Studienziele und -inhalte

Das Selbstverständnis der Lehrenden der Geographie basiert auf den Grundprinzipien des humanistischen Bildungssystems humboldtscher Prägung, was eine umfassende Persönlichkeitsbildung der Studierenden einschließt, die auch durch verschiedene extra-curriculare Aktivitäten gefördert wird (z.B. Orientierungswoche, Weihnachts- und Sommerfest der Fachschaft, Post-Kolloquien). Das Studienziel besteht darin, dass die Studierenden fachliche und fachdidaktische Kompetenzen sowie eine fachbezogene Reflexions-, Kommunikations- und Vermittlungskompetenzen erwerben, um ihre Ausbildung erfolgreich fortsetzen zu können. Je nach dem welcher Studiengang belegt wird, werden die nachfolgend beschriebenen Kompetenzen stärker ausgeprägt.

Fachliche Kompetenzen
Nach Abschluss des Studiums sind die Studierenden auf fachlicher Ebene befähigt, sich aktuelle Fragestellungen und Forschungsrichtungen der Geographie, insbesondere zu den schulrelevanten Teilgebieten, eigenständig zu erschließen, zu reflektieren, zu strukturieren und zu präsentieren sowie deren ideengeschichtlichen und wissenschaftstheoretischen Hintergründe bewerten zu können. Hinzu kommt die Fähigkeit die Arbeitsmethoden der Geographie, wie Methoden der Regionalforschung (z.B. Bevölkerungsprognosen), der empirischen Sozialforschung (z.B. quantitative, qualitative und diskursive Inhaltsanalysen) und die computergestützte Verwaltung und Analyse von Geoinformationen (z.B. GIS) anzuwenden, die Grenzen der angewandten Verfahren zu erkennen und die Analyseergebnisse differenziert zu beurteilen.

Fachdidaktische Kompetenzen
Auf fachdidaktischer Ebene erwerben die Studierenden (a) die Fähigkeit der Reflexion über die Grundstrukturen des Kommunikationsprozesses zwischen Fachwissenschaft, fachdidaktischer Forschung und pädagogischer Praxis, (b) die Fähigkeit den Bildungsauftrag des Faches Geographie zu reflektieren, legitimieren und kommunizieren zu können, (c) die Fähigkeit Unterrichtseinheiten fachlich angemessen, didaktisch theoriegeleitet und zielgruppenorientiert planen, durchführen und diagnostizieren zu können. Zudem erlangen sie (d) eine professionelle Selbstkompetenz, die es ihnen ermöglicht fachspezifische Schul- und Lernerfahrungen biographisch zu reflektieren und subjektive Gegenentwürfe zu entwerfen. Darüber hinaus verfügen die Studierenden über (e) die Fähigkeit fachübergreifende Problemstellungen für den Unterricht so aufzubereiten, dass sie auch in der Lage sind, fächerübergreifenden Unterricht zu gestalten.

Allgemeine (generische) Kompetenzen
Die Vertiefung des vorhandenen Wissens sowie die Vermittlung von generischen Kompetenzen erfolgt maßgeblich im Rahmen eines projektorientierten Erlernens eigenständiger Problemlösungskompetenz. Die Fähigkeit Lern- und Problemlösungsstrategien zu entwickeln, Positionen zu formulieren und argumentativ zu verteidigen sowie relevante Informationen zu sammeln, zu bewerten und zu interpretieren erfolgt im Rahmen von Projektarbeiten. Auf lerntheoretischer Ebene orientieren sich die Lehrenden der Geographie hierbei an den Ansatz des problemorientierten Lernens, der unterrichtspraktisch mit dem Unterrichtskonzept des Problem-Based-Learning (PBL) umgesetzt wird. Der PBL-Ansatz als didaktische Grundlage verbindet sehr gut die Vermittlung fachlicher und generischer Kompetenzen. Einerseits befinden sich die Studierenden hierbei in einem aktiven Prozess der fachlichen Wissensaneignung. Andererseits erweitern sie gleichzeitig ihr Können in anderen Kompetenzfeldern, z.B: Steuerung von Gruppenarbeit (Aufteilung von Arbeitspaketen, Verantwortlichkeiten, etc.); Projektmanagement (Kosten-/Nutzenanalyse, Zeitmanagement etc.); selbstständiges Lernen oder der medialen Präsentation der Ergebnisse.

last modified Mai 07, 2011 10:50

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