Kommunikation über Gruppenunterschiede

Ansprechpartnerin: Susanne Bruckmüller

Ein weiterer Forschungsbereich betrifft die Kommunikation über soziale Gruppen und über Unterschiede zwischen Gruppen, insbesondere im Kontext privilegierter und stigmatisierter sozialer Identitäten. Dabei interessieren uns zum Beispiel die Konsequenzen asymmetrischer Vergleiche, in denen bestimmte Gruppen besonders hervorgehoben, sprachlich markiert, und/oder als „zu erklärender Effekt“ problematisiert werden, während andere Gruppen als Norm angesehen und nicht hinterfragt werden. So wird beispielsweise  häufig darüber gesprochen, inwiefern Minderheiten anders oder besonders sind, während Charakteristika und Verhalten der Mehrheit einfach als „normal“ angesehen und nicht extra thematisiert werden. Wir beschäftigen uns mit den Auswirkungen solcher asymmetrischer Vergleiche, zum Beispiel auf Stereotype über Gruppen oder auf das Selbsterleben der Gruppenmitglieder.

Neben den zugrundeliegenden sozial-kognitiven und kommunikativen Prozessen interessieren uns hier auch verschiedene Anwendungskontexte, z.B. der Bereich Migration und Integration sowie die Kommunikation über Geschlechts(sunterschiede) im Arbeitskontext (s.o., Stichwort "Genderforschung").