Wege zur kommunalen Zukunftsfähigkeit

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Andreas Reinéry, MA Bad Berleburg

Die Hälfte der NRW-Kommunen führt angesichts des finanziellen Defizits ein Haushaltssicherungskonzept. Das zusammenwachsende Europa, die Globalisierung, der Niedergang städtischer Infrastruktur verlangen nach Strategien und Wege aus der Krise. Die Arbeit soll einen Einblick in die Notwendigkeit der Zukunftsorientierung geben, was Zukunftsfähigkeit determiniert, was sie fördert oder hemmt. Welche Handlungsstrategien sind Erfolg versprechend, wo doch die Kommunen zunehmend dem Verlust ihrer Handlungs- und Entscheidungsspielräume, dem wachsenden Verlust ihrer Selbstverwaltung ausgesetzt sind.
Die Arbeit soll eruieren, ob und wie nordrheinwestfälische Kommunen Zukunftsfähigkeit definieren und anstreben, was die Determinanten und Parameter für kommunale Zukunftsfähigkeit sind, erfolgreiche Beispiele kommunaler Zukunftsorientierung sollen identifiziert, Erfolgsparameter benannt werden.
Wie kann es gelingen, dass Kommunen nicht passiv administrativ, sondern aktiv gestaltend den Wettbewerb um Attraktivität gewinnen und so dauerhaft interessant für Bürger und Wirtschaft werden und einen Mehrwert generieren, der die Kommune für die Zukunft positioniert?
Wodurch kann von Kommunen als Keimzelle der Gesellschaft eine darüber hinausgehende Wertschöpfung erwartet werden?
Welchen Beitrag zur kommunalen Zukunftssicherung bringen Strategien zur Verwaltungsmodernisierung, sind Benchmarking und ergebnisorientierte Steuerung, die Produkte als Informationsträger, Kennzahlen und Indikatoren geeignete und richtige Strategien mit Blick auf die Tauglichkeit als Zukunftssicherung?
Wie kann den Herausforderungen der demografischen Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur begegnet werden, welche Relevanz hat z.B. die Lissabonstrategie?

Die NRW-Enquetekommission "Zukunft der Städte in NRW" hat kommunale Entwicklungsperspektiven und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Es soll bei kommunalen Führungsebenen eruiert werden, ob und welche Zukunftskonzepte entworfen werden, worin Zukunftsfähigkeit gesehen und wie sie angestrebt wird. Es sollen die für Kommunen relevanten Maßnahmen, Reformen und Instrumente bei Behörden und Einrichtungen daraufhin geprüft werden, ob ihre Anwendung Erfolg hat. Warum sind manche Erneuerungsaspekte erfolgreich und leisten damit einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit, andere eher nicht.
Es soll ersichtlich werden, welche kommunalen Zielsetzungen als prioritär betrachtet werden. Die Arbeit soll einen Beitrag zur Analyse hinsichtlich des jeweils eigenen Stands der Entwicklung im Konzert der Kommunen leisten, Inspiration und Anregung für Politik und Verwaltung geben, sich auf den Weg zur Zukunftsgerichtetheit zu machen.

Biography

  • Jahrgang 1964
  • 1980-1986 Polizeibeamter NRW, Streifenführer im Kreis Rhein-Berg
  • 1985-86 Besuch der Höheren Landespolizeischule Münster als Kommissaranwärter, Fachhochschulreife
  • 1986-1990 Studium FH des Bundes für öffentliche Verwaltung in Köln u. Dieburg Diplom Verwaltungswirt
  • 1990 Stellenleitung Verwaltungs-Postamt Gummersbach
  • 1990-1992 Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg im Stab des Oberkreisdirektors Studium Wirtschafts-/Verwaltungsakademie Koblenz Diplom Betriebswirt (berufsbegleitend) Fremdsprachenkorrespondent Handels- und Wirtschaftsenglisch Chamber of Commerce and Industry London, IHK Köln Kenntnisse in Italienisch und Französisch
  • 1993-1995 Regierungsoberinspektor und Entscheider beim Bundesamt für die Anerkennung politischer Flüchtlinge Köln für Nahost, Nordafrika, Balkan
  • 1995-1998 Regierungsamtmann im Stabsreferat des Vorstands der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Bonn, Entwicklung von Zukunftskonzeptionen, Anpassung an die Postreform Ergänzungsstudiengang VWA Koblenz Kommunale Steuerung(berufsbegleitend)
  • 1998-2003 Bundesrechnungshof, Prüfungsamt Köln Prüfungsbeamter Regierungsoberamtsrat, Projekte im National Audit Office in London Vergabeausschuss Gemeinde Morsbach, Aufsichtsratmitglied der Morsbacher Entwicklungsgesellschaft mbH, Beteiligung im Marketing + Agendaprozess und der Initiative Forum21, Vorstand des SPD- Unterbezirks Oberberg Gasthörer FernUni Hagen: "Verwaltungsmodernisierung", Neue Steuerung, kommunale Politik
  • 2002-2004 Studium Europäisches Verwaltungsmanagement, Brühl, London, Master of European Management Administration, Master of Arts (berufsbegleitend)FH für Verwaltung und Rechtspflege Berlin, FH Bund für Öffentliche Verwaltung Brühl, Masterarbeit: "Der Einfluss des Europäischen Rechts auf die kommunale Selbstverwaltungshoheit am Beispiel der FFH-Richtlinie"
  • ab 2003 Erster Beigeordneter, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, Finanzdezernent und Wirtschaftsförderer der Stadt Bad Berleburg
  • 2006-7 Studium Wirtschaftsförderung an der Fachhochschule Mittelstand in Bielefeld Abschluss: Wirtschaftsförderer (FH) (berufsbegleitend)

Mitglied im Deutsch-Britischen Gesellschaft und Transperancy International, Trainer im Jugendfußball, Freizeitleiter für junge Erwachsene beim Bund der Katholischen Jugend, Lizenzen für Küsten- und Binnenschifffahrt, Segel- und Deltaflyer, Familie, Vater von sieben Kindern, Sport, Europa und Kulturen, Studienreisen in die USA, Nahost, Europa, Japan, Iran

What
  • Kolloquium WI-Forum
When Dec 20, 2007
from 04:00 PM to 06:00 PM
Where D 239, Aula
Attendees öffentlich
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