Forschung/ Projekte
Dissertationsprojekt
Reflexion des Kartenlesens als Teil einer Kartenlesekompetenz
Vor dem Hintergrund der Critical Cartography sind Karten nicht nur konsrtuiert im durch bewusste und unbewusste, gesellschaftlich angeregte und intendierte Auswahl- und Gestaltungsentscheidungen des Kartenautors, die entfalten darüber hinaus ihre Wirkung durch die Praktiken der Kartennutzung des Konsumenten. Um eine derartige Nutzung mündig zu gestalten bedarf es der Fähigkeit und Fertigkeit zur Dekonstruktion des vorhandenen Mediums. Reflexive Kartenkompetenz ist damit der Schlüssel für die kritische Konsumption von Geovisualisierungen.
Es soll untersucht werden, inwieweit eine derartige reflexive Kartenkompetenz in der Schule Anschluss findet und finden kann. Hierbei kommt den Lehrern als Multiplikatoren der Kompetenzentwicklung ihrer Schüler eine wichtige Rolle zu. Ihrer fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen und Überzeugungen einschließlich ihrer Entstehungsgeschichte sollen in einer Interviewstudie detailliert betrachtet werden.
Zur Vorarbeit siehe auch: Gryl, I. (2009): Kartenlesekompetenz. | ![]() |
Weitere Forschungsinteressen
- Reflexive Kartenkompetenz - Entwicklung eines Kompetenzmodells
- Reflexive Kartenkompetenz - Identifizierung der Kompetenzentwicklung bei Lehrenden
- Mediengeographie und Geoinformation
- Critical GIS
- Neogeography, volunteered geographic information, web 2.0 und Geoinformation
- partizipative Entscheidungsprozesse und Geoinformation (Spatial Citizenship)

Projektmitarbeit
"Geovisualisierung und Kommunikation in partizipativen Entscheidungsprozessen" der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Institut für GIScience, finanziert im Rahmen der Förderungskulisse Sparkling Science.
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Das Projekt Geovisualisierung und Kommunikation in partizipativen Entscheidungsprozessen (GEOKOM-PEP) entwickelt auf Basis digitaler Globen in einer Laborsituation eine Plattform zur partizipativen Raumplanung. Dabei sind SchülerInnen als EntwicklerInnen in diesem diskursiven Prozess an allen wesentlichen Stellen eingebunden und an der wissenschaftlichen Auswertung beteiligt. Für SchülerInnen ist dadurch eine kontinuierliche Einbindung in den Forschungsprozess gegeben.
Spatial Citizenshp ist eine theoretische Fundierung des GeoKom-PEP-Projektes. Mittel Geoinformation werden Räume aneignet und ihnen auferlegte Bedeutungen kommuniziert. Geoinformation kann daher zur Kommunikation und Überzeugung von Interessen dienen, bedarf daher aber auch einer kritischen Lesart (reflexive Geomedienkompetenz).
Projektleiter:
Dr. Thomas Jekel
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für GIScience
last modified 2010-07-14 02:05
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