Studienarbeiten
Wir bieten ständig Themen für Examens- Bachelor- und Masterarbeiten an.Bitte fragen Sie bei den Mitarbeitern der Arbeitsgruppe nach.
Laufende Arbeiten
| Seit dem Zusammenbruch der Nasenbestände an der Nister mit dem Auftreten der ersten Kormorane im Winter 1997/1998 hat sich die Gewässergüte der Nister massiv verschlechtert. Algenblüten und damit einhergehende pH-Werte von teils über 9,5 in Frühjahr und Sommer können nicht alleine durch Veränderungen der Phosphat- und Nitrateinträge erklärt werden. Durch ins Gewässer eingebrachte Betonplatten mit und ohne elektrischen Fischzäunen soll nachgewiesen werden, dass die Nase als herbivorer Fisch in erheblichem Maße zum Eindämmen der Algenblüten und somit zum Erhalt der Gewässergüte beitragen kann. |
| Betreuer: | Dr. Carola Winkelmann |
| Bearbeiter | Daniel Cob Chaves |
Das Verhältnis von RNA zu DNA im Gewebe eines Organismus kann Aufschluss über die aktuelle Wachstumsrate geben. Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Methode etabliert, RNA- und DNA-Konzentrationen von D. villosus zu bestimmen. In einem zusätzlichen Laborexperiment soll überprüft werden, ob das RNA/DNA-Verhältnis tatsächlich mit der Wachstumsrate der Organsimen korreliert. |
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann, Dr. Jutta Meier | |
| Bearbeiter | Dana Michaelis |
| Ich befasse mich für meine Masterarbeit mit dem Vergleich der Stoffwechselleistung bei unterschiedlichen Temperaturen je einer etablierten und einer eingewanderten Gammaridenart (Crustacea). Die kalorimetrische Messung der Stoffwechselleistung unter Laborbedingungen sowie die Quantifizierung der Fett- und Glykogenreserven geben mir Aufschluss über die arttypischen physiologischen Vorgänge im Organismus. Darüberhinaus nehme ich eine taxonomische Charakterisierung der Makrozoobenthos-Artengemeinschaften der beprobten Gewässer vor. |
| Betreuer | Prof. Jochen Koop, Jochen Becker | |
| Bearbeiter | Ana Orias Balderas |
| Meine Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von des eingewanderten Amphipoden Dikerogammarus villosus auf die Artengemeinschaft des Makrozoobenthos der Elbe. Dazu werde ich Proben auswerten, die im Mesokosmosexperiment des Emmy Noether-Projekts gewonnen wurden. Ich werde Proben unterschiedlicher D. villosus-Dichte auszählen und im Hinblick auf Dichte und Größe der anderen Makrozoobenthosarten miteinander vergleichen. |
| Betreuer | Dr. Claudia Hellmann, Dr. Carola Winkelmann | |
| Bearbeiter | Christine Schuh |
Abgeschlossene Arbeiten
In Kooperation mit der Universität Tunceli/ Türkei
| In Rahmen meiner Masterarbeit habe ich in Tunceli (Türkei) die Habitatqualität je eines mit Schwermetallen belasteten und unbelasteten Flusses (Pülümür und Munzur) verglichen. Dies erfolgte durch eine Analyse der Makrozoobenthosbesiedlung und der Messung physiologischer Eigenschaften einiger Invertebraten (Glykogen und Fettreserven). |
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann (Koblenz), Dr. Rahmi Aydin (Tunceli) | |
| Bearbeiter | Zuhal Gültekin |
In Kooperation mit dem Senckenberg Forschungsinstitut (Fließgewässer und Naturschutzforschung)
Obwohl in zahlreichen Renaturierungsprojekten die morphologische Habitatqualität stark aufgewertet wurde zeigt sich vielfach, dass sich die Qualität der Invertebraten-Lebensgemeinschaften durch die Renaturierungen kaum verbessert. Wir haben anhand von 1458 Makrozoobenthos-Proben aus Hessen untersucht inwieweit die ökologische Qualität von Invertebraten-Lebensgemeinschaften von der Gewässerstrukturgüte der Fließgewässer beeinflusst wird. Es zeigte sich, dass neben der lokalen Gewässerstrukturgüte am Ort der Probenahme insbesondere die mittlere regionale Gewässerstrukturgüte im 5 km Umfeld einen starken Einfluss auf den ökologischen Zustand der MZB- Lebensgemeinschaften hat. Ist die mittlere regionale Strukturgüte hoch, so ist auch der ökologische Zustand meist gut, unabhängig von der lokalen Strukturgüte. Ist die mittlere regionale Strukturgüte schlecht, so ist umgekehrt der ökologische Zustand in der Regel schlecht, unabhängig von der lokalen Strukturgüte.
Aus diesen Erkenntnissen lässt sich für zukünftige Renaturierungsprojekte ableiten, dass lokale Strukturverbesserungen insbesondere in Gebieten einer intermediären regionalen Strukturgüte eine ökologische Aufwertung herbeiführen können.
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann (Universität Koblenz-Landau) |
| Prof. Dr. Peter Haase und Dr. Stefan Stoll (Senckenberg Forschungsinstitut) | |
| Bearbeiter | Philippa Breyer |
Diese Arbeit wurde mit dem Hintermann&Weber-Forschungspreis 2012 und dem Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Limnologie 2012 ausgezeichnet.
In einem paarweisen Ökosystemexperiment wurde der Einfluß benthivorer Fische (Bachschmerle, Gründling) auf die Makrozoobenthosgemeinschaft untersucht. Als sublethale Folgen der Prädation wurde eine Reduktion von Reservestoffen (Triglyceride) bei einzelnen Arten festgestellt. Im Rahmen dieser Bachelor Arbeit soll untersucht werden, ob sich diese Reduktion gespeicherter Energie auf den Fortpflanzungserfolg dieser Arten auswirkt.
Dazu sollen die Anzahl der Eier adulter Wasserinsekten aus Emergenzproben bestimmt werden, die jeweils in Anwesenheit oder Abwesenheit der Fische gewonnen wurden.
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann | |
| Bearbeiter | Anne-Katrin Wagner |
Um die Bedeutung invertebrater Weidegänger für die Steuerung der Biomasse autotropher Biofilme in Fließgewässern abschätzen zu können, soll die Wachstumsrate von Biofilmen mit der Konsumtionsrate benthischer Weidegänger verglichen werden. Dieser Vergleich erfolgt in einem dynamischen Modell uns setzt die Kenntnis der phosphor- und lichtlimitierten Wachstumsraten voraus. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit, sollen Wachstumsraten bei verschiedenen Licht und Phosphorkonzentrationen experimentell bestimmt werden.
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann | |
| Bearbeiter | Andrea Merz |
In Zusammenarbeit mit der Universität Trier, Geographie-Geowissenschaften
Benthische Makroinvertebraten sind einem hohen Prädationsrisiko durch Fische ausgesetzt. Mit Hilfe der Drift können sie auf einfache und kraftsparende Weise dem Zusammentreffen mit dem Prädator enfliehen. Um genauere Erkenntnisse über den Einfluss der Fische auf die Driftraten von Makrozoobenthosarten zu erlangen, wurden in einem großangelegten Langzeitversuch die Driftraten in zwei ähnlichen Bächen über mehrere Jahre gemessen und in dieser Arbeit vergleichend ausgewertet.
| Betreuer | Dr. Carola Winkelmann | |
| Bearbeiter | Carla Faber (Universität Trier) |
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