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Kolloquium Mathematik und ihre Didaktik - WS 2013/14

Die Vorträge des Kolloquiums "Mathematik und ihre Didaktik" finden im Sitzungszimmer
(CI blauer Treppenaufgang, EG, Eingang Richtung Hörsaal) statt. (Lageplan)

Hier können Sie das aktuelle Programm als PDF-Dokument herunterladen. 

 

Dienstag, den 29.10.2013, 16 Uhr c.t.:

Herr Prof. Dr. Thomas Götz, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Ist Mathematik ansteckend? Mathematik und Epidemiologie

 

Kurzfassung:

Wintersemester = Grippezeit und die Gesundheitsbehörden bereiten auch dieses Jahr wieder Impf­kampagnen vor. Im Gegensatz zu unserer Grippe sind viele tropische Krankheiten wie Malaria, Dengue, etc. wesentlich gefährlicher. Daher werden große Anstrengungen unternommen, die Ausbreitung einer solchen Krankheit vorherzusagen. Um mögliche Gegenmaßnahmen effizient zu planen, versucht man ebenfalls den Erfolg von Impfungen oder die Bekämpfung der Überträger zu simulieren. Der Vortrag soll einen Einblick in die Mathematischen Modelle zur Simulation der Ausbreitung von Krankheiten geben. Die Werkzeuge der mathematischen Optimierung erlauben eine Steuerung von effizienten Ge­genmaßnahmen.

Vortragsfolien

 


 

Montag, den 11.11.2013, 16 Uhr c.t.:

Herr Michael Besser, Universität Kassel und Universität Lüneburg
Herr Prof. Dr. Werner Blum, Universität Kassel

Wie kann man Schülerleistungen im Mathematikunterricht diagnostizieren und lernförderlich rückmelden? Ergebnisse aus dem Projekt Co²CA

 

Kurzfassung:

Die Idee einer den alltäglichen Unterricht wie selbstverständlich begleitenden Leistungsbeurteilung, welche sich insbesondere von notengebundenen Bewertungssituationen abhebt, stellt eine vielversprechende Grundlage zum Diagnostizieren und Fördern von Schülerleistungen dar. Pädagogisch-psychologische Studien zeigen ebenso wie einige fachdidaktische Arbeiten das große Potential formativen Assessments bzgl. einer gezielten Förderung von Schülerleistungen im Vergleich zu eher herkömmlicher, summativer Leistungsbewertung auf. Vor allem mit Bezug auf einen kompetenzorientierten Mathematikunterricht ist dabei jedoch keineswegs klar, unter welchen Rahmenbedingungen formatives Assessment erfolgreich umgesetzt werden kann und welche Anforderungen ein derart gestalteter Mathematikunterricht an die professionelle Handlungskompetenz von Lehrkräften stellt. Mit diesen Fragen beschäftigt sich das DFG-Forschungsprojekt Co²CA („Conditions and Consequences of Classroom Assessment“; Leitung: E. Klieme, K. Rakoczy, W. Blum & D. Leiß) seit 2007. Im Rahmen des Vortrags sollen Ergebnisse einzelner Teilstudien von Co²CA zu Möglichkeiten und Grenzen kompetenzorientierten Diagnostizierens und Rückmeldens von Schülerleistungen am Beispiel des mathematischen Modellierens aufgezeigt und Implikationen für das Lehren und Lernen von Mathematik diskutiert werden.

Vortragsfolien

 


 

Montag, den 02.12.2013, 16 Uhr c.t.:

Frau Prof. Dr. Susanne Prediger, Technische Universität Dortmund

Sprachliche Herausforderungen im Mathematikunterricht - fachdidaktische Entwicklungsforschung und unterrichtliche Konsequenzen

 

Kurzfassung:

Nicht nur wegen der zunehmenden Zahl mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler werden sprachliche Heraus­forderungen zu einem immer wichtiger werdenden Thema für den Mathematikunterricht. Sprachlich benach­teiligte Lernende erreichen auch in Mathematik geringere Leistungen, dies haben die großen Leistungsstudien gezeigt. Aber auch sprachlich unauffällige Lernende brauchen gezielte Unterstützung, um den sprachlichen und konzeptuellen Anforderungen des Unterrichts und der Prüfungen gewachsen zu sein. Im Dortmunder MuM-Pro­jekt werden – im Programm der Fachdidaktischen Entwicklungsforschung – die Hintergründe dieser Schwierig­keiten in Leistungs- und Lernsituationen untersucht, sprachförderliche Lehr-Lernarrangements entwickelt und ihre Wirkungen im Lernprozess in Tiefenanalysen beforscht.

Im Vortrag werden Herangehensweisen und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt und unterrichtliche Konsequen­zen aufgezeigt.

Link zur Publikation

 


 

Montag, den 13.01.2014, 16 Uhr c.t.:

Herr StD Henning Körner, Studienseminar Oldenburg/Graf-Anton-Günther Schule Oldenburg

Vom Bestand zur Änderung und zurück – Ein verstehensorientiertes Konzept zur Analysis

 

Kurzfassung:

Wie kann ein Analysisunterricht aussehen, der den auch durch die Bildungsstandards gegebenen Fokus auf "Änderung" und "Rekonstruktion aus Änderung" an Stelle von "Steigung" und "Fläche" produktiv aufnimmt und verstehensorientiert im Unterricht umsetzt? Wie können sowohl vielfältige altersgerechte Schüleraktivitäten ermöglicht werden als auch in intellektuell redlicher Art und Weise die Schwierigkeiten der Begriffsbildungen nicht unter den Teppich gekehrt werden? Der Vortrag versucht Antworten auf diese Fragen. Es wird ein Konzept vorgestellt, das Anwendungen, Anschaulichkeit und Berücksichtigung von Intuitionen, aber auch Reflexionen über Fehlvorstellungen und Begriffsbildungen ins Zentrum des Unterrichts stellt und weniger einen an der Fachwissenschaft orientierten, kanonischen
Aufbau. (Neue) Technologien (GTR, CAS, TK) sind dabei keine Störenfriede sondern wichtige Helfer und Dialogpartner. Das Konzept ist unterrichtserprobt.

Vortragsfolien

zuletzt verändert: 14.01.2014 02:29

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