FB 6 Newsletter Nr. 1


21.07.2011

Begrüßung

Sehr geehrte Professorinnen und Professoren,

sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen,

sehr geehrte an der Arbeit des FB 6 Interessierte,

mit dem Newsletter will das Dekanat zukünftig in regelmäßigen Abständen über die Arbeit aus dem Fachbereich 6 berichten. Im Zentrum sollen dabei Informationen über Neuerungen, Projekte, Vorhaben und Veranstaltungen aus den verschiedenen Instituten und Abteilungen stehen. Darüber hinaus wird über Vorgänge aus der Universität informiert, die für den FB 6 von Relevanz sind. Auch werden aktuelle Themen behandelt, die im Zusammenhang mit dem kultur- und sozialwissenschaftlichen Fächerspektrum stehen.

Inhalt

1._Aus_dem_Dekanat

2._Aus_den_Instituten

3._Personalia

4._Aus_der_Universitaet

5._Im_Blickpunkt

 

1. AUS DEM DEKANAT

Fachbereichsabend am 07.Juli 2011

Am Donnerstag, den 07. Juli fand der erste Fachbereichsabend des FB 6 statt. Nach der Begrüßung durch den Dekan stellten die anwesenden Mitglieder kurz sich sowie ihre Forschungsinteressen vor. Als Gäste informierten Frau Dr. Fischer sowie Frau Hirth über das Zentrum für Fernstudien und Weiterbildung, welches seit kurzem auch am Campus Landau präsent ist. Anschließend bestand bei Brezeln und Wein die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen.

Aufgrund der räumlichen und inhaltlichen Heterogenität des Fachbereiches sollen in Zukunft weitere Abende zum wechselseitigen Austausch folgen.

Angestrebte Mitgliedschaft bei der DFG

Die Universität Koblenz-Landau strebt eine Mitgliedschaft in der DFG an. Dazu muss die Universität nachweisen, dass sie eine Forschungseinrichtung von allgemeiner Bedeutung ist. Der Präsident und der Vizepräsident für Forschung bitten in ihrem Schreiben vom 08. Juli daher alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Eingabe ihrer Projekte und Publikationen bis zum 07. Oktober 2011 in die Forschungsdatenband SciPort des Landes Rheinland-Pfalz. Die Eingabe von Publikationen und Projekten erfolgt über Eingabemasken. Bei Projekten z.B. können neben Titel, Kurzfassung und Schlüsselwörtern Angaben zu Partnern und den Eckdaten der Förderung gemacht werden.

Urlaubsanträge

Urlaubsanträge können zukünftig direkt von den Institutsleiterinnen und Institutsleitern unterzeichnet und an das Personalreferat geschickt werden. Der Weg über das Dekanat ist nicht erforderlich.

2. AUS DEN INSTITUTEN

Institut für Evangelische Theologie

Bundesmittel für Förderung universitärer Forschung: Projekt "Siebenbürgisches Urkundenbuch" am FB 6
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Kulturstaatsminister) hat ein universitäres Förderprogramm zur Erforschung von Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa aufgelegt. Eines der geförderten Projekte holte Dr. Ulrich Wien, Akad. Oberrat am Institut für Evangelische Theologie am Campus Landau und Vorsitzender des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde, an die Universität Koblenz-Landau. Seit April 2011 arbeitet Dr. Martin Armgart in Landau an der Online-Stellung des „Urkundenbuchs zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen“. Als kollektiv privilegierte und persönlich freie Landesbewohner lebten Deutsche seit dem 12. Jahrhundert in Siebenbürgen. Trotz ihrer geringen Zahl haben sie das Land erheblich mitgeprägt. Ihre kirchlichen Sonderrechte waren grundlegend für eine bis heute fortbestehende eigene Landeskirche Augsburgischen Bekenntnisses. Die Ausformung und urkundliche Absicherung der besonderen Rechtsstellung und Gruppenautonomie hat dadurch einen hohen Stellenwert innerhalb der Geschichte dieser Gruppe und der gesamten Region. Ihre Sammlung und wissenschaftliche Edition in einem Urkundenbuch gehört naheliegenderweise zu den großen Langzeitprojekten der landeskundlichen Forschung der Deutschen in Siebenbürgen. Bislang liegen in sieben Bänden fast 4700 Urkundentexte aus den Jahren 1191 bis 1486 in gedruckter Form vor. Damit ist dieses Urkundenbuch weiter gediehen als fast alle vergleichbaren Vorhaben anderer Regionen. Erster Schritt der Online-Stellung ist das Einscannen der Bände; dieser Arbeitsschritt erfolgt in Siebenbürgen, an der Universität Klausenburg (Cluj-Napoca). Eine Datenbankstruktur wurde mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier entwickelt. In diese Datenbank werden die eingescannten Urkundentexte und damit verbundene Zusatzinformationen eingestellt. Hinzu kommen Angaben zum heutigen Aufbewahrungsort und eine Verlinkung der Literaturtitel mit einschlägigen Bibliothekskatalogen; zwei weitere Forscher, aus Ungarn und Rumänien, beteiligen sich an diesen Recherchen. Demnächst werden verschiedene Suchmasken bandübergreifend komfortables und effektives Suchen zu unterschiedlichsten Themen ermöglichen. Eine Weiterführung des Urkundenbuches kann gleich in dieser Datenbank erfolgen und ist als nächster Schritt geplant.

Der erste Band des Urkundenbuches erschien 1892 in Hermannstadt. Zum 120. Jahrestag Anfang 2012 kann diese Fleißarbeit mehrerer Generationen von Urkundeneditoren wesentlich leichter und von jedem Computer-Arbeitsplatz aus genutzt werden - dank der Arbeiten, die gerade an der Universität Koblenz-Landau erfolgen

Institut für Politikwissenschaft

Verlängerung des Langzeitleseprojekts ZeiLe
Das Langzeitleseprojekt "Zeitung Lesen macht Azubis fit!" - kurz ZeiLe - wird für ein weiteres Jahr gefördert. Ziel des Projekts ist es das Allgemeinwissen und die Lesekompetenz von Auszubildenden durch die regelmäßige Lektüre der Lokalzeitung zu steigern. Das Projekt, an dem im kommenden Ausbildungsjahr rund 1.400 Auszubildende aus etwa 300 rheinland- pfälzischen und saarländischen Unternehmen teilnehmen, wird vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (Rheinland-Pfalz), vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft (Saarland) und vom Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland getragen. Das Institut für Sozialwissenschaften (Abteilung Politikwissenschaft) und das Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik und Sprechwissenschaft (Fachbereich 8) erforschen gemeinsam, ob und unter welchen Bedingungen Zeitung lesen die ins Visier genommenen Kompetenzen steigern. In dem Projekt arbeiten zur Zeit fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und sieben studentische Hilfskräfte. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich hier

3. PERSONALIA

Seit April 2011 hat Frau Prof. Dr. Kathleen Starck eine Professur mit dem Schwerpunkt Cultural Studies am Institut für fremdsprachliche Philologien (Fach Anglistik) inne. Nach dem Studium in Rostock, Bradford und Leipzig war sie zunächst an den Universitäten Leipzig und Bremen tätig. Vor Ihrer Berufung in Landau war Frau Prof. Starck von 2006-2011 an der Universität Osnabrück Juniorprofessorin für Cultural Studies. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Gender studies/masculinity studies, Kulturen des Kalten Krieges, zeitgenössisches britisches Drama, Postcolonial Studies, Postsozialismus und Popkultur.

 

Seit diesem Sommersemester hat Frau Prof. Dr. Gabriela Scherer eine Professur mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Institut für Germanistik inne. Nach dem Studium an der Universität Zürich war Frau Scherer zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Deutschen Seminar tätig. Es folgten Stationen als Forschungsstipendiatin an der Humboldt Universität zu Berlin sowie im Schuldienst in Japan und in Potsdam. Vor ihrer Berufung nach Landau war Frau Scherer von 2003-2011 Akademische Rätin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Ihre aktuellen Forschungsinteressen liegen im Bereich der Gegenwartsliteratur und des literarischen Lernens; im Entstehen ist ein empirisches Forschungsprojekt zur Rezeption postmoderner Bilderbücher bei Grundschulkindern sowie ein Buchprojekt zu Sprachbetrachtungen in der Kinder- und Jugendliteratur.

 

Prof. Dr. Reiner Keller von der Abteilung Soziologie des Institutes für Sozialwissenschaften hat zum kommenden Wintersemester einen Ruf auf eine Professur für Soziologische Theorie, Allgemeine Soziologie und Wissenssoziologie an der Universität Augsburg angenommen. Professor Keller hat seit Sommersemester 2007 die Universitätsprofessur für Allgemeine Soziologie am Campus Landau inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Soziologische Theorie, Wissens-, Kultur- und Bildungssoziologie, Wissenssoziologische Diskursanalyse, französische Soziologie und qualitative Sozialforschung.

4. AUS DER UNIVERSITÄT

Neuer Forschungsschwerpunkt: Politikwissenschaft erforscht campusübergreifend politische Kommunikation

Mit Beginn des Jahres 2012 wird ein neuer Forschungsschwerpunkt an der Universität Koblenz-Landau eingerichtet, der damit die bereits bestehenden Schwerpunkte im Bereich Bildungswissenschaften, Informatik und Umweltwissenschaften ergänzt. Der Forschungsschwerpunkt, der zunächst auf zwei Jahre angelegt ist, hat das Ziel, die traditionell am Campus Landau verankerte politische Kommunikationsforschung um Aspekte der individuellen Wahrnehmung und Verarbeitung politischer Information sowie um Aspekte der Kommunikation mit neuen, webbasierten, interaktiven Medien zu ergänzen. Das gemeinsame inhaltliche Dach, unter dem der Schwerpunkt arbeitet, wird das Thema "Vertrauen" sein. Unter dieser Maßgabe arbeiten WissenschaftlerInnen aus der Politikwissenschaft, der Kommunikationswissenschaft, der Psychologie und der Informatik campusübergreifend in insgesamt zehn Projekten zusammen. Mittelfristiges Ziel ist es, einerseits forschungsunterstützende Strukturen zu stärken, andererseits verstärkt DFG-Förderungsinstrumente einzuwerben.

5. IM BLICKPUNKT

Mit dem Bachelor in den Beruf

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln und dem HIS Hochschul-Informations-System GmbH aus Hannover die Berufsperspektiven von BA-Studierenden untersucht. Die Studie, die allerdings die für Kultur- und Sozialwissenschaften interessanten Berufsfelder "Öffentlicher Sektor" und Non-Profit-Organisationen nicht mit einbezogen hat, finden Sie hier

 

Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm

An der Universität Bonn findet am 13. September eine Informationsveranstaltung für Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm statt. Mehr Informationen finden Sie hier