Einführung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen

Die Verfahren zur Einführung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen bilden einen Teil der Qualitätssicherung in Studium und Lehre und wird von der Stabsstelle QSL begleitet.

Diese Verfahren werden zentral durch die Zentrale Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSST) koordiniert. Durch die Verfahren wird die Berücksichtigung übergeordneter Ziele für Studiengänge auf Basis der Entwicklungsplanungen der Universität und der Fachbereiche, die Festlegung und Umsetzung von Qualifikationszielen, die Studierbarkeit, die sachgemäße Modularisierung, eine adäquate Prüfungsorganisation, die Rechts- und Ressourcenprüfung, die Beteiligung relevanter Stakeholder sowie die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen garantiert. Es werden regelhafte Abläufe festgelegt, Entscheidungsprozesse dokumentiert sowie Kompetenzen und Verantwortlichkeiten definiert.

Die erste Anlaufstation für die Einführung eines Studiengangs ist die Zentrale Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSST). Die Stabsstelle QSL ist innerhalb des Verfahrens weiterhin für die Aspekte der Qualitätssicherung und -entwicklung zuständig.

Grundlage für die Einrichtung eines Studiengangs ist die vom Senat am 17.04.2018 verabschiedete Handreichung Prozess Einführung und Änderung eines Studiengangs. Die Einrichtung eines neuen Studiengangs geht in der Regel von den Fächern bzw. Fachbereichen aus. Dort beginnt das Verfahren mit der Konzeptphase. Unterstützt durch die Leitfragen der Vorlage „Eckpunktepapier zur Einführung eines neuen Studiengangs“ wird ein neues Studiengangskonzept entwickelt, dargestellt und begründet. Das Eckpunktepapier bildet die wichtigste Informationsgrundlage für das neue Studiengangskonzept. Es wird zu den Gremienentscheidungen zur Verfügung gestellt und bildet die Arbeitsgrundlage für zentral beteiligte Einheiten. Falls notwendig und zu diesem Zeitpunkt sinnvoll, soll bereits in der Konzeptphase mit Personen bzw. Stellen Kontakt aufgenommen werden, die von der geplanten Änderung ebenfalls betroffen sind, wie z. B. Leitende anderer Studiengänge bei polyvalenter Nutzung von Studiengangsinhalten, zentrale Einrichtungen, deren Angebote genutzt werden, wie das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB), oder weitere interne oder externe Kooperationspartner, wie Vertragspartner anderer Hochschulen.

Sowohl in der Vorbereitung oder Nachbereitung von Akkreditierungen als auch im laufenden Studienbetrieb können bestehende Studiengänge aus fachlichen oder studienorganisatorischen Gründen weiterentwickelt werden.

Die Weiterentwicklung eines Studiengangs bedingt häufig Änderungen an den Modulbeschreibungen. Die Arbeitshilfe "Wie und wann kann ich die Modulbeschreibung ändern?" gibt einen Überblick darüber, was bei Änderungen am Modulhandbuch zu beachten ist. Ebenfalls gibt sie einen Überblick über die Wechselwirkungen zwischen dem Modulhandbuch, der Prüfungsordnung und der Kapazitätsberechnung eines Studiengangs.

Bei allen Änderungen ist gemäß dem Prozess zur Einführung und Änderung eines Studiengangs vorab die Zentrale Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSST) einzubinden. Das Verfahren zur Änderung eines Studiengangs ist grundsätzlich identisch mit dem Verfahren der Einführung eines Studiengangs. Grundlage ist die vom Senat am 17.04.2018 verabschiedete Handreichung Prozess Einführung und Änderung eines Studiengangs.

Die Weiterentwicklung des Profils der Fachbereiche und/oder der Universität kann auch die Aufhebung eines Studiengangs zur Folge haben. Grundlage ist das vom Senat am 30.04.2019 beschlossene Verfahren zur Aufhebung von Studiengängen. Der Impuls zur Aufhebung eines Studiengangs kann von Fachbereich oder Hochschulleitung gesetzt werden. In der Konzeptphase wird vom Impulsgeber*in in Zusammenarbeit mit ZeSST unter Mitwirkung aller am Studiengang Beteiligter (u.a. Studierende, weitere Fachbereiche, externe Kooperationspartner, bei lehramtsbezogenen Studiengängen Ministerium für Bildung) und Einbindung der Stabsstelle Kapazitätsberechnung und Steuerung das „Eckpunktepapier zur Aufhebung eines Studiengangs“ erarbeitet. Dieses berücksichtigt durch seine Leitfragen verschiedene inhaltlich-konzeptionelle und organisatorische Aspekte einer Aufhebung.

Verantwortlich für den Prozess ist die Zentrale Stelle für Studiengangsentwicklung (ZeSST).