Startseite Campus Landau Aktuelles Archiv 2012 Ökologie, Zivilcourage und Musikerziehung: Themen und Träger des Landauer Universitätspreises 2011

Ökologie, Zivilcourage und Musikerziehung: Themen und Träger des Landauer Universitätspreises 2011

Zum 20. Mal verleiht der Freundeskreis der Universität in Landau in einer Veranstaltung am Donnerstag, 24. Mai, um 19.00 Uhr im Festsaal der Universität in der Bürgerstraße den Landauer Universitätspreis 2011. Die Preisträger heißen Mirko Bundschuh, Anna Halmburger und Nina Scholz. Den Festvortrag hält der frühere Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG Edzard Reuter aus Stuttgart. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Reuter spricht zum Thema „Naturwissenschaftliche Exzellenz und klassische Bildung – ein Widerspruch?“ Die Preise verleihen der Landauer Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer und der Präsident der Universität Koblenz-Landau, Prof. Dr. Roman Heiligenthal. In einem kurzen Rundgespräch werden die Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten vorgestellt, moderiert von Paul Schwarz. Außerdem erhalten Dr. Gerd-Jürgen Richter und Heinz Buckel die Ehrenmitgliedschaft des Uni-Freundeskreises.

Unipreisträger Bundschuh

 

Ganz in der Ökologie verwurzelt ist das Thema der 176-seitigen preisgekrönten Dissertation (Note: summa cum laude) von Mirco Bundschuh: „Ozonierung von Abwasser als tertiären Reinigungsschritt zur Reduktion der Mikroverunreinigung. Eine ökologische Untersuchung unter Verwendung verschiedener Ebenen biologischer Komplexität“. Bundschuh hat in seiner englisch geschriebenen Arbeit ein System entwickelt, mit dem sich die weitgehende Reinigung von Abwässern z.B. durch Ozonbehandlung ökotoxikologisch bewerten lässt. Nach erfolgter Etablierung konnte er dieses System sehr erfolgreich im Labor, aber auch direkt in Kläranlagen einsetzen und so einen entscheidenden wissenschaftlichen Beitrag zur Aufklärung der Wirkung so genannter Mikroschadstoffe (Arzneimittelrückstände, Biozide, Pestizide) aus Kläranlageneinleitungen auf Gewässer leisten. Als Gutachter fungierte Prof. Richard Lim von der Universität of Technology im australischen Sydney, ein anerkannt internationaler Experte auf dem Themengebiet dieser Arbeit.

 

In der Kategorie „Beste Magister- Diplom- oder Zulassungsarbeit“ ist in diesem Jahr Anna Halmburger erfolgreich: „Ein Prozessmodell der Zivilcourage. Ungerechtigkeitssensibilität als Prädiktor zivilcouragierten Verhaltens vermittelt über subjektive Wahrnehmung eines Normbruchs und moralische Emotionen“. Die 215-seitige Arbeit untersucht Zivilcourage als eine gesellschaftlich relevante Art prosozialen Verhaltens. Die zentrale Frage von Halmburger bezieht sich darauf, welche Eigenschaften der Person, ihre Wahrnehmung der Situation und ihre emotionale Reaktion bedingen, ob die Person gegen einen beobachteten Normbruch mutig eingreift oder nicht. Eine besondere Stärke der Arbeit ist, dass ein glaubwürdiger Normbruch unter kontrollierten Bedingungen im Labor realisiert wurde, so dass das Verhalten der Versuchssteilnehmer erfasst werden konnte. Halmburgers Fazit: „Nur wenn wir in einer Gesellschaft gemeinsame Werte haben und deren Verletzungen uns persönlich involviert, sind wir bereit, uns zu engagieren“.

  Unipreisträgerin Halmburger

 

Unipreisträgerin Scholz

 

 

Wie wichtig die hiesige musikalische Ausbildung an der Landauer Universität für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz ist, unterstreicht die „beste wissenschaftliche Prüfungsarbeit mit regionalem Bezug“ von Nina Scholz: „Instrumentales Klassenmusizieren an der allgemein bildenden Schule. Erhebung zu den Schulmodellen von Bläser- und Streicherklassen in Rheinland-Pfalz“. Diese 130-seitige Arbeit ist in der derzeitigen Diskussion vielleicht das stärkste Argument, das Musikinstitut an der Universität Landau nicht zu schließen, denn, so die Autorin, viele Lehrkräfte hätten ihre Qualifikation als Leiter derartiger Musikklassen im Studium erworben und „die Universität in Landau ist in der Ausbildung von Leitern für Bläser- und Streicherklassen in Rheinland-Pfalz führend“.


Das Klassenmusizieren könne als wichtigster Trend der Musikpädagogik in den letzten Jahren angesehen werden. Die Praxis der Bläser- und Streicherklassen erfreue sich immer größerer Beliebtheit, so der empirische Befund von Nina Scholz. Die Preisträgerin ist begeistert von den „nachweisbar positiven Wirkungen auf die Schüler“. Die Umfrage an den rheinland-pfälzischen Schulen ergebe, dass das Klassenmusizieren mit Blasinstrumenten an den Schulen zunehmend eingeführt werde. Leider gebe es an Haupt- und Förderschulen keine derartigen Musikklassen. Scholz: „Über dieses Ergebnis sollte dringend nachgedacht werden, so dass auch die Schüler dieser Schularten die Möglichkeit musikbezogener Lernformen haben“.

Quelle: Pressemitteilung des Freundeskreises der Universität

Kontakt:
Vorsitzender des Freundeskreises
Dr. Hans-Jürgen Blinn
E-Mail: Hans-Juergen.Blinn@mbwwk.rlp.de

Schriftführer des Freundeskreises
Dr. Paul Schwarz
Tel.: 06341/ 6 22 11
 


Datum der Meldung 24.05.2012 00:00
zuletzt verändert: 24.05.2012 13:54

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