Corona-Hilfen für Startups und Selbständige

Die Bundesregierung hat neben der Unterstützung von KMUs nun auch die Unterstützung von Startups ins Auge gefasst.

Im ersten Maßnahmenpaket des Bundesministerium der Finanzen und des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wurden zunächst folgende Sofortmaßnahmen beschlossen:

Neben diesen Maßnahmen sollen ein Zuschuss für Freiberufler, Selbständige und Kleinstunternehmer betroffenen Startups zur Verfügung gestellt werden:

Die Bundesregierung plant kleine Unternehmen und Selbständige mit Corona-Soforthilfen von bis zu 15.000 Euro zu unterstützen (Gesetzesentwurf vom 21.03.2020, Beschluss durch Bundestag und Bundesrat soll im Laufe der Woche vom 23-27.03.2020 erfolgen).
Der Entwurf sieht vor, dass kleine Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate bis fünf Beschäftigte und bis zu 15.000 Euro bei bis zu zehn Beschäftigen erhalten sollen. Insgesamt stehen der Corona-Hilfe bis zu 50 Milliarden Euro für bis zu drei Millionen Selbständigen zur Verfügung

Im Fokus dieses Zuschusses steht vor allem die Deckung der laufenden Kosten eines Startups (Mieten, Pacht). Als Hilfe zur Senkung der Personalkosten ist das Kurzarbeitergeld zu betrachten.

Ab wann wird der Zuschuss verfügbar sein?

Nach dem Beschluss der Corona-Hilfen für Startups und Selbständige wird es noch einige Tage dauern, bis die Hilfen beantragt und auf dem Konto ankommen.

Wie kann der Zuschuss beantragt werden?

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die Hilfen durch die Bundesländer verteilt werden.
In Rheinland-Pfalz wird dafür das „Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz“ (MWVLW) zuständig sein.
Sobald der Gesetzesentwurf beschlossen wurde, finden Sie alle Informationen und weiterführende Links unter: https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/
Das MWVLW hat zudem eine zentrale Stabsstelle für Unternehmenshilfen für alle Branchen eingerichtet (Kontakt: | Tel.: 06131 16 5110.

Welche Vorrausetzungen müssen erfüllt werden?

Die genauen Voraussetzungen zum Erhalt der Zuschüsse sind bisher nicht vollständig klar und könnten vom Land Rheinland-Pfalz abweichend geregelt werden. Dem Entwurf zufolge soll eine Existenzbedrohung oder Liquiditätsengpässe eidesstattlich versichert werden. Genauere Informationen zum Vorgehen in Rheinland-Pfalz finden Sie auch hier unter: https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Allgemeine Tipps in der Corona-Krise für Startups:

  • Prüfen Sie regelmäßig die Informationen des MWVLW, der Bürgschaftsbank RLP (www.bb-rlp.de) und der Investitions- und Strukturbank RLP (, Hotline: 06131 6172-133)
  • Halten Sie ihre Finanzen und ausstehenden Rechnungen im Blick. Es ist wichtig einen möglichst umfassenden Überblick über Ihre Finanzen zu haben, um mögliche Liquiditätsengpässe schnell erkennen und den finanziellen Bedarf abschätzen zu können.
  • Auch wenn sich die Meldungen in Zeiten der Coronakrise überschlagen und Sie mit Ihrem Unternehmen eher „auf Sicht“ fahren müssen, empfiehlt es sich die kommenden Monate dennoch zu planen und dabei verschiedene Szenarien durchzuspielen. Bedenken Sie dabei mögliche Entwicklungen in der Nachfrage ihrer Produkte, der möglicherweise veränderten Angebote bei Lieferanten und Dienstleistern und Einschränkungen durch Homeoffice oder Krankheit.
  • Erstellen Sie einen Notfallplan in einem Worst-Case-Szenario. Denken Sie frühzeitig über mögliche Lösungswege nach. Dabei sollten Sie auch immer die Corona-Hilfen des Bundes und der Länder im Auge behalten werden.

Datum der Meldung 23.03.2020 13:00