Master Kulturwissenschaft neu (ab WS 2013/14)
Der Masterstudiengang Kulturwissenschaft in Koblenz bietet
- konsequente Forschungsorientierung durch langfristiges Arbeiten an der eigenen Masterarbeit
- individuelle und interdisziplinäre Betreuung wie in einem Graduiertenkolleg - im Schwerpunkt oder nach eigener Wahl
- innovative Schwerpunkte und die Integration in Forschungsprojekte
Zu den wesentlichen Zielen der Kulturwissenschaft in Koblenz gehört die Vermittlung von Kompetenzen, die sowohl in akademischen als auch in praxisorientierten Berufsfeldern heute besonders wichtig sind. Dazu zählen vor allem
- ein breit gefächertes und interdisziplinäres kulturelles und kulturwissenschaftliches Wissen
- kulturtheoretische, kulturanalytische und kulturvergleichende bzw. interkulturelle Kompetenzen - systematisch erworben durch Theoriereflexion, Methodentraining und Praxiserfahrung
- Kompetenzen im Umgang mit Medien(kommunikation) und ein differenziertes Wissen über aktuelle (internationale) Medienkulturen
- ein vertieftes Verständnis von der grundlegenden Sinnlichkeit kultureller Phänomene ("Ethnologie der Sinne")

Intensive Kleingruppenarbeit: Seminar im Master Kulturwissenschaft
Charakteristisch für den Koblenzer Masterstudiengang Kulturwissenschaft sind:
(a) Transdisziplinarität
Die Kulturwissenschaft in Koblenz versteht sich als inter- bzw. transdisziplinär angelegtes Einzelfach, das sich primär über wissenschaftliche Problemstellungen und nicht (nur) über einzelnen Disziplinen zugeordnete "Forschungsgegenstände" definiert. Da "Kultur" immer quer zur fachwissenschaftlichen Spezialisierung steht, ergibt sich zwangsläufig eine Diskrepanz zwischen den Phänomenen und ihrer einzelfachlichen Untersuchung. Transdisziplinär bedeutet also, dass disziplinspezifische Grenzen überschritten, aber nicht aufgehoben werden sollen, auf innerfachliche Expertise also nicht verzichtet werden soll. Der Masterstudiengang Kulturwissenschaft vereint daher die 10 Fächer des Fachbereichs 2 "Philologie und Kulturwissenschaften" zusammen mit der Soziologie in einem integrativen Konzept von Forschung und Lehre, wobei die drei Seminare Ethnologie, Medienwissenschaft und Philosophie des Instituts für Kulturwissenschaft besondere Akzente setzen.
Das Lehrangebot umfasst daher nicht nur Veranstaltungen des Instituts für Kulturwissenschaft, sondern auch Veranstaltungen aller anderen im Fachbereich vertretenen Institute. Ebenso werden Forschungsthemen nicht nur von den Mitgliedern des Instituts für Kulturwissenschaft angeboten, sondern auch von vielen anderen Lehrenden des Fachbereichs, die sich als potenzielle Betreuer für Masterprojekte zur Verfügung stellen.
(b) Forschungsorientierung
Der Master Kulturwissenschaft in Koblenz ist von Anfang an forschungsorientiert, d.h. das Studium verläuft im Rahmen eines individuellen Forschungsprojekts, das – im Rahmen einer intensiven Betreuung – im Verlauf der vier Semester konzipiert, forschend umgesetzt und mit der Masterarbeit verschriftlicht wird. Dabei verorten sich die Studierenden in jeweils größeren Forschungsthemen, die sich durch die Forschungs- und Publikationstätigkeit derjenigen Koblenzer Wissenschaftler ergeben, die sich in der Kulturwissenschaft engagieren und als Betreuer für die Masterprojekte zur Verfügung stehen. Damit zielt der Masterstudiengang in erster Linie auf Studierende, die einen frühen Einstieg in die eigenständige wissenschaftliche Forschung anstreben, ob im Blick auf eine akademische Karriere oder auf andere Berufsfelder, in denen Wissen über und Sensibilität für komplexe kulturelle Phänomene gefragt sind.
Studienverlauf
Der Masterstudiengang "Kulturwissenschaft" verfügt über eine dreiteilige Struktur, die sich aus den Bausteinen: "Allgemeine Kulturwissenschaft", "Vorstrukturierter oder individueller Schwerpunkt" und "Forschungs- und Methodenkompetenz" zusammensetzt. Ab Wintersemester 2013/14 kann man entweder in einem der beiden vorstrukturierten Schwerpunkte ("Ethnologie der Sinne" oder "Internationalität und Transkulturalität der Medien") studieren oder sich selbst aus dem Gesamtangebot der Masterveranstaltungen der 11 beteiligten Fächer und orientiert an der eigenen Masterarbeit ein Studienprogramm zusammenstellen, stets beraten durch den/die Betreuer der Masterarbeit. Detaillierte Informationen können Sie dem Modulhandbuch entnehmen.
- Modulhandbuch Master ab WS 2013/14
- Detailplan Master ab WS 2013/14
- Grafische Darstellung des Masterstudiengangs
(Zum Vergrößern auf die Grafik doppelklicken)
Im ersten Semester werden die Studierenden mit Schlüsselkonzepten der allgemeinen Kulturwissenschaft vertraut gemacht (1.1) und lernen zudem die aktuellen Forschungsthemen der beteiligten Dozenten kennen (1.2). Neben der Teilnahme an den Schwerpunktseminaren erarbeiten sie sich – unterstützt von einem oder mehreren Betreuern ihrer Wahl – ihr Master-Forschungs-Konzept (5.1).
Im zweiten Semester arbeiten die Studierenden außerhalb ihres gewählten Schwerpunkts am Kolloquium Kulturwissenschaft mit (1.3), besuchen ein – für ihr jeweiliges Projekt relevantes – Methodenseminar (5.2) und präsentieren am Ende ihr Master-Forschungs-Konzept (5.3).
Im dritten Semester organisieren die Studierenden im Rahmen der gewählten Forschungsthemen eine wissenschaftliche Veranstaltung (z.B. Tagung mit eigenen Vorträgen, Fachtagung, Workshop, Ausstellung, Publikation, Internetseite) (9.1). Alternativ kann auch ein Forschungsaufenthalt in einer einschlägigen Forschungseinrichtung anerkannt werden bzw. eine empirische Forschung (9.2). Ein Workshop thematisiert die Auswertung der Daten und konzeptuellen Befunde (13.1).
Im vierten Semester wird die Masterarbeit geschrieben (14.1) und anschließend im Rahmen eines Kolloquiums verteidigt (14.2). Unterstützung dabei bietet ein Workshop zum Wissenschaftlichen Schreiben (13.2).
- ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit der Note 2,5 oder besser, bevorzugt im kulturwissenschaftlichen Bereich.Voraussetzung ist zumindest, dass vor Beginn des Master-Studiums sämtliche (Bachelor-)Prüfungen des vorhergehenden Studiengangs erbracht worden sind (Verbindlicher Stichtag: 30. September). In diesem Fall sind Belege / das Transcript of Records über alle bislang im Bachelorstudium erbrachten Prüfungsleistungen und Veranstaltungen einzureichen und kann das Abschlusszeugnis bis zum Ende des ersten Semesters nachgereicht werden.
- Nachweis zweier Fremdsprachen (darunter Englisch, u.a. auch Latein möglich), in der Regel durch das Abiturzeugnis nachgewiesen
- ein Motivationsschreiben (ca. eine Din-A4-Seite), in dem der bisherige Studienverlauf kurz geschildert und deutlich gemacht wird, warum man sich für den Masterstudiengang in Koblenz bewirbt und in welchem Forschungsbereich man das Masterprojekt ansiedeln möchte. Darüber hinaus machen wir bis auf den Umfang bewusst keine weiteren Vorgaben. Schicken Sie dieses Motivationsschreiben bitte unbedingt bis zum 15. Juli auch per Mailanhang an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Kulturwissenschaft, Prof. Klemm: klemm@uni-koblenz.de)
- ggf. der Nachweis über ausreichende Deutsch-Kenntnisse (Test-DaF) und die Anerkennung eines Studienabschlusses im Ausland (über Assist).
Kein BA-Abschluss in Kulturwissenschaft?
Auch Absolventinnen und Absolventen benachbarter Studiengänge (z.B. Ethnologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Medienwissenschaften, Philosophie, Soziologie, Sprachwissenschaften, Volkskunde, ...) werden ausdrücklich ermuntert, sich zu bewerben. Jede Bewerbung wird einzeln geprüft, inwiefern sie zum Koblenzer Konzept passt. Auswahlkriterien sind die Fachrichtung des Bachelor, die Note des Abschlusses sowie die Aussagekraft des Motivationsschreibens.
Ansprechpartner für weitere Fragen zum Verfahren ist Prof. Dr. Andreas Ackermann.

Einige aktuelle Masterarbeitsprojekte im Überblick
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