43. Arbeitstreffen des Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung (AAG)
14. / 15. November 2008 an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz
THEMA: "Gesprächsarbeit" - Mündliche Kompetenzen in der beruflichen Kommunikation
Das 43. Treffen des „Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung“ fand von Freitag, 14. November, bis Samstag, 15. November 2008 in Koblenz statt. Die lokale Organisation übernahm Michael Klemm.
ORT: Campus Koblenz, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz, D-Gebäude: Raum D238/239
Einladungstext [PDF des Calls for Papers zum Download]
Berufliche Arbeit ist heute zu einem großen Teil „Gesprächsarbeit“ und mündliches Handeln. Ob es um die Koordination alltäglicher interner Arbeitsabläufe geht oder die Motivation von Mitarbeitern, um die Gewinnung oder Betreuung von Kunden und Geschäftspartnern, um die positive Außendarstellung eines Unternehmens und seiner Produkte oder auch um die interne wie öffentliche Bewältigung von Führungsaufgaben oder gar Krisen – ohne kompetente und effiziente mündliche Kommunikation auf den verschiedensten Aufgabenfeldern und Ebenen können Institutionen nicht erfolgreich agieren. Kommunikative Kompetenz oder aber deren Mangel schlagen sich im Image und letztlich auch in den Bilanzen nieder.
Doch was genau sollte man unter ‚Kompetenz’ theoretisch wie empirisch verstehen? Welche mündlichen Kompetenzen sind heute im Beruf gefragt, welche Gesprächstechniken erforderlich? Wie lassen sich diese erforschen, kategorisieren, messen und nicht zuletzt: verbessern?
Die angewandte Gesprächsforschung hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche berufliche Gesprächssorten untersucht, etwa Verhandlungen, Beratungs- und Verkaufsgespräche, Reklamationen, Betriebsbesprechungen – in vielen Anwendungsfeldern und auch im interkulturellen Kontext. Basierend auf dieser Grundlagenforschung wurden Trainingskonzepte entwickelt und zur Optimierung der beruflichen Kommunikation eingesetzt. Die Perspektive lag dabei meist auf dem interaktiven Zusammenspiel, weniger auf den notwendigen individuellen Kompetenzen und Techniken. Mit welchen sprachlichen, nonverbalen, prosodischen Mitteln im Detail demonstriert man zum Beispiel fachliche Kompetenz, Selbstbewusstsein oder Führungsqualitäten, wie sichert man Vertrauen und Glaubwürdigkeit, wie übt man interaktive Dominanz aus, wie meistert man Gesprächskrisen und Konflikte oder wie stellt man professionelle Empathie mit dem Gesprächspartner her? Und mit welchen Methoden kann man solche Techniken erforschen, lernen und vermitteln?
Auf dem Arbeitstreffen wollen wir deshalb den Fokus vor allem auf notwendige individuelle Kompetenzen in der beruflichen Kommunikation legen, auf deren Erforschung im Detail und deren systematische Förderung. Gefragt sind sowohl theoretische Beiträge, etwa zum Kompetenzbegriff, wie Projektvorstellungen und empirische Analysen in unterschiedlichsten Berufsfeldern sowie erprobte Trainings- und Coachingkonzepte.
Programm (PDF)
(Ausführliches Programmheft mit allen Abstracts als PDF zum Download, 4,7MB)
Donnerstag, 13. November
ab 19.00 Warming-up
Freitag, 14. November
ab 8.30 Anmeldung (vor Raum D239)
09.30 - 11.00 Begrüßung und Vorstellungsrunde
11.00 - 11.30 Kaffeepause mit Imbiss
11.30 - 13.00 Vortragsblock
12.15 - 13.00 Walther Kindt: Linguistische Rhetorik und Argumentationskompetenz
13.00 - 14.30 Mittagspause
14.30 - 16.00 Parallele Datensitzungen
14.30 - 16.00 Walther Kindt: Argumentieren
16.00 - 16.15 Kaffeepause
16.15 - 17.45 Vortragsblock
17.15 - 17.45 Birte Pawlack: Jugendliche Anngehörige als ad-hoc-Dolmetscher im Krankenhaus
ab 19.00 Gemeinsame Abendveranstaltung: Weinverkostung und Abendessen
Samstag, 15. November
09.00 - 11.00 Vortragsblock
09.30 - 10.00 Ortrun Kliche: Entwicklung eines Fortbildungsmoduls für zweisprachige Krankenhausmitarbeiter
10.00 - 11.00 Kirsten Nazarkiewicz / Detlef Dolscius / Holger Finke: "Die läuft uns raus, die Suppe, komm Level off in hundertdreißich". Zwischen Standardisierung und Umgangssprache: Wie lässt sich Cockpitkommunikation praxisorientiert trainieren?
11.00 - 11.30 Kaffeepause mit Imbiss
11.30 - 13.00 Vortragsblock
12.15 - 13.00 Rüdiger Vogt: Erklärprozesse im Deutschunterricht
13.00 - 14.00 Abschlussdiskussion mit Imbiss
14.00 Ende des Arbeitstreffens
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