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Startseite Campus Koblenz Fachbereich 4: Informatik Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik Professur Grimm Projekte SOAVIWA: Eine Service-orientierte Absicherung von virtuellen Waren

SOAVIWA: Eine Service-orientierte Absicherung von virtuellen Waren

Beteiligte Personen

Dauer

01.04.2008 - 30.06.2010

Kurzbeschreibung

Das Internet bietet nicht nur neue Vertriebswege traditioneller Waren und Dienstleistungen (z.B. Bücher und Bahnfahrkarten), sondern es ist auch das Transportmittel digitaler Waren (z.B. MP3-Musik). Die Perspektive der Internetökonomie beschränkt sich nicht auf Musik oder auf die Unterhaltungsbranche, sondern erstreckt sich über alle medialen Ausdrucksformen und vielfache Anwendungskontexte wie Unterhaltung, Bildung, etc..

Jeder Inhalt ist werthaltig, auch wenn er - wie bei vielen Angeboten der Bildung - Gegenstand öffentlicher Angebote ist. In diesem Sinne unterliegt der Austausch von digitalem Content Wertschöpfungsprozessen, für die Sicherheitsbetrachtungen zum Ausgleich von Interessens­konflikten erforderlich sind. Für die Analyse, Modellbildung und Implementierung der Geschäftsprozesse werden Methoden der Wirtschaftsinformatik eingesetzt. Für die Werteabsicherung werden Methoden der IT-Security eingesetzt.

An dieser Stelle soll das Projekt "Sicherheits- und Prozessmodelle virtueller Waren in Peer-to-Peer-Netzen mit einer Service-orientierten Infrastruktur unterstützender Dienstleistungen" angreifen. Die Fragestellungen bilden sowohl eine theoretisch-wissenschaftliche Herausforderung, als auch eine praktische Perspektive. Die Herausforderung lautet:

Das Internet soll als Vertriebsweg für Anbieter virtueller Waren und als Austauschplattform unter Nutzern eingerichtet werden. Das geschieht in der Weise, dass die technischen Netze ihre Konnektivität ausspielen können und dabei die unterschiedlichen Interessen der Anbieter (Beschränkung von Zugang und Nutzung) und der Nutzer (Freiheit von Zugang und Nutzung) ausgeglichen sind. Die P2P-Netzarchitektur, in der Nutzer als Anbieter auftreten können und umgekehrt, ist dafür gut geeignet. Damit das aber zuverlässig, sicher und fair zugeht, wird eine Infrastruktur unterstützender Dienstleistungen gebraucht, zum Beispiel zum Bezahlen und zur Interpretation von Rechten. Für diese Infrastruktur ist die Service-orientierte Architektur (SOA) nach dem asymmetrischen Client-Server-Modell gut geeignet.

Das ist eine technische Herausforderung an die Bereitstellung einer Kooperationsinfrastruktur, die die rechtlichen und ökonomischen Randbedingungen einhält. Stichworte auf dem Lösungsweg sind digitale Rechte, Zugangskontrolle, Medienmanagement, digitales Bezahlen, P2P-Prozesse und Service-orientierte Architekturen.

Das Forschungsziel dieses Projekts ist dreigliedrig: erstens eine systematische Darstellung des State-of-the-Art bestehender Geschäftsmodelle virtueller Waren und ihrer Schutzfunktionen; zweitens der Entwurf einer P2P Netzarchitektur für den Vertrieb virtueller Waren mit einer Service-orientierten Infrastruktur unterstützender Dienstleistungen; dieses stützt sich auf ein Sicherheits- und Prozessmodell, das Analysemethoden der IT-Security und der Wirtschaftsinformatik sowie Entwurfstechniken der Service-orientierten Architektur einsetzt; drittens die Umsetzung des Entwurfs in Form einer prototypischen, zur weiteren Nutzung funktions- und geschäftstüchtigen Infrastruktur von Dienstleistungen; die Umsetzung enthält weiterhin Vorschläge für Standards und die Unterstützung eines internationalen Netzwerks aus vergleichbaren Initiativen.

Geldgeber

Stiftung Rheinland-Pfalz für Innovation

zuletzt verändert: 07.02.2011 17:51

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