Forschungswerkstätten: Neues Angebot im freien Workload für Grundschulstudierende im B. Ed.

Liebe Studierende,

am Institut für Sonderpädagogik wird es ab WiSe 2016/17 eine neue Möglichkeit für Grundschulstudierende im Bachelorstudiengang geben, alle 6 Leistungspunkte im Rahmen des freien Workloads in den Bildungswissenschaften zu erzielen. Diese Möglichkeit wird im Mastermodul 4 für das Lehramt Förderschule in den Seminaren 4.2 und 4.3 ("Forschungswerkstätten") geboten.

Was haben Sie von dem neuen Angebot?

Durch sich verändernde bildungspolitische Rahmenbedingungen und Ansprüche steigen die Anforderungen an alle Lehrkräfte. Heterogenität und inklusive Bildung sind Schlagworte, die für alle Schulformen bedeutsam sind und die alle Lehrkräfte in ihrer täglichen Arbeit mit Leben füllen müssen.

Im Rahmen der Forschungswerkstätten bieten wir Studierenden im Lehramt an Grundschulen und im Lehramt an Förderschulen die Möglichkeit, sich gemeinsam auf diese zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten, in einem vorstrukturierten Rahmen ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten zu erweitern und somit frühzeitig wichtige Kompetenzen für ihre spätere Arbeit im gemeinsamen Unterricht zu erwerben. Zudem wird Studierenden in der ersten Ausbildungsphase ein forschender Zugang zum Themenbereich inklusiver Bildung und Einblicke in unterrichtliche und schulische Entwicklungsprozesse eröffnet. Am Ende erhalten Sie zusätzlich eine Bescheinigung, auf der Ihre vertiefte Auseinandersetzung mit inklusionspädagogischen Fragestellungen nachgewiesen wird.

Grundidee der Forschungswerkstätten

Studierende der Grundschul- und der Sonderpädagogik entwickeln in heterogenen Kleingruppen gemeinsam eine Forschungsfrage aus dem Kontext der inklusiven Schulentwicklung, untersuchen diese im Laufe eines Jahres mittels empirischer Methoden im Feld Schule und schließen ihr Projekt mit einem schriftlichen Forschungsbericht und einem wissenschaftlichen Poster ab. Unterstützt werden sie durch begleitende inhaltsspezifische und methodische Angebote in den Seminaren 4.2 und 4.3 und Einzelfallberatung.

Mögliche Fragestellungen:

- Umsetzung  bestimmter fachdidaktischer Ansätze in heterogenen Klassen

- Gelingensbedingungen multiprofessioneller Kooperation

- Konzepte zur Elternarbeit in Schwerpunktschulen

- Einstellungen von Lehrkräften

- Möglichkeiten der unterrichtlichen Einbindung von SuS mit starken Verhaltensauffälligkeiten in        der Grundschule

Welche Leistungen sind genau zu erbringen?

Die Forschungswerkstätten finden in einem Zeitraum von zwei Semestern statt. Im ersten Semester besuchen die Studierenden der Grundschulpädagogik das Seminar  4.2 aus dem Angebot des Instituts für Sonderpädagogik und schließen sich dort einer Kleingruppe, bestehend aus Studierenden des Lehramtes für die Förderschule, an. Die nun gebildete Forschungsgruppe besteht aus 4-6 Studierenden. Begleitet durch das Seminarangebot und die Unterstützung durch den Seminarverantwortlichen formuliert die Gruppe eine Forschungsfrage aus dem Themengebiet der inklusiven Schulentwicklung und bearbeitet diese mittels empirischer Forschungsmethoden (Beobachtung / Befragung). Im sich daran anschließenden zweiten Semester besuchen die Studierenden das Seminar 4.3 aus dem Angebot des Instituts für Sonderpädagogik und führen in ihrer Forschungsgruppe ihr Projekt zu Ende. Die Forschungswerkstätten werden mit einem gemeinsamen Forschungsbericht (ca. 25 Seiten) und einem wissenschaftlichen Poster abgeschlossen. Die Studierenden der Grundschulpädagogik erhalten hierfür insgesamt 6 Leistungspunkt im Rahmen des freien Workloads der Bildungswissenschaften im Bachelorstudiengang.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

- Interesse an Aspekten der inklusiven Schulentwicklung

- Interesse an der Gestaltung von Unterricht für heterogene Lerngruppen

- Interesse an Aspekten der Kooperation zwischen Grundschul- und Förderschullehrkräften

Wir empfehlen die Teilnahme an den Forschungswerkstätten für Grundschulstudierende ab dem 2. Bachelorsemester

Flyer

Kontakt

Sie haben Interesse oder Rückfragen zu dem Angebot der Forschungswerkstätten? Melden Sie sich gerne jederzeit bei Stefanie Hurth, Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik der Universität Landau.

Stefanie Hurth
Universität Landau
Institut für Sonderpädagogik
E-Mail: hurth@uni-landau.de
Telefon: 06341 - 280 -36757