Geschichte
Die Geschichte des Frank-Loebschen Hauses lässt sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Ab 1601 diente das Haus als Wirtshaus und Herberge, bis 1870 der Landauer Bankier Zacharias Frank das dreistöckige Wohnhaus kaufte. Bis zum Jahr 1951 verblieb das Anwesen dann im Besitz dieser jüdischen Familie. Die Nachkommen Sophie Frank und der Bankier Leo Loeb waren die Urgroßeltern von Anne Frank, deren Tagebuch aus der Zeit des Dritten Reiches weltberühmt geworden ist.
Mit dem Frank-Loebschen Haus verbindet sich auch die leidvolle Geschichte jüdischer Mitbürger, die von hier aus in Internierungs- und Vernichtungslager deportiert wurden. Die Dauerausstellung in den Räumen des Hauses „Dokumentation zur Geschichte des Landauer Judentums“ erinnert an diese Zeit.
Nach mehreren Besitzerwechseln übernimmt schließlich im Jahre 1959 die Stadt Landau das vom Verfall bedrohte Gebäude. Vor allem einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass ein Abriss verhindert und der historisch wertvolle Vierflügelbau mit doppelstöckiger Innengalerie und Renaissanceturm nach umfangreichen Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten 1987 wiedereröffnet werden konnte. Er dient heute als Begegnungs- und Dokumentationsstätte, Galerie sowie als Sitz des Frank-Loeb-Instituts und des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Koblenz-Landau.
Vor Beginn der Renovierungsarbeiten stand das
Frank-Loeb Haus kurz vor dem Verfall
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