Newsletter des Frank-Loeb-Instituts Landau an der Universität 08/2011
01.12.2011
Donnerstag, 01. Dezember 2011
Informationen aus dem Frank-Loeb-Institut Landau an der Universität
08/2011
Liebe Freundinnen und Freunde des Frank-Loeb-Instituts, sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie über unsere bevorstehenden Veranstaltungen in der Reihe Akademiegespräche und Hambacher Gespräche informieren und herzlich zu beiden Veranstaltungen einladen.
Akademiegespräche
"Risikotechnologien: Der politische und gesellschaftliche Umgang"
Fukushima hat erneut vor Augen geführt, dass wir in einer Risikowelt leben. Mit der Katastrophe im High-tech-Land Japan wurde einmal mehr die Risikoanfälligkeit von Großtechnologien offenkundig. Die Folgen für kommende Generationen sind weit über Japan hinaus, ja weltweit noch nicht absehbar. Während in Deutschland der Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie beschlossen wurde, gilt Atomkraft andernorts nach wie vor als „saubere Energie“; werden die Risiken in vielen Staaten als beherrschbar angesehen. Dennoch: Im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Energiewirtschaft, der Nachfrage nach bezahlbarer Energie und dem Prinzip nachhaltigen Wirtschaftens kommt die Politik an ihre Grenzen, wenn sie über solche Technologien zu entscheiden hat.
Wie sehen Szenarien der Zukunft aus, die sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Risikotechnologien beschäftigen? Ist auf lange Sicht eine Welt ohne Risikotechnologien überhaupt möglich? Viele EU-Länder halten an der Nutzung der Atomenergie fest. Weist die deutsche Richtungsentscheidung „Atomausstieg bis 2020“ trotzdem in die richtige Richtung?
Beiträge zur Diskussion liefern:
Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Ernährung, Landwirtschaft, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz
Interdisziplinäre Forschungsgruppe Umwelt Dr. Ilona Heidmann, Dr. Jutta Milde, Dipl.-Psych. Andrea Retzbach, M.Sc.-Agr. Magdalena Werner
Eine Übersicht mit allen Terminen, Themen und Persönlichkeiten finden Sie hier.
Hambacher Gespräche
"Partizipation durch Protest? Wege und Irrwege zur Modernisierung der Demokratie"
Stuttgart’21 und andere Großprojekte geben Anlass, über eine neue Art von Partizipationskultur in Deutschland nachzudenken. Gerade Stuttgart’21 ist zu einem Symbol für die Funktionstauglichkeit und Lernfähigkeit des parlamentarisch-repräsentativen Systems in Deutschland geworden.
Muss sich die Demokratie in Deutschland einem Modernisierungsprozess unterziehen? Ist das Feld politischer Verantwortung neu zu vermessen? Mehr Bürgerbeteiligung bedeutet immer auch eine neue Abgabe von Macht. Dabei geht es um mehr als um Plebiszite. Notwendig sind Schritte hin zu einer neuen demokratischen Kommunikations- und Beteiligungskultur. Die Aufgabe wird sein, zivilgesellschaftliches Engagement mit den Verfahren politischer Willensbildung in der parlamentarischen Parteiendemokratie zu verbinden.
Beiträge zur Diskussion liefern:
Prof. Dr. Jürgen Falter Politikwissenschaftler, Universität Mainz
Monika Griefahn Ministerin a.D., Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland
Wir würden uns freuen, Sie zu diesen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.
Mit vielen Grüßen aus dem Frank-Loebschen Haus Annette Knaut ---------------- Dr. Annette Knaut Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli) FRANK-LOEB-Institut Landau an der Universität Forschungsstelle für Politikvermittlung und internationale Verständigung Mail: fli@uni-landau.de