen der Abschlussarbeiten werden individuell abgesprochen. Das Arbeiten findet i.d.R. in Teams von mehreren Absolvent*innen statt. Die Erhebungen finden sowohl im Labor als auch im Rahmen von ambulatory assessment statt.

Zeitplan: Absprachen: ab November/Dezember 2019, Erhebung: ab März/April 2020. Einzelne Erhebungen können schon früher stattfinden.

Thema 2: Soziale Unterstützung und Schmerz

Werden Schmerzen oder Gefühle wie Traurigkeit anders erlebt, wenn wir Zuwendung von anderen erfahren?

Zu diesem Thema soll in Landau im Schmerzlabor eine experimentelle Studie durchgeführt werden. Es können bis zu 2 Bachelorstudent*innen und ein/eine Masterstudent*in daran arbeiten. Die genauen Themen der Abschlussarbeiten werden individuell abgesprochen.

Zeitplan: Absprachen: ab November/Dezember 2019, Erhebung: ab März/April 2020.

Thema 3: Erwartungen und Schmerz

Welche Rolle spielen Erwartungen beim Schmerzerleben? Was passiert, wenn diese Erwartungen verletzt werden?

Im Rahmen einer internationalen Studie in Kooperation mit der Universität Örebro in Schweden soll in Landau im Schmerzlabor eine experimentelle Studie durchgeführt werden. Es können bis zu 2 Bachelorstudent*innen oder bis zu 2  Masterstudent*in daran arbeiten. Die Kommunikation mit den internationalen Kooperationsparter*innen erfordert Freude an Kommunikation in englischer Sprache und Bereitschaft, an internationalen Treffen und Skype Meetings teilzunehmen.

Zeitplan: Absprachen: ab November/Dezember 2019, Erhebung: ab März/April 2020.

Thema 4: Effektivität von Expositionstherapie bei chronischen Rückenschmerzen

Wie effektiv ist psychologische Therapie (Expositionstherapie) bei Rückenschmerzen, wenn wir Daten mehrerer Studien betrachten? Welche Faktoren können Therapieerfolg vorhersagen?

Im Rahmen dieser internationalen Studie werden Original-Daten zu 4 spannenden Studien aus 4 verschiedenen Ländern zusammengefügt um mit einer großen Stichprobe Auswertungen vorzunehmen. Es sollte ein*e Masterstudent*in eigebunden werden, die sich für Effektivität psychologischer Therapien interessiert und Spaß an der Bereinigung und Auswertung von größeren Datensätzen mit SPSS und R hat.

Zeitplan: Die Arbeit kann jederzeit und unabhängig von Ort und Versuchspersonen angefertigt werden.

Thema 5: Mechanismen der Placebo Reaktion

Warum funktionieren eigentlich Placebos bei Schmerz und Depression? Was sind die Mechanismen dahinter?

Dieser Frage können 1-2 Bachelorstundet*innen zusammen mit 1-2 Masterstudent*innen im Rahmen einer Studie im Landauer Schmerzlabor nachgehen.

Zeitplan: Absprachen: ab November/Dezember 2019, Erhebung: ab März/April 2020.

 

 

Dr. Saskia Scholten

Thema 1: Evaluation des POINT-Assessments

POINT steht für prozessorientierte individualisierte netzwerkbasierte Therapie (siehe auch point.uni-landau.de). Bei dieser innovativen Herangehensweise werden mehrmals täglich Verhaltensanalysen erfasst, die vorab mit jedem/jeder Patient*in individuell zusammengestellt wurden. Die Ergebnisse sollen zukünftig einer individualisierten Therapieplanung und -durchführung dienen.

In diesem Projekt soll der gesamte Itempool des aktuellen POINT-Assessments, welches für Menschen mit Depression und/oder Angststörungen entwickelt wurde, an einem größeren Sample im Querschnitt evaluiert werden. Im Rahmen einer Bachelorarbeit kann die Rekrutierung unterstützt und die Daten ausgewertet werden.

Zeitplan: Absprachen und Vorbereitung im November/Dezember 2019, Durchführung und Auswertung ab Januar 2020.

Thema 2: Erweiterung des POINT-Assessments für Patient*innen mit chronischen Schmerzen

POINT steht für prozessorientierte individualisierte netzwerkbasierte Therapie (siehe auch point.uni-landau.de). Bei dieser innovativen Herangehensweise werden mehrmals täglich Verhaltensanalysen erfasst, die vorab mit jedem/jeder Patient*in individuell zusammengestellt wurden. Die Ergebnisse sollen zukünftig einer individualisierten Therapieplanung und -durchführung dienen.

Nach einer erfolgreichen Pilotierung des POINT-Assessments an Patient*innen mit Depressionen und/oder Angststörungen soll das Assessment nun für Patient*innen mit chronischen Schmerzen erweitert werden. Hierzu gehört die Erweiterung des Itempools, die Evaluation an einem größeren Sample im Querschnitt sowie die Pilotierung des Assessments inklusive der mehrfach täglichen Erhebung an einzelnen Patient*innen. Im Projekt können 1-2 Masterand*innen sowie ein*e Bachelorand*in mitarbeiten.

Zeitplan: Absprachen und Vorbereitung im November/Dezember 2019, Durchführung und Auswertung ab Januar 2020.

 

 

Dipl.-Psych. Anja Emmerich (früher Schmitt)

Thema: Paarzufriedenheit, Selbstmitgefühl und Ärger bei Menschen mit chronischem Schmerz

Circa 70% der Menschen mit chronischen Schmerzen leiden unter wiederkehrenden Gefühlen von Ärger. Dieser richtet sich zumeist gegen sich selbst, aber auch nach außen. Ärger steht im Zusammenhang mit höherer Schmerzintensität und -beeinträchtigung, wie auch geringerem Behandlungserfolg und schlechteren sozialen Beziehungen. Partner von Menschen mit chronischen Schmerzen berichten oft von Unzufriedenheit innerhalb der Paarbeziehung. Insgesamt ist ein geeigneter Umgang mit Ärger erstrebenswert. Ein höheres Selbstmitgefühl geht mit einem geringeren Ausmaß an Ärger einher. Unabhängig davon geht Selbstmitgefühl ebenfalls mit einer höheren Partnerschaftszufriedenheit einher.

Im Rahmen einer Online-Studie sollen Paare erhoben werden, von denen jeweils ein/eine Partner*in unter chronischen Schmerzen leidet. Es werden u.a. Partnerschaftszufriedenheit, Ärger und Selbstmitgefühl erfasst. Die Erhebung läuft bereits, sodass im Rahmen einer Bachelorarbeit die Rekrutierung fortgesetzt werden soll.

Zeitplan: flexibel – Erhebung kann ab sofort, aber auch erst zum SS20 starten. Absprachen bzgl. der Fragestellung sollten bereits im WS19/20 erfolgen. Gewünschten Bearbeitungszeitraum bitte angeben!