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Schlüsselkompetenzen

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Was sind Schlüsselkompetenzen?

Schlüsselkompetenzen (auch Schlüsselqualifikationen, Soft Skills oder überfachliche Fähigkeiten genannt) stehen prinzipiell den Fachkompetenzen gegenüber bzw. ergänzen diese durch Fähigkeiten, die unabhängig von Fachwissen erlernt und angewandt werden können.

 

Es existieren viele Ansätze hinsichtlich eines Katalogs all jener Fähigkeiten, die zu den Schlüsselkompetenzen zählen. Dem EU-Kommissionsvorschlag „Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen. Ein europäischer Referenzrahmen“ zufolge sind damit acht Aspekte gemeint:

  1. muttersprachliche Kompetenz
  2. fremdsprachliche Kompetenz
  3. mathematische/naturwissenschaftliche Kompetenz
  4. Computerkompetenz
  5. Lernkompetenz
  6. interpersonale, soziale und Bürger-Kompetenz
  7. unternehmerische Kompetenz
  8. kulturelle Kompetenz

 

Dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen wird, besonders in Folge der Bologna-Erklärung, deshalb so große Beachtung geschenkt, weil nicht nur das Fachwissen selbst der entscheidende Faktor für akademischen und beruflichen Erfolg ist, sondern auch das Vermögen, sich fachliche Inhalte systematisch anzueignen, sie auszuweiten und zu transferieren oder sich gegebenenfalls auf komplett neue Inhalte einstellen zu können.

Hochschulpolitische Rahmung

Hochschulpolitisch zeichnet sich ein ambivalentes Bild ab, wenn es um die Positionen zu Schlüsselkompetenzen und die Realisierung entsprechender Angebote geht:

Während die einen beispielweise die Forderung nach einem systematischen Erwerb von Schlüsselkompetenzen als eine curriculare Zusatzlast ansehen, bewerten dies andere als residualen Freiraum innerhalb verschulter Stoffdichte. Während die einen dabei eine Fortsetzung der Instrumentalisierung der Hochschulen für den Arbeitsmarkt vermuten, hoffen die anderen wiederum auf dringend erforderliche reflexive Studien- bzw. Entwicklungskomponenten.

Entsprechend unterschiedlich sieht es auch bei der Umsetzung der Angebote innerhalb der Hochschulen aus: Die einen setzen eher auf die Integration der Schlüsselkompetenzen in das bestehende fach(wissenschaft)liche Angebot, die anderen sehen die Notwendigkeit eines zusätzlichen Ergänzungsangebotes bzw. einer außerfachlichen Bündelung der Schlüsselkompetenzen. Die Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz hat sich dazu entschieden, das Angebot im Bereich Schlüsselkompetenzen zentral zu koordinieren und ein studiengangübergreifendes Angebot zu schaffen. 2006 wurde deshalb das „Programm Schlüsselkompetenzen“ (PSK) für die nicht-lehramtsbezogenen Bachelor- und Master-Studiengänge der Hochschule eingerichtet. Details zur Positionierung des PSK der Uni Koblenz hinsichtlich der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen sind im Koblenzer Konzept beschrieben.

last modified Feb 22, 2011 07:42 PM

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