Dritte Aufgabe: Wissenstransfer

Wissens- und Technologietransfer als "Dritte Mission", wie es im anglo-amerikanischen Wissenschaftssystem gegenwärtig intensiv diskutiert wird, ist auch für die Universität Koblenz-Landau neben Forschung und Lehre von zentraler Bedeutung. Wissens- und Technologietransfer hat dabei das Ziel, die Lücke zwischen Invention (Erfindung) und Innovation (Realisierung von Marktpotenzial) zu schließen, mithin neues wissenschaftliches und technologisches Wissen einer systematischen und geplanten Verwertung zuzuführen.

Die Philosophie der Universität Koblenz-Landau zum Wissens- und Technologietransfer ist sowohl durch ein hohes Maß an Interaktion und Offenheit zwischen den beteiligten Akteuren innerhalb und außerhalb der Universität geprägt und ebenso durch ein breites Verständnis von Transfer, welches neben dem Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft auch den Transfer in die Gesellschaft und die Politik berücksichtigt.

Die Universität Koblenz-Landau bedient hierfür alle Kanäle und Methoden zum Transfer von Wissen und Technologien - zu nennen sind hier insbesondere wissenschaftliche und praxisorientierte Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, formelle und informelle Zusammenkünfte im Rahmen von Transfertagen, Fachkonferenzen mit Ausstellungsexponaten, gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie der so genannten "Transfer über Köpfe", etwa in Form studentischer Praktika, Abschlussarbeiten oder auch durch die Befriedigung der Nachfrage nach Fach- und Führungskräften.

Die Universität Koblenz-Landau fördert auch Existenzgründungen aus der Wissenschaft und die Entwicklung einer Gründungskultur. Sie gehört zu den erfolgreichen Hochschulen im Wettbewerb „EXIST- Gründungskultur- Die Gründerhochschule“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Universität Koblenz-Landau hat z. B. das Zentrale Institut für Scientific Entrepreneurship & International Transfer eingerichtet und betreibt gemeinsam mit der Hochschule Koblenz ein Gründungsbüro in Koblenz und Landau.