Professur Politische Psychologie

Protestwand gegen S21
Protestwand gegen Stuttgart 21, Foto: tr, 2010

Wann beteiligen sich Menschen an politischen Protesten? Sind politische Einstellungen ein Ausdruck von Persönlichkeit? Wie lassen sich politische Fehlentscheidungen vermeiden? Welche Rolle spielt Vertrauen bei politischen Wahlentscheidungen? Wer schaut sich TV-Wahlkampfduelle an und warum?

Die Geburtsstunde der politischen Psychologie wird häufig auf die 1940er Jahre datiert. Ausgehend von den verstörenden Erfahrungen des zweiten Weltkriegs wurden in dieser Zeit von Theodor W. Adorno und Kollegen erste wissenschaftliche Belege für die Existenz einer autoritären Persönlichkeit vorgelegt. In dieser sahen Adorno und Kollegen eine Erklärung dafür, dass Menschen in totalitären Regimen zu Mitläufern und Mittätern werden. Die wissenschaftliche Untersuchung politisch relevanter Persönlichkeitsmerkmale stellt bis heute ein wichtiges Forschungsfeld innerhalb der politischen Psychologie dar.

Ausgehend von einem empirischen Wissenschaftsverständnis verstehen wir Politische Psychologie als einen interdisziplinärer Forschungsbereich im Schnittfeld zwischen Psychologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft. Konkret widmet sich die Politische Psychologie dem Verstehen von politischem Verhalten und Erleben auf der Grundlage von Theorien und Methoden aus den genannten Forschungsdisziplinen.

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