Home Campus Landau Aktuelles Archiv 2010 Erste Senior-Forschungsprofessur an der Universität Koblenz-Landau: Würdigung für Bildungsforscher Prof. Dr. Andreas Helmke

Erste Senior-Forschungsprofessur an der Universität Koblenz-Landau: Würdigung für Bildungsforscher Prof. Dr. Andreas Helmke

Erste Senior-Forschungsprofessur an der Universität Koblenz-Landau: Würdigung für Bildungsforscher Prof. Dr. Andreas Helmke

Erster Seniorforschungsprofessor an der Universität Koblenz-Landau: Prof. Dr. Andreas Helmke

Bildungsforscher Andreas Helmke ist Inhaber der ersten Senior-Forschungsprofessur an der Universität Koblenz-Landau. Sie ist - neben einer Forschungsprofessur in Mainz - eine von derzeit zwei solcher Professuren in Rheinland-Pfalz. Mit der Senior-Forschungsprofessur hat das Land die Möglichkeit ausgedehnt, Wissenschaftler auch nach dem 65. Lebensjahr für Forschungsarbeiten weiterzubeschäftigen, wenn deren Forschungskompetenz von besonderer Bedeutung für die Universität ist.

Andreas Helmke gilt als einer der renommiertesten Bildungsforscher in Deutschland. Er ist Vater von Vergleichsstudien wie VERA oder DESI und wirkte an PISA und TIMMS mit. Die Forschungsprofessur kommt dem gebürtigen Kassler sehr gelegen, laufen derzeit an seinem Institut große Projekte, deren Abschluss ihm neben der Doktorandenbetreuung am Herzen liegen.

Nach Tätigkeiten an der Universität Konstanz und dem Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München entschied sich Helmke 1993 bewusst für Landau und gegen Berlin. „Ich wollte Lebensqualität und keine Millionenstadt mehr“. Auch sei es dank moderner Kommunikationstechniken nicht von Nachteil, an einer kleinen Universität in einer ländlichen Region zu arbeiten. Trotz attraktiver Rufe an andere Universitäten ist er daher Landau treu geblieben.

Die Bildungsforschung zieht sich wie ein roter Faden durch Helmkes Forscherle-ben, gerade heute eine spannende Aufgabe, wie der Psychologe bekennt. Denn die Politik benötige dringend empirische Grundlagen für Entscheidungen im Bildungssystem. „Ohne verlässliche Datenbasis kann man Unterricht nicht entwickeln“, bekräftigt Helmke. Früher waren Begriffe wie Evaluation, Lernstand oder Qualitätssicherung anstößig, erinnert sich der Psychologe. Heute dagegen würden Schulen als rückständig gelten, die dies nicht kennen. Derzeit erforscht Helmke mit seinem Team im Auftrag der Kultusministerkonferenz, wie man mit Unterrichtsdiagnostik Schule nachhaltig verbessern kann. Die Werkzeuge wurden bereits umfassend erprobt. Ab 2011 sollen sie bundesweit in Schulen, Studienseminaren und Universitäten zum Einsatz kommen.

Helmke war viele Jahre in der universitären Selbstverwaltung als Dekan und Prodekan aktiv. Er hat das DFG-Graduiertenkolleg „Unterrichtsprozesse“ am Campus Landau mitkonzipiert und -aufgebaut. Helmke ist auch Berater des Bildungsministeriums: Er berät die Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbständigkeit (AQS) des Landes, die Schulen auf dem Weg zu fortschreitender Schulqualität unterstützt. Eine ähnliche Position bekleidet Helmke für das Erziehungsministerium in Vietnam. Viele seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse konnten in dem südostasiatischen Land erfolgreich umgesetzt werden, nachhaltig unterstützt durch Dr. Tuyết Helmke – Ehefrau und Mitglied des Landauer Teams.

Kontakt:
Pressestelle, Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: theil@uni-koblenz-landau.de


Date of news Nov 03, 2010 12:00
last modified Nov 03, 2010 11:20

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