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Koblenzer Konzept

Vorbemerkung

Die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wurde gemäß der Bologna-Erklärung explizit in die Lehre an deutschen Hochschulen aufgenommen. Die entsprechende Umsetzung wird an den einzelnen Universitäten jedoch nach unterschiedlichen Ansätzen praktiziert.

Die Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz hat sich dazu entschieden, das Angebot im Bereich Schlüsselkompetenzen zentral zu koordinieren und ein studiengangübergreifendes Angebot zu schaffen. 2006 wurde deshalb das „Programm Schlüsselkompetenzen“ (PSK) für die nicht-lehramtsbezogenen Bachelor- und Master-Studiengänge der Hochschule eingerichtet.

Das Selbstverständnis des PSK am Campus Koblenz

Zentrale Koordination

Derzeit richten sich die Angebote des PSK an ca. 350 bis 400 Studierende pro Semester. Die durch das PSK vollzogene Bündelung der Schlüsselkompetenz-Angebote ermöglicht es

  • den Studierenden aus unterschiedlichsten Studiengängen gemeinsame Kurse anbieten zu können und
  • auch Fachbereichen mit wenigen Studierenden die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen zu garantieren. Dies wiederum vermeidet mögliche Verzögerungen im Studienverlauf.

Das Koblenzer Konzept für Schlüsselkompetenzen grenzt sich jedoch von jenen Programmen ab, die in einer zentralen Koordination des Lehrangebots im Bereich Schlüsselkompetenzen allein einen kapazitären Synergie-Effekt sehen. Vielmehr zielt die zentralisierte Kursorganisation darauf ab, die inhaltliche und didaktische Qualität der Kurse zu sichern, da sie systematisch in den Blick genommen werden kann. So sollen die Angebote des Campus Koblenz auf einem gemeinsam geteilten Grundverständnis hinsichtlich des Vermittlungsanspruches fußen.

Kursinhalte als Basis von Denken und Handeln

Das Ziel des PSK besteht darin, den im Kontext der Berufsrelevanz von Schlüsselkompetenzen geäußerten Gedanken der ‚Employability‘ nicht allein auf ‚Arbeitsmarkt-Funktionalität‘ zu reduzieren, sondern Bildung und Beruf als grundlegende Aspekte der menschlichen Teilhabe an Gesellschaft zu verstehen. Insofern zielen die Kursangebote des PSK grundsätzlich auf

  • die Befähigung zu kritisch-reflexivem Denken und
  • das in seiner Intentionalität begründete Handeln im Kontext der individuellen Lebensentwürfe der Studierenden.

Das PSK nimmt damit Abstand von einer einseitigen Ausrichtung der Kurseinheiten auf potentiell berufsrelevante Inhalte, ohne diese jedoch gänzlich auszublenden. Schlüsselkompetenzen sind in diesem Sinne kein Set von schematisierten Fertigkeiten, die in einer auf Verhaltenstraining ausgerichteten Didaktik einzuüben wären. 

Kurskonzeption als Kombination von Theorie und Praxis

Die Konzeption der Kurse fußt auf der Mitarbeit und Erfahrung zahlreicher Mitwirkender. Neben den fachlich-inhaltlichen ExpertInnen werden auch VertreterInnen der regionalen Wirtschaft, der Verwaltung sowie aus Institutionen des Non-Profit-Bereichs mit eingebunden, ebenso wie natürlich die Lehrbeauftragten, die die entsprechenden Kurskonzepte im Seminarraum umsetzen.

Durch die Einbindung jener PartnerInnen aus Wissenschaft und Praxis sowie den regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit Lehrbeauftragten und Studierenden versteht sich das PSK als ein theoriegeleitetes Praxismodell, das mit Hilfe aller Beteiligten reflektiert, diskutiert und fortgeschrieben wird.

last modified Oct 24, 2011 04:00 PM

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