Forschungsschwerpunkte
Schwerpunkte
- Im Zentrum der Forschungsaktivitäten stehen wirtschaftsdidaktische Fragestellungen mit Blick auf allgemein bildende Schulen. Hierzu zählen Untersuchungen zur Umsetzung handlungsorientierter Methoden ebenso wie solche zur Notwendigkeit ökonomischer Allgemeinbildung. In mehreren Beiträgen hat Seeber die Diskussion um den Beitrag der ökonomischen Bildung zur Allgemeinbildung geführt. Diesen Beitrag nun voraussetzend konzentriert sich seine Forschung aktuell auf die Fragen: Welche ökonomischen Kompetenzen benötigen Schüler/innen, welche ihre Lehrer/innen? Wovon hängt die Aneignung der Kompetenzen ab? Wie entwickeln sich die Kompetenzen außerhalb der Schule und auf der Basis schulischer Interventionen? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen ökonomischer Kompetenz und Einstellungen zur Marktwirtschaft?
- Weiterhin beschäftigt sich Seeber mit Fragen der Umweltbildung als Teil einer ökonomischen Bildung. Auch hier gilt es zu fragen, welche Kompetenzen zu entwickeln sind, anhand welcher Inhalte dies geschehen kann und wie eine Umsetzung im Unterricht aussehen kann.
- Die wirtschaftspädagogische Forschung stellt Fragen der beruflichen und insbesondere der wissenschaftlichen Weiterbildung in den Mittelpunkt. Welche Aufgaben müssen die Hochschulen beispielsweise im Prozess des lebensbegleitenden Lernens wahrnehmen? Welche Organisationsformen und welche Angebote eignen sich hierfür besonders? Wie kann der Übergang von der beruflichen in die akademische Bildung gestaltet werden?
Laufende Projekte
- Projekttitel: Finanzielle Bildung – Schülerkonzepte im Unterricht
Projektträger: Campusschulprojekt der Universität Koblenz-Landau
Laufzeit: 10/2011 – 06/2012
Projektleitung: Prof. Dr. Günther Seeber (Universität Koblenz-Landau)
Kurzbeschreibung: Ziel dieses Projektes ist es, Schülerkonzepte zu den Themen Kredit und Sparen so in den Unterricht zu integrieren, dass sie zum Ausgangspunkt einer fachlichen Auseinandersetzung werden und tiefergehend von den Schülerinnen und Schülern reflektiert werden. Die theoretische Basis für dieses Vorgehen ist das Konzept der „didaktischen Rekonstruktion“, das zugleich einen Beitrag zum Umgang mit Heterogenität liefert. Die Schülerinnen und Schüler erleben im Unterricht so die Berücksichtigung ihrer eigenen Vorstellungen und können diese am Ende vor dem Hintergrund der fachlichen Strukturen erweitern.
Als Ergebnisse werden erwartet:
Ein strukturierter Ergebnisraum von Schülerkonzepten zur finanziellen Bildung als Ausgangspunkt für weitere Forschungen.
Erste Unterrichtsmaterialien und Hilfen für Lehrerinnen und Lehrer zum Einsatz der Phänomenographie als Unterrichtsmethode.
Link: http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/einrichtungen/campusschule/Medienordner/finanzielle-bildung.pdf
Abgeschlossene Projekte (Auswahl)
- Projekttitel: Ansprüche und Grenzen von ökonomischer Grundbildung für Erwachsene
Projektträger: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: 12/2010 bis 11/2011
Projektleitung:
Prof. Dr. Günther Seeber (Universität Koblenz-Landau)
Prof. Dr. Bernd Remmele (AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr)
Kurzbeschreibung: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung plant die Einrichtung eines Förderschwerpunktes „Ökonomische Grundbildung für Erwachsene“. Mit dem Förderschwerpunkt sollen Erkenntnisse darüber generiert werden, wie der ökonomische Kenntnisstand der Bevölkerung verbessert werden muss.
Zur Vorbereitung dieses Förderschwerpunktes sollen im Rahmen einer Forschungswerkstatt grundlegende Vorarbeiten zu den Themenfeldern „Zielgruppenanalyse“, „Akteurs- und Angebotsanalyse“ sowie „Ansprüche an und Grenzen von ökonomischer Grundbildung“ erarbeitet werden. Zu den einzelnen Themenbereichen soll jeweils die Bandbreite bestehender und möglicher Ansätze sowie Denkweisen aus nationaler und internationaler Perspektive auf ihre Handlungsrelevanz für den Förderschwerpunkt sowie auf die Stärkung der ökonomischen Grundbildung für Erwachsene systematisch aufbereitet, strukturiert und kritisch diskutiert werden.
In dem hier relevanten Themenfeld „Ansprüche an und Grenzen von ökonomischer Grundbildung“ (Los 3) sollen primär folgende Fragestellungen untersucht werden:
Was sind Kriterien zur Feststellung des gesellschaftlichen Bedarfs an ökonomischen Grundkenntnissen und Handlungsfähigkeit?
Inwieweit kann auf die wachsenden Ansprüche an die ökonomische Kompetenz mit Angeboten im Bereich der Erwachsenenbildung reagiert werden?
Wo liegen die Grenzen der Ausweitung des Verständnisses von notwendiger ökonomischer Grundbildung? - Projekttitel: Stimulate European Entrepreneurial Attitudes Game (See A Game)
Projektträger: EU – Grundtvig I
Laufzeit: 10/2008 bis 10/2010
Projektkonsortium:
WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr (Prof. Dr. Bernd Remmele, Dr. Martina Schmette, Prof. Dr. Günther Seeber)
Center for Adult Education Antwerpen-Zuid, Belgien
Training 2000, Italien
Vidzeme Lifelong Learning Support Association, Lettland
Kristiansund Education Centre, Norwegen
SEED, Lugano, Schweiz
Kurzbeschreibung: See a Game legt den Schwerpunkt nicht auf die Vermittlung von Fachwissen, sondern auf die unternehmerische Einstellung. Sie soll auf spielerische Art und Weise gefördert werden. Dazu werden zwei unabhängig voneinander durchführbare Speile entwickelt. Das Spiel „Menue“ hat Wettbewerbscharakter; im Spiel „Fair“ steht die Kooperation mit Wettbewerbern im Vordergrund. Neben den Spielen werden didaktische Handreichungen und ein Grundtvig III-Lehrgang entwickelt.
Link: http://www.seeagame.eu/ - Projekttitel: Entwicklung abschlussbezogener Bildungsstandards für die ökonomische Bildung an allen Schulformen der allgemein bildenden Schulen und Standards für eine grundständige Lehrerausbildung im Bereich Ökonomie
Projektträger: Gemeinschaftsausschuss der deutschen gewerblichen Wirtschaft
Laufzeit: 7/2009 bis 9/2010
Projektkonsortium:
Prof. Dr. Thomas Retzmann, Universität Duisburg-Essen/Campus Essen
Prof. Dr. Günther Seeber, Universität Koblenz-Landau/Campus Landau
Prof. Dr. Bernd Remmele, WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Prof. Dr. Hans-Carl Jongebloed, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Kurzbeschreibung: Das erste Teilprojekt zielt auf die Formulierung von Bildungsstandards für die ökonomische Bildung, welche den formalen und inhaltlichen Ansprüchen der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland genügen sollen. Sie werden für vier Abschlüsse entwickelt: (1) Primarstufe, (2) Hauptschule nach Klasse 9, (3) Mittlerer Schulabschluss und (4) Abitur. Eine wesentliche Projektleistung besteht in der Entwicklung eines Kompetenzmodells mit Kompetenzbereichen und Teilkompetenzen. Es wird ergänzt durch Beispielaufgabenfür die verschiedenen Abschlüsse nach den KMK-Standards. Das zweite Teilprojekt entwickelt ein Kompetenzmodell für die Wirtschaftslehrerausbildung und daraus abgeleitet ein Modulkonzept für Bachelor- und Masterstudiengänge. Für die Umsetzung der Standards in den Schulen und Hochschulen werden bildungspolitische Empfehlungen formuliert. - Projekttitel: Empirische Forschung nah gebracht! Schüler erforschen Fragen der Berufsorientierung
Projektträger: Stifterverband der deutschen Wissenschaft
Projektleitung: Prof. Dr. Günther Seeber
Laufzeit: 10/2006 bis 11/2007
Kurzbeschreibung: Im Rahmen von Projekttagen wurde Schülern und Schülerinnen der gymnasialen Ober- und Mittelstufe vermittelt, wozu Methoden empirischer Sozialforschung nützlich sind. Um den Schülern den inhaltlichen Zugang leichter zu machen, wurde jeweils ein Thema aus dem Bereich der Berufsorientierung gewählt. In den verschiedenen Gruppen kamen unterschiedliche Erhebungsinstrumente, wie z. B. Fragebogen und Interview, zum Einsatz. Während Projekttagen oder spezifisch gestalteten außerunterrichtlichen Veranstaltungen entwickelten die Schüler der verschiedenen Schulen anhand von spezifischen Vorgaben selbst eine für sie relevante Problemstellung aus dem Themenfeld der Berufsorientierung, erarbeiteten einen entsprechenden Fragebogen oder Interview-Leitfaden. Ferner werteten sie unter Anleitung die gewonnenen Daten im Hinblick auf die Fragestellung aus und bereiteten sie für verschiedene Präsentationszwecke auf.
Link: http://www.akad.de/Empirische-Forschung-nah-gebracht.280.0.html - Projekttitel: E³ - Educating Entrepreneurship in Europe
Projektträger: EU – Socrates/Grundtvig II
Laufzeit: 9/2006 bis 8/2007
Projektkonsortium: siehe „See a Game“
Kurzbeschreibung: Die europäische Lernpartnerschaft ‘E³ – Educating Entrepreneurship in Europe’ untersuchte in Kooperation mit Partnern aus Ländern der EU (Belgien, Norwegen und Deutschland) die Bedingungen für die Lehre im Feld Entrepreneurship vor dem Hintergrund der Entwicklung des europäischen Wirtschaftsraumes und der nationalen Kulturen.
Link: http://www.akad.de/E3-Educating-Entrepreneurship-in.460.0.html?&lang=en%2527
Literatur:
Schmette, M., Remmele, B. & Seeber, G. (Hrsg.): Educating Entrepreneurship in Europe. Didaktische Ansätze und europäische Perspektiven – Didactical Approaches and European Perspectives, Wiesbaden 2007, 184 S.
Remmele, B.; Schmette, M.; Seeber, G. (2007): Game-Based Entrepreneurship Education. In: New Learning 2.0? Proceedings of EDEN - Conference 2007, Naples. http://www.whl-lahr.de/fm/13/game_based_entrepreneurship_education.pdf - Projekttitel: Marktwirtschaft und Gerechtigkeit – Interdisziplinäres Definitionsprojekt
Projektträger: Universität Freiburg (Anschubfinanzierung)
Laufzeit: 7/2006 bis 1/2007
Projektkonsortium:
Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik (Prof. Dr. Günther Seeber), WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr
Walter-Eucken-Institut, Freiburg,
Institut für Politikwissenschaft, Universität Freiburg,
Institut für Philosophie, Universität Freiburg,
Institut für Soziologie, Universität Duisburg-Essen,
Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialrecht, Universität Freiburg
Kurzbeschreibung: Das Spannungsverhältnis zwischen Marktwirtschaft als anerkannter Wirtschaftsordnung und der Unzufriedenheit mit den Ergebnissen dieser Ordnung soll aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven beleuchtet werden.
Link: http://www.akad.de/Marktwirtschaft-und-Gerechtigkeit.265.0.html?&lang=en%2527
Literatur:
Seeber, G., Remmele, B.: On the relationship between economic competence and the individual level of agreement with market economy, in: US-China Education Review 6 (2), Feb. 2009, S. 13-24
Seeber, G., Remmele, B.: Ökonomische Kompetenz bedingt Einstellungen zur Marktwirtschaft – Entwurf eines Wirkmodells zur empirischen Analyse, in: Befähigung zur Partizipation, hrsg. v. G. Seeber, Schwalbach/Ts. 2009, S. 27-40
Seeber, G./Remmele, B.: Does Economic Competence Indicate the Individual Level of Agreement with Market Economy? In: Proceedings of ECER 2008. Göteborg. (http://www.eera-ecer.eu/fileadmin/user_upload/Publication_FULL_TEXTS/ECER2008_241_RemmeleSeeber.pdf. (Zugleich: WHL Diskussionspapier, Nr. 16, Lahr 2008)
Seeber, G.: Zum Zusammenhang zwischen Gerechtigkeitsurteilen über die Marktwirtschaft und ökonomischer Kompetenz, in: Ökonomik und Gesellschaft. Festschrift für Gerd-Jan Krol, hrsg. v. Dirk Loerwald, Maik Wiesweg und Andreas Zoerner, Wiesbaden 2008, S. 143-154 - Projekttitel: Lernende, innovative Bildungsnetzwerke in der Region
Projektträger: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: PD Dr. Günther Seeber
Laufzeit: 2001 bis 2002
Kurzbeschreibung: Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Schaffung innovationsfähiger und nutzerorientierter Netzwerkstrukturen für Bildungsträger, Arbeitsverwaltung, Gewerbetreibende und Nutzer von Bildungseinrichtungen. Sie sollen eine dauerhafte Förderung des lebensbegleitenden Lernens gewährleisten. Als „lernende“ Netzwerke greifen sie auf das Wissen und die Fähigkeiten aller Mitglieder und der „Kunden“ zurück, führen diese Kenntnisse zusammen und entwickeln sie weiter. Im Rahmen der Netzwerkstrukturen sollen Kommunikations- und Kooperationsforen installiert werden, die sowohl den Netzwerkmitgliedern, als auch den Nutzern zur Verfügung stehen.
Literatur:
Seeber, G.: Bildungsnetzwerke im Internet – Grundlagen eines nutzerfreundlichen Internetauftritts mit Checkliste, in: Wirtschaft und Berufserziehung, 55. Jg., Heft 4, 2003, S.14-21
Keller, Helmut: Kooperatives Weiterbildungsmarketing, in: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Bd. 99, Heft 4, 2003, S. 556-571
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Apr 04, 2012 02:53
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