"Installation Ravelin / Bastion Fuchs" auf der Festung Ehrenbreitstein

Der Arbeitsbereich Digitale Medien am Institut für Kunstwissenschaft präsentiert Installation bei Festungsleuchten auf der Festung Ehrenbreitstein.

 

Der Arbeitsbereich DIGITALE MEDIEN um Dr. Marcus Lohoff präsentierte sich auch in diesem Jahr bei dem Lichterspektakel auf der Festung Ehrenbreitstein mit einer Lichtinstallation. In der Veranstaltungszeit vom 19. März  bis 2. April 2018 und am Wochenende vom 6. bis zum 8. April 2018 strömten jeweils ab Einbruch der Dunkelheit insgesamt 38. 724  BesucherInnen auf die Festung, um sich von den inszenierten Lichtern und Sounds treiben zu lassen. In Kooperation mit der GDKE-RLP und Lumen in Art zeigten Studierenden der Kunstwissenschaft, der Computervisualistik und des LA Informatik eine beeindruckende Medienkunstinstallation mit dem Titel  "Installation Ravelin / Bastion Fuchs".
Die Konzepte und Inhalte der Arbeit wurden im Wintersemester im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Arbeitsbereich Digitale Medien entwickelt und mündeten dem Curriculum entsprechend in einer Ausstellung, in diesem Falle dem Festungsleuchten 2018.

Das Konzept der aktuellen Arbeit umfasst zwei miteinander korrespondierende Module, die zu einem ganzheitlichen Szenenbild verschmelzten: Die szenische Kulisse bildete eine großformative transluzente Rück-Projektion vor der das zentrale Objekt - eine dreidimensionale Lichtskulptur - zur Interaktion einlud.

Die Idee knüpfte an das interaktive Schattenspiel-Exponat aus dem Vorjahr an. Ziel war es, die erfolgreichen Interaktions- und Gestaltungselemente weiterzuentwickeln und die Anwendung zugleich technisch einfacher zu gestalten. Anstelle eines aufwendigen Skeletal Tracking basierte die neue Anwendung auf einer optischen Schattendetektion, die über verschiedene Schritte weiter prozessiert wurde. Die ästhetische Rahmung bildeten Partikel-Systeme, mit denen die BesucherInnen in Echtzeit interagieren konnten. Mit ihren Schattenwürfen konnten diese aktiv auf die großformatig projizierte Graphik Einfluss nehmen und als Schattenfiguren das Fließverhalten der Partikel-Ströme in unterschiedlicher, mehr oder weniger vorhersehbarer Weise beeinflussen.
Im Zentrum der Installation stand eine großformatige dreidimensionale Lichtstruktur. Die Form ist an die eines geodätischen Doms angelehnt. Bei der Ico-Sphere handelt es sich um eine interaktive Licht-Sound-Installation. Die Skulptur fungierte gewissermaßen als berührungsfreies Interface. Mit den integrierten Sensoren erfasste sie die Nähe der Betrachter und konnte so auf deren Annäherung reagieren. Die Struktur bot mit ihren einzeln ansteuerbaren LEDs vielfältige Möglichkeiten der Inszenierung.

 


Datum der Meldung 13.04.2018 00:00