Repositionierung Femurschaft-Frakturen

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Entwicklung eines Assistenz-Systems zur Repositionierung von Femurschaft-Frakturen  

Für die optimale Rekonstruktion nach Frakturen des Femurs oder der Tibia ist es notwendig, die Knochenbruchstücke bei der Operation möglichst präzise und physiologisch korrekt zu positionieren und zu fixieren. Diese Positionierung muss unter großem Kraftaufwand gegen den massiven Widerstand der Beinmuskulatur erfolgen, um die erforderliche Stabilisierung durch Marknagelung oder Verschraubung mit Platten in bestmöglicher Weise zu gewährleisten. Das medizinische Personal ist dabei über lange Zeit ausschließlich mit dem Halten der unteren Extremität in den erforderlichen Positionen beschäftigt.

 

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Fraktur des Femurs (Gemeinschaftsklinikum  Mittelrhein, Evang. Stift, Koblenz)

Fraktur des Femurs (Gemeinschaftsklinikum  Mittelrhein, Evang. Stift, Koblenz)

Langdauernde Haltearbeit in wechselnden Positionen - BWZK Koblenz

Langdauernde Haltearbeit in wechselnden Positionen - BWZK Koblenz

Problematik bei Repositionierung - Streckung und Einrichtung der passenden Längsrotation der Frakturteile unter Kraftaufwand gegen den wirkenden Muskelzug

Problematik bei Repositionierung - Streckung und Einrichtung der passenden Längsrotation der Frakturteile unter Kraftaufwand gegen den wirkenden Muskel

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Marknagel als operative Therapie

 

 

 

 

 

 Marknagel als operative Therapie

 

Zur Lösung dieser Problematik wurde in Zusammenarbeit von Universität, Hochschule Koblenz und  Bundeswehrzentralkrankenhaus mit der Firma Maquet, Rastatt, innerhalb eines Promotionsprojekts ein Assistenzsystem für OP-Tische zur präzisen Repositionierung der Knochenbruchteile entwickelt.

Wesentliches Element des am OP-Tisch fixierten Assistenzsystems ist ein serieller Gelenkarm mit Joystick, an den das zu positionierende Knochenbruchteil mit Pins befestigt wird. Unter Kraftverstärkung kann der Chirurg den Knochen allen 6 Freiheitsgraden entsprechend bewegen. Bei Loslassen des Joysticks wird die eingestellte Positionierung stabil gehalten.

 

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Positionierung-Joystick

 

 

 

 

 

 

Serieller Gelenkarm mit Joystick zur Bewegung des Knochenbruchteils entsprechend
6 Freiheitsgraden

 

Das gesamte Assistenzsystem zur Fixierung beider Frakturteile des Femurs besteht aus zwei Anteilen. Der distale Bruchteil des Knochens kann mit Hilfe des Joysticks durch die elektronische Kraftverstärkung sehr leicht bewegt und präzise positioniert werden, während der proximale Bruchteil des Knochens mit Pins fest fixiert ist.

Positionierungsgerät Draufsicht Positionierungsgerät Schrägansicht  Positionierungsgerät Rückansicht
Vollständiges Assistenzsystem mit Joystick und Kraftverstärkung zur Repositionierung der Knochenbruchteile bei Femurfrakturen

 

Das Promotionsprojekt wurde von Herrn Dipl.-Ing.(FH), M.Sc. Stefan Göckeritz durchgeführt. Von medizinischer Seite wurde das Projekt von Herrn Dr. med. Sebastian Hentsch, Leitender Oberarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz begleitet.

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Hentsch & Göckeritz

 

 

 

 

 

 

Dr. med. Sebastian Hentsch und
Dr. Stefan Göckeritz bei der Vorstellung des Assistenzsystems

 

Das Assistenzsystem (device for repositioning bone fracture fragments)  wurde von der Firma Maquet zum Patent in Deutschland, in Europa, in USA und zum Weltpatent angemeldet.

 

Projektpartner

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Portrait Göckeritz

Dr. Stefan Göckeritz

Hochschule Koblenz
RheinAhrCampus
Remagen

Phantom

Dr. med. Sebastian Hentsch

Lt. Oberarzt f. Orthopädie und Unfallchirurgie
Bundeswehrzentralkrankenhaus
Koblenz

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Prof. Dr. Holz - Hochschule Koblenz, RheinAhrCampus Remagen

Prof. Dr. Dietrich Holz

Hochschule Koblenz
RheinAhrCampus Remagen

Profil Gruber

Prof. Dr. Karin Gruber

Universität Koblenz-Landau
Campus Koblenz