Kompetenzzentren

Das ZIFET der Universität Koblenz-Landau bietet über die Einrichtung von Kompetenzzentren die Möglichkeit für Dritte, bestimmte Forschungsthemen aufzugreifen, finanziell zu unterstützen und sichtbar zu machen. In der Regel werden die Kompetenzzentren zur anwendungsorientierten Grundlagenforschung eingerichtet und durch entsprechende Spenden von Dritten gefördert. Die durchschnittliche Laufzeit der Kompetenzzentren beträgt mindestens zwei Jahre. Im Wesentlichen werden die Mittel eingesetzt, um Forscherinnen und Forscher im jeweiligen Kompetenzzentrum aufgabenbezogen für die Laufzeit des Kompetenzzentrums zu finanzieren. Inhaltlich werden verschiedene Studien und Instrumentarien angestrebt, die in eigenen ZIFET-Arbeitsberichtsreihen oder Journal-Artikeln veröffentlicht werden können. Ebenso werden um die Thematiken der Kompetenzzentren herum Bachelor- und Masterarbeiten, Projekt- und Forschungspraktika sowie Dissertationen betreut. Schließlich unterstützt das ZIFET kooperative Ausgründungen aus den jeweiligen Kompetenzzentren.

COMPETENCE CENTER FOR THE ASSESSMENT OF RAILWAY Diagnostics AND MONITORING TECHNOLOGIES (CC RDMT)

An der Schnittstelle zwischen der Organisation (i.w.S.) von Bahnbetrieben, wie etwa der Deutschen Bahn (DB AG) oder der Société Nationale des Chemins de Fer Française (SNCF) und dem Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere Diagnose- und Monitoring-Systeme, liegt ein Verbesserungspotenzial für die Organisation von Bahnbetrieben, welches bisher in der Forschung so gut wie nicht untersucht wurde. Durch die strategische Partnerschaft, zwischen dem ZIFET und der voestalpine SIGNALING Siershahn GmbH, entsteht die einzigartige Möglichkeit, Grundlagenforschung an dieser Schnittstelle durchzuführen und sich entsprechend strategisch mit diesem Forschungsthema in Wissenschaft und Praxis zu positionieren.

zum CCRDMT

COMPETENCE CENTER FOR TRANSFER SCIENCE (CC TS)

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Wissens- und Technologietransfer, kurz: Transferwissenschaft, befindet sich erst in den Anfängen. Ihre Bedeutung ist heute jedoch besonders hoch, da Wissens- und Technologietransfer ein zunehmend komplexes und dynamisches Phänomen darstellt. Hier ist ein transdisziplinärer Zugang notwendig, der sich – nun wieder multidisziplinär – substanziell mit dem Wissensbegriff und dem Transferbegriff auseinander setzt, die gesellschaftliche Einbindung von Wissen und Transfer berücksichtigt sowie den Interaktionsprozess zwischen Gebersystemen und Nehmersystemen bei Wissen und Transfer untersucht. Das ZIFET hat es sicher selber zur Aufgabe gemacht, in diesem Kompetenzzentrum für Transferwissenschaft den genannten Themen nachzugehen.

COMPETENCE CENTER „STIFTUNG LEBENSSPUR“ (CC SL)

Der Aufbau des Kompetenzzentrums „Stiftung Lebensspur“ ist unmittelbar mit dem Ziel des Stiftung Lebensspur e.V. ( www.stiftung-lebensspur.de) verbunden: „Mit Blick auf die Potenzialentwicklung, Potenzialförderung und den Potenzialerhalt bei Menschen mit Behinderung initiiert die Stiftung Lebensspur e.V. Massnahmen und/oder führt diese selbst durch zur Lebensphasen und Lebensbereiche übergreifenden Motivation und Integration von Bildung, Arbeit, Freizeit und Gesundheit im jeweiligen gesellschaftlichen und privaten Umfeld“.

Das ZIFET unterstützt den Stiftung Lebensspur e.V. durch eigenes soziales Engagement. Die Gründung und der modellartige Aufbau des Kompetenzzentrums dient dem Ziel, die kreativitäts- und innovationsgetriebenen Unterstützungsbedürfnisse von Menschen mit Behinderung mit hohem Gründungs- und Innovationspotenzial in experimentellen Umgebungen anzugehen. Insbesondere sollen virtuelle und reale Innovationslabore gemeinsam von und für Menschen mit Behinderung entwickelt und prototypisch umgesetzt werden.

Competence Center Gesundheitsförderung und Präventionsforschung

Gesundheit, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit gehören zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Kosten für das Gesundheitssystem allgemein, aber auch für einzelne Betriebe sind extrem hoch.

Das Koblenzer "Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Präventionsforschung" ist in diesem Kontext eine innovative Kooperationsplattform unterschiedlicher Akteure, in der die genannten Themenfelder aus wissenschaftlicher sowie transferorientierter Sicht beleuchtet werden. Dazu zählen das Projekt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ (Kooperation mit der Techniker Krankenkasse) und das Projekt „Koblenzer Fitness- und Gesundheitssiegel“ (Kooperation mit Prof. Dr. Dr. Leyk, der den Bereich Prävention beim Sportärztebund Rheinland-Pfalz und beim Deutschen Ärzteblatt für das Fach Sportmedizin verantwortlich ist).