Bologna-Erklärung

Ziele
Gemäß der Leitidee eines „Europas des Wissens“ wurden mit der Bologna-Erklärung folgende Ziele festgelegt:
- Vergleichbarkeit der Abschlüsse,
- Employability, im Sinne einer grundsätzlichen Beschäftigungsfähigkeit,
- Vereinheitlichung der Studienzyklen, d.h. die Unterscheidung zwischen Bachelor-, Master- und Doktoratsphase,
- Leistungspunkte als eine Art gemeinsamer Bildungswährung,
- Mobilität als Ziel und Ausdruck der Öffnung der Teilsysteme
- sowie, als Rahmen, eine umfassende Qualitätssicherung.
Infolge der bildungsministeriellen Kommuniqués von Berlin 2003 und London 2007 wurde der Zielkatalog um weitere Punkte ergänzt:
- Bildung als öffentliches Gut,
- Demokratie,
- Chancengleichheit,
- akademische Freiheit,
- institutionelle Unabhängigkeit und Gleichberechtigung der Studierenden.
Studienreform
Die durch die Bologna-Erklärung notwendig gewordene Studienreform des europäischen Hochschulraums beinhaltet unter anderem ein neues, gestuftes Studiensystem. Hiernach werden die bisherigen Hochschul-Studiengänge (z.B. Diplom oder Magister Artium) ersetzt durch Bachelor- und Master-Studiengänge. In die Umsetzung dieses Systems wird auch die Vermittlung überfachlicher Qualifikationen, so genannter Schlüsselkompetenzen, mit einbezogen und durch gesonderte Kurse in die neuen Studiengänge integriert.
Weitere Informationen zum Bologna-Prozess und der daraus folgenden Reform können Sie den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Hochschulrektorenkonferenz entnehmen. Empfehlenswert ist außerdem der von der Hochschulrektorenkonferenz herausgegebene Reader:
Hochschulrektorenkonferenz (Hrsg.) (2007): Bologna-Reader II. Neue Texte und Hilfestellungen zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses an deutschen Hochschulen. Bonn: HRK.
Bildungspolitische Grundlagen: Was heißt Bologna-Prozess?
Auf der Grundlage der Sorbonne-Deklaration (1998) zwischen den Bildungsministern Frankreichs, des Vereinigten Königreichs, Italiens und Deutschlands wurde im Juni 1999 mit der Bologna-Erklärung eine Initiative gestartet, die darauf abzielt, das Hochschulwesen in den einzelnen europäischen Ländern zu vereinheitlichen und damit die Studiengänge und -abschlüsse vergleichbarer zu machen. Die Vorbereitung und Umsetzung dieser Erklärung, die von VertreterInnen aus 29 europäischen Ländern in Bologna unterzeichnet wurde, wird als Bologna-Prozess bezeichnet.
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