Kolloquium Mathematik und ihre Didaktik - WS 2014/15

 

Die Vorträge finden im Sitzungszimmer (CI, EG) statt. (Lageplan)

Hier können Sie das aktuelle Programm als PDF-Dokument herunterladen.

 

Montag, den 17.11.2014, 16 Uhr c.t.:

Herr Prof. Dr. Torsten Fritzlar, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Mathematische Erkundungsprobleme - Vielversprechende Förderangebote für interessierte und begabte Grundschulkinder

Kurzfassung:

Für die Entfaltung mathematischer Interessen und Begabungen scheint mir eine frühzeitig beginnende, langfristige, fachspezifische und konzeptionell kontinuierliche Förderung wichtig. Wer sich entsprechend engagieren will, muss insbesondere auch nach geeigneten Inhalten für Förderangebote suchen.

Ein wichtiges Element könnten sogenannte Erkundungsprobleme sein. Diese werden im Vortrag exemplarisch vorgestellt und auch anhand von dokumentierten Schülerbearbeitungsprozessen und -ergebnissen hinsichtlich ihrer Potenziale diskutiert. Darüber hinaus soll eine Einordnung in allgemeinere konzeptionelle Überlegungen für eine langfristige Förderung mathematisch begabter Schülerinnen und Schüler erfolgen.

 

 


 

Montag, den 08.12.2014, 16 Uhr c.t.:

Herr Prof. Dr. Andreas Filler, Humboldt-Universität Berlin

Kernfragen der Didaktik der analytischen Geometrie:
Vektorbegriff und Parameterdarstellungen

Kurzfassung:

Im Unterricht der analytischen Geometrie/ linearen Algebra in der Sekundarstufe II dominiert oft kalkülhaftes Arbeiten und die betrachteten Anwendungen wirken vielfach konstruiert. Dabei hat die analytische Geometrie durchaus eine Vielzahl interessanter Anwendungen und auch Vernetzungen mit anderen Gebieten sind möglich und anstrebenswert. Zudem kommt dem Inhaltsbereich eine wichtige hochschulpropädeutische Rolle bei der Anbahnung eines strukturellen Verständnisses der Mathematik als "Welt eigener Art" zu. Der Vortrag befasst sich daher mit zwei Schwerpunkten:

  • Anhand des Vektorbegriffs werden Wege aufgezeigt, wie sich ausgehend von geometrischen sowie anwendungsbezogenen arithmetischen Zugängen strukturelle Gemeinsamkeiten (Rechengesetze) "herauskristallisieren" lassen und Schüler erste Einblicke in Denkweisen der Mathematik gewinnen können, die in vielen Hochschulstudiengängen von Bedeutung sind.
  • Parameterdarstellungen sollten nicht nur als "Beschreibungen statischer Objekte" sondern unter Einbeziehung ihres funktionalen Aspekts aufgefasst werden. Sie eignen sich damit zur Beschreibung von Bewegungsvorgängen und bilden die mathematische Grundlage für die Erstellung von Computeranimationen. Zudem ergeben sich Vernetzungen zwischen analytischer Geometrie und Funktionenlehre sowie Möglichkeiten, interessante Kurven zu beschreiben und zu erzeugen.

Vortragsfolien

 


 

Montag, den 19.01.2015, 16 Uhr c.t.:

Frau Prof. Dr. Katja Lengnink, Universität Gießen

Vorstellungen und Begriffe bilden im Mathematikunterricht – Eine Reflexion von Lehr- Lernprozessen

Kurzfassung:

Mathematische Vorstellungen und Begriffe sind zentral beim Mathematik-lernen. Wie können sie gebildet werden? Welche Prozesse helfen dabei und welche Prozesse sind eher hinderlich? Welche Rolle spielt der Material-einsatz dabei? Wie wirkt sich die Heterogenität der Lerngruppe aus?

Im Vortrag werden Ansätze zur Vorstellungs- und Begriffsbildung an Unterrichtsthemen aus der Sekundarstufe  (wie z.B. Grundlagen der Geometrie, Strahlensätze, Elementare Algebra) erörtert. Es werden Lernumgebungen, Schülerprodukte und Videosequenzen zu Bearbeitungsprozessen von Schülerinnen und Schülern vorgestellt und in Bezug auf den Aufbau von Grundvorstellungen und die Gestaltung von Begriffsbildungsprozessen reflektiert. Insbesondere werden daran Fragen des Umgangs mit Heterogenität und des zielgerichteten Materialeinsatzes diskutiert.

Die betrachteten Lehr-Lernsituationen sind in der Lernwerkstatt Mathematik der Universität Gießen von Studierenden mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt und videographiert worden.

 


zuletzt verändert: 09.12.2014 18:55

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