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Startseite Campus Koblenz Aktuelles Archiv 2012 Das Klassik-Openair der Koblenzer Universitätsmusik

Das Klassik-Openair der Koblenzer Universitätsmusik

Vor ziemlich genau 270 Jahren kam in Dublin ein Werk zur Uraufführung, dessen Bedeutung und Beliebtheit zugleich bis heute ununterbrochen anhält. Mit dem Oratorium „Messiah“ (Der Messias) schuf Georg Friedrich Händel ein Meisterwerk, was später nicht nur Vorbild ,sondern auch wegweisend für die Entwicklung der geistlichen Musik des christlichen Abendlandes war und ist. Auch wenn heutzutage das knapp dreistündige Werk fast ausschließlich auf das „Halleluja“ reduziert wird, wissen Klassikliebhaber die feinen musikalischen Struktu­ren und emotionalen musikalischen Momente des inhaltlich aus der Geburt, Leiden und Auferstehung Christi bestehenden Mammutwerkes zu schätzen und zu lieben.

Das Oratorium ist aus den europäischen Konzertprogrammen nicht mehr wegzudenken, der Aufführungen gibt es Tausende, Jahr für Jahr, ja vielleicht fast monatlich erklingt Händels „Messiah“ rund um den Erdball. Was gibt es Neues zu entdecken bei einem Werk, was die „Klassik-Gemeinde“ schon fast auswendig mitsingen kann? Es ist eine filigrane Aufführung durch ein kleines professionelles Gesangs- und Instrumentalensemble. Das Werk ist durch­aus dazu geschaffen, Hundertschaften an Musikern zu bedienen. Aufführungen, bei denen Menschenmassen sich auf das Konzertpodium drängen, sind nicht nur durch Bilder dieser Zeit belegt, sondern die Musik bietet dies auch wie von selbst an.

Eine besondere Herausforderung jedoch besteht in der schwungvollen barocken Aufführungsweise, feinsinnig und durchhörbar strukturiert, die vielen emotionalen Abschnitte des Werkes herauszuarbeiten und mit spielerischer Leichtigkeit zu versehen: das Stück einfach zu leben. Diesen barocken Konzertformen haben sich die Ensembles dieser Aufführung ver­schrieben.

Das UNIvokalensemble machte schon in den vergangenen Jahren mit herausragenden Auf­führungen barocker Kantaten und Oratorien auf sich aufmerksam. Die Beschäftigung mit „alter“ Musik gipfelte in die von der Universitätsmusik Koblenz veranstaltete Konzertreihe „Bach in Koblenz“, unvergessener Höhepunkt: die Aufführung der Messe in h-Moll zu UNIMUS 2011. Die 10 jungen Sängerinnen und Sänger, die auch mit ihren alljährlichen a-cappella-Programmen die hohe Kunst des Ensemblesingens in Koblenz und Umgebung prak­tizieren, sind bei den barocken Meistern Bach und Händel zu Hause. Ihre langjährige Be­schäftigung mit der Authentizität der Musik dieser Zeit ist in keine der Aufführungen zu überhören.

Mit der cappella accademia, Leipzig, hat der junge Koblenzer Chor ein kleinbesetztes Instrumentalensemble an seiner Seite, was es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch auf „neuen“ Instrumenten die Klänge des Barock auszuarbeiten und umzusetzen.

Beide Ensembles verbunden versprechen einen unvergesslichen Konzertabend mit einem der größten Werke der Musikgeschichte. Die Leitung hat Universitätsmusikdirektor Ron-Dirk Entleutner, der mit seinen spektakulären Konzertideen in unkonventionellen Klangräumen und der Gründung des Festivals UNIMUS – den Universitätsmusiktagen Koblenz – entscheidend die Koblenzer Musikszene prägte.

Das große Klassik-Openair in Bacharach ist eines der Höhepunkte im der Universitätsmusik Koblenz im Jubiläumsjahr „5 Jahre Universitätsmusiktage / 20 Jahre Junges Symphonieorchester Koblenz“. Mit der Wernerkapelle haben sich die jungen Musiker eine ganz besondere Konzert-Kulisse ausgesucht. Das romantische Wahrzeichen am Rhein und eines der großartigsten Werke der Musikgeschichte – eine Liaison von Musik und Architektur.

 

Informationen: Georg Friedrich Händel, Oratorium „Messiah“, Aufführung in Originalsprache, am Samstag, d. 19.Mai 2012, 19.30 Uhr, Wernerkappelle Bacharach (Regenvariante evang. Kirche St. Peter Bacharach; Solisten, UNIvokalensemble Koblenz, cappella accademia, Leipzig, UMD Ron-Dirk Entleutner; Karten für € 12,- bei der Rhein-Nahe-Touristik in Bacharach und unter www.ticket-regional.de


Datum der Meldung 03.05.2012 07:00
zuletzt verändert: 03.05.2012 13:27

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