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Fallzahl Standort Koblenz: 2 (Warnstufe Gelb bis: 30.04.2021) Maßnahmenkonzept

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International Entrepreneurship als Motor der Gründungskultur am Oberrhein - Interview mit Prof. Dr. F.O. Harald von Korflesch

Wie kann International Entrepreneurship die Innovationskraft und Gründungskultur in der grenzüberschreitenden Region Oberrhein befeuern? Einblicke dazu gibt ZIFET-Leiter Prof. Dr. Harald F.O. von Korflesch im aktuellen Newsletter des trinationalen Projekts "Knowledge Transfer Upper Rhine (KTUR)".

 

Professor von Korflesch, das Konzept International Entrepreneurship ist vielleicht nicht jedem geläufig: Was verbirgt sich denn dahinter?

Harald F.O. von Korflesch: International Entrepreneurship beschäftigt sich mit allen gängigen Facetten der Unternehmensgründung unter der Zusatzperspektive der Internationalisierung. Das kann die Suche nach Investoren auf dem internationalen Markt ebenso betreffen wie die Frage, ob man sein Team international aufstellt. Internationalisierung bedeutet somit nicht nur, dass ein Unternehmen auf einem ausländischen Markt aktiv wird. Oft findet Internationalisierung im Unternehmen statt, ohne dass es sich im klassischen Sinne internationalisieren muss. So übernehmen Unternehmen Verhaltensweisen, die im Silicon Valley, dem Gründer-Mekka weltweit, ihren Ursprung hatten und mittlerweile in der Gründerszene auf dem ganzen Globus gelebt werden. Oder sie nutzen Methoden, wie die an der Stanford University initiierte Methode des Design Thinking, zum Entwickeln neuer und innovativer Ideen. Man könnte in diesen Fällen auch von „International Entrepreneurship@Home“ sprechen.

In KTUR wollen wir den Wissens- und Technologietransfer (WTT) in der Oberrheinregion über Landesgrenzen hinweg besser aufstellen und intensivieren. Was kann International Entrepreneurship dazu beitragen?

Harald F.O. von Korflesch: Die trinationale Region hat dann einen Vorteil im WTT, wenn ein vertrauensbasiertes Verhältnis zwischen den Akteuren aufgebaut wurde, man sich also kennt und anfängt, gemeinsam Dinge voranzutreiben. Genau das ist das Verständnis von KTUR. Unternehmensgründungen spielen im Kontext von KTUR eine starke Rolle. Um das Potenzial dieser grenzüberschreitenden Region gut auszuschöpfen, sollte das Konzept des International Entrepreneurship in KTUR und der Region fest verankert werden; in dem Sinne, dass jedes Startup der Oberrheinregion direkt die beiden anderen Länder der Region vor Augen hat. Damit es für die Oberrheinregion ganz natürlich werden kann, dass ein sich gründendes Unternehmen gleich trinational denkt, müssen Hürden so niedrig wie möglich gehalten werden, auch ein Ziel von KTUR. Auch sollten Unternehmensgründerinnen und -gründer aus der Region idealerweise immer gemischte Teams aus allen drei Ländern vor Augen haben oder bei Kompetenzen, die fehlen, immer auch über die nationalen Grenzen schauen. Ziel sollte es sein, sich den Vorteil der Internationalität, den die Region und das Konzept des International Entrepreneurship bieten, zu Nutzen zu machen. Es wäre superspannend, wenn wir dazu kämen, so etwas wie „natural international startups“ zu haben, einfach, weil sich in der Oberrheinregion eine Kultur entwickelt hat, im WTT-Kontext trinational zu denken.

Das vollständige Interview finden Sie unter: https://ktur.eu/international-entrepreneurship-als-motor-der-grundungskultur-am-oberrhein/


Datum der Meldung 19.02.2021 11:00
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