Workshop: „Non-normative Communities in the Near East and the Levant: Islam, Christianity and Judaism“

Workshop zu „Non-normative Communities in the Near East and the Levant: Islam, Christianity and Judaism“ an der Universität Koblenz-Landau, 6.–7. Dezember 2018

Das OII veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt „Kultur Norm – Kulturelle Orientierung und normative Bindung“ und dem Institut für Kulturwissenschaft (Prof. Dr. A. Ackermann) der Universität Koblenz-Landau sowie dem Royal Anthropological Institute London (Dr. D. Shankland) einen internationalen Workshop. Als Teil der Aktivitäten des Forschungsfeldes „Religionsgeschichte Anatoliens“ des OII (PD Dr. R. Langer, Prof. Dr. R. Motika) sollen religiöse Gruppen nahöstlicher Herkunft vergleichend untersucht werden, die von der etablierten sunnitischen wie auch schiitischen Orthodoxie als ‚Häretiker‘ angesehen werden, da sie nicht den formalen und legalen Normen der Scharia folgen. Gesellschaftlich marginalisiert bilden sie bis heute religiöse Minderheiten in mehrheitlich muslimischen Ländern und in der Diaspora. Dazu zählen, demografisch am bedeutsamsten, die Aleviten sowie die Ahl‑e Haqq, Drusen, Jesiden und Ismailiten, deren spezifische Sozialstruktur, Demografie, interne und externe historische Quellen wie auch Interaktionsmuster mit der Mehrheitsbevölkerung komparativ in den Blick genommen werden sollen. Hauptziel der Konferenz ist es, einen Beitrag zur wissenschaftlich-terminologischen Systematisierung dieser Gruppen zu leisten: ‚non-normativ‘ oder ‚non-konformistisch‘ (‚latitudinarian‘/ ‚freisinnig‘) statt dem bisher geläufigen ‚heterodox‘? Dieser Workshop will durch die Beteiligung von Spezialisten für christliche und jüdische Religionsgeschichte klären, welche Rolle ähnliche Gruppen auch im ostmediterran-nahöstlichen Christen- und Judentum spielen.

Wann 06.12.2018 00:00 bis
07.12.2018 00:00
Wo Campus Koblenz
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