Campus Landau: Gründerlounge mit der BierPojekt Landau eG

Eine weitere Veranstaltung der Gründerlounge-Reihe fand am 22. Juni 2017 im neuen Innovationslabor am Campus Landau statt. Dominik Rommel, Vorstand der BierProjekt Landau eG, war zu Gast und erzählte den Interessierten und zukünftigen Gründern davon, wie es ist, eine eigene Brauerei auf die Beine zu stellen.

Gründerlounge mit der BierPojekt Landau eG

Gründerlounge mit der BierPojekt Landau eG

Bei der Gründerlounge geht es darum, Erfahrungen und Ideen auszutauschen, von Problemen und Erfolgen zu erzählen und sich gegenseitig weiterzuhelfen. Dominik Roedel vom Bierprojekt Landau erzählte also in gemütlicher Runde von den Aufs und Abs einer Brauerei-Gründung: Gemeinsam mit einigen Freunden aus einem Whiskey-Club gründete er vor etwa zwei Jahren die eigene Brauerei mit dem Namen BierProjekt Landau. Aus der „Schnaps-Idee“ der Hobby-Brauer wurde innerhalb von zwei Jahren eine Genossenschaft mit über neunzig Mitgliedern.

Jeder der Genossen besitzt nun einen Teil der Brauerei und erhält dafür ein Mitspracherecht (1 Stimme) bei allen größeren Entscheidungen sowie eine Flasche, in die jederzeit das leckere Landauer Bier nachgefüllt werden kann. Dies ist Teil des Finanzierungskonzepts der Brauerei. Mit dem Geld der Genossen konnten die ersten Anschaffungen getätigt und die ersten Liter Bier gebraut werden.

Die Selfmade-Brauer sind bei ihrer Arbeit auch sehr kreativ: Ständig werden neue Sorten erfunden, gebraut, getestet und auch wieder verworfen. Die Idee für ein starkes Wikinger-Bier beispielsweise entstand aus einer Ladung geschenktem Honig. Daraufhin wurde der Honig nach altem nordischem Rezept mit Kräutern und verschiedenen anderen Zutaten zu Bier verarbeitet.  Während das Wikinger-Bier gut ankam, wurde das Kartoffel-Bier beispielsweise nach dem ersten Probieren lieber schnell wieder eingestellt.

Neben Kreativität steckt auch viel Ideologie in den Genossen. Besonders auf Regionalität wird geachtet. Ein Angebot, das Bier mit Hilfe eines Investors nach China liefern zu können, wurde daher abgelehnt: Wer stets darauf achtet, seine Zutaten so regional wie möglich zu beziehen, um die Transportwege kurz zu halten, kann nicht von der Pfalz nach China liefern – so die Argumentation. Doch auch die Art und Weise, wie die Genossenschaft geführt wird, richtet sich nach der Ideologie der Gründer: Entscheidungen werden grundsätzlich demokratisch gefällt und die Genossen werden alle 8 bis 10 Wochen per Newsletter über die Aktivitäten der Vorstände informiert.

Nach ca. einer Stunde spannender Diskussion, Fragen, Anregungen und Austausch zwischen Gründer Dominik Rödel, zukünftigen Gründern der Universität Koblenz-Landau und dem Team der Gründungskultur Landau, kam die Frage auf, woher man das Bier beziehen kann. Die Antwort: Vom „recht süffigen“ Erdmännchen-Bier über das „White Flamingo“-Weizenbier bis hin zur neuen Sorte PPA (Pfälzer Pale Ale) können die verschiedenen Sorten freitags von 9-18 Uhr in Bügelflaschen direkt bei der Brauerei (Kugler-Mühle in Siebeldingen) gekauft werden. Die Flaschen können dort ebenfalls neu befüllt werden. Samstags gibt es das Bier in der Bengels Bar in Landau zu kaufen (oder die Flaschen neu zu befüllen). Regelmäßig abends genossen werden kann es außerdem im Brennans Pub in Landau.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, ebenfalls eine Brauerei – oder natürlich etwas ganz Anderes – zu gründen, schaut gern bei unseren Veranstaltungen vorbei. Das Team der Gründungskultur Landau unterstützt Studierende und MitarbeiterInnen außerdem in jedem Stadium einer Gründung (von der ersten Idee bis zur Umsetzung) beispielsweise bei Finanzierung durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) oder bei der Beantragung von EXIST-Gründerstipendien. Als Gründerhochschule unterstützt die Universität Landau außerdem Dienstleistungs-Gründungen durch die Bereitstellung beispielsweise von Räumlichkeiten oder Labors.

Mehr zur BierProjekt Landau eG und zu Dominik Roedel unter www.bierprojekt-landau.de

Mehr zu den Angeboten für Gründer unter www.gruendungskultur.de


Datum der Meldung 28.06.2017 00:00
zuletzt verändert: 10.07.2017 15:18

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