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Startseite Campus Landau Aktuelles Archiv 2010 Wissenschaftsvermittlung in den Medien: 2. DFG-Rundgespräch zum Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ tagt in Landau

Wissenschaftsvermittlung in den Medien: 2. DFG-Rundgespräch zum Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ tagt in Landau

Jeden Tag sind Menschen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen konfrontiert, sei es bei der Strahlenauswirkung von Handymasten, in Form neuer medizinischer Therapien oder bei Fragen rund um gesunde Ernährung. Gleichzeitig sind sie auf Experten angewiesen, die das Fachwissen in allgemeinverständliche Sprache übersetzen. Diesem Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und der Mittlerfunktion von Journalisten widmet sich unter anderem das Schwerpunktprogramm „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Vom 18. bis 19. November tagen die am Schwerpunktprogramm beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität in Landau im Rahmen eines Rundgesprächs. Zwei Tage davor findet die DFG-Herbstschule statt, in der die am Programm beteiligten Doktorandinnen und Doktoranden den Status ihrer Promotionsvorhaben vorstellen und von den Professorinnen und Professoren beraten werden. Initiiert hat das Schwerpunktprogramm Prof. Dr. Rainer Bromme von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 18 Projekte hat die DFG unter über 80 Anträgen für die Sonderförderung ausgewählt, darunter drei Projekte, an denen Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau beteiligt sind. Prof. Dr. Michaela Maier vom Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik und Sprechwissenschaft mit dem Projekt „Verstehen fragiler und kontroverser wissenschaftlicher Evidenz in Medien- und Rezipientenframes am Beispiel von TV-Wissenschaftsmagazinen“ und Prof. Dr. Wolfgang Schnotz (Pädagogische Psychologie) mit den beiden Projekten „Wissenskonstruktion anhand von Texten und Bildern mit konfligierenden Informationen aus dem Internet“ sowie „Adressantenspezifische Aufbereitung von Wissen mit konfligierender Evidenz in Museen“.

Eine der Fragestellungen des Schwerpunktprogramms ist, wie Medien mit der Erkenntnis umgehen, dass wissenschaftliche Ergebnisse einerseits fragil sind und somit morgen bereits überholt sein können und andererseits kontrovers sind, sprich verschiedene Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können. So untersuchen die Forscher um Kommunikationswissenschaftlerin Michaela Maier, in wieweit unterschiedliche TV-Formate (personalisiertes Fallbeispiel, Lehrfilm und Experten-Diskurs) unterschiedlich gut geeignet sind, diese spezielle Eigenschaft von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vermitteln. Eine große Experimentalstudie wurde vergangene Woche abgeschlossen. Erste Ergebnisse werden bei dem Rundgespräch bereits vorgestellt werden können.

Am Donnerstag, 18. November, findet von 18 bis 19 Uhr, im Kleinen Saal der Landauer Festhalle die öffentliche Podiumsdiskussion „Die Wissenschaft hat festgestellt... Journalismus und wissenschaftliche Unsicherheit als Normalfall wissenschaftlicher Praxis“ statt. Unter der Moderation von Prof. Dr. Rainer Bromme diskutieren Prof. Dr. Georg Ruhrmann, Kommunikationswissenschaftler aus Jena, Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung Dr. Christina Berndt, Steve Ayan vom Wissenschaftsmagazin „Gehirn & Geist“ sowie Dr. Irene Meichsner, freie Wissenschaftsjournalistin (u.a. DIE ZEIT).
 

Kontakt:
Pressestelle, Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: theil@uni-koblenz-landau.de

Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik und Sprechwissenschaft
Prof. Dr. Michaela Maier
E-Mail: maier@ikms-uni-landau.de


Datum der Meldung 15.11.2010 00:00
zuletzt verändert: 15.11.2010 17:37

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