Gesamtkonzept BioGeoWissenschaften

Die Biosphäre ist  durch Wechselwirkungen auf allen räumlichen Skalen (von der molekularen Ebene bis zum Ökosystem) gekennzeichnet, die den engen Rahmen der Einzeldisziplinen Biologie, Chemie, Geographie und Physik sprengen. Ein funktionales Verständnis ökosystemarer Prozesse erfordert interdisziplinäre Ansätze. Dem tragen wir mit dem integrierten Gesamtkonzept "BioGeoWissenschaften" Rechnung, das die enge Verzahnung eines interdisziplinären, anwendungsorientierten Bachelor-Studiengangs mit einem forschungsorientieren, konsekutiven Master-Studiengangs vorsieht, der für ein umweltwissenschaftliches Promotionsstudium qualifiziert. (Flyer zur Kurzinformation).

Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Ökologische Folgenforschung, also die Abschätzung direkter und indirekter ökologischer Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Biodiversität und  Landschaftsstruktur. Die Beurteilung erfolgt mit naturwissenschaftlicher Methodik, wobei zugleich sozioökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen mit einbezogen werden.

Die ökologische Folgenforschung basiert auf:

  • der Erfassung des ökosystemaren Ist-Zustandes (Biodiversität, Landschaftsstruktur und landschaftsökologische Funktionen, Kontamination)
  • Risikoanalyse und -monitoring durch qualitative und quantitative Erfassung von Ökosystemveränderungen durch physikalische, chemische, biologische und geographische Untersuchungen.

  •  Abschätzung der Auswirkungen geplanter oder bereits umgesetzter Maßnahmen auf Ökosysteme und Erarbeitung von Möglichkeiten zur Minimierung negativer Effekte.
  • Bewertung, Aufbereitung, Darstellung und Kommunikation von Ergebnissen und Handlungsmöglichkeiten an Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

 

last modified Oct 14, 2010 04:13 PM

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