Trinationale Graduiertenakademie zur Risikoforschung genehmigt

Die Universität Koblenz-Landau hat gemeinsam mit fünf weiteren Universitäten der grenzüberschreitenden Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) ein Großprojekt im Rahmen des EU-Förderprogramms INTERREG Oberrhein eingeworben.

Verantwortliches Projektteam Universität Koblenz-Landau. (V.l.n.r.): Prof. Dr. Christian Bermes, Dr. Tanja Joschko, Junior-Professor Dr. Ralf Schäfer, Dr. Christian Dorsch, Prof. Dr. Ralf Schulz und Prof. Dr. Melanie Steffens. Foto: Karin Hiller/Universit

Verantwortliches Projektteam Universität Koblenz-Landau. (V.l.n.r.): Prof. Dr. Christian Bermes, Dr. Tanja Joschko, Junior-Professor Dr. Ralf Schäfer, Dr. Christian Dorsch, Prof. Dr. Ralf Schulz und Prof. Dr. Melanie Steffens. Foto: Karin Hiller/Universit

 

Gestern genehmigte der Begleitausschuss des Programms den Antrag zum Aufbau der „Upper Rhine Trinational Graduate Academy Security-Risk-Orientation (SERIOR)“. Das dreijährige Projekt wird durch die Universität Koblenz-Landau koordiniert und hat ein Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro.

Finanzkrise, Klimawandel, Terror oder weltweit relevante Umweltkatastrophen zeigen: Risiken machen in der globalisierten Welt vor Landesgrenzen nicht halt. Die trinationale Graduiertenakademie SERIOR will sich daher den Fragen annehmen, wie Menschen in Grenzregionen mit Risiken umgehen, wie sie diese wahrnehmen und ob es darin kulturelle Unterschiede gibt. An den Schnittstellen von Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften beschäftigt sich SERIOR interdisziplinär mit dem Thema Risikomanagement und beinhaltet ein grenzüberschreitendes Ausbildungs- und Betreuungsprogramm für Promovierende und junge promovierte Wissenschaftler.

„Für die hochentwickelte Oberrheinregion ist der grenzüberschreitende Umgang mit Risiko ein zentrales Themenfeld, stellen doch kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung, Abschätzung und Kommunikation von Risiken für Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik häufig ganz relevante Herausforderungen dar“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Ralf Schulz. Aus diesem Grund wird die Graduiertenakademie auch ein grenzüberschreitendes Wissenstransferprogramm zwischen Forschern und diesen Akteuren zum Thema Risikomanagement aufbauen.

Projektpartner sind alle sechs Universitäten der TMO, zu denen neben der Universität Koblenz-Landau die Universitäten Freiburg, Karlsruhe (KIT), Strasbourg, Haute-Alsace (Mulhouse-Colmar) und Basel gehören. „Als Projektträger in einem Verbund so renommierter Universitäten wirken zu können, ist eine großartige Anerkennung der Leistungsfähigkeit unserer jungen Universität“, wertet Universitätspräsident Prof. Dr. Roman Heiligenthal die Projektgenehmigung als großen Erfolg. „Die strategische Bedeutung des Projektes für uns ist ausgesprochen hoch - sowohl im Hinblick auf die Sichtbarkeit der Universität in der grenzüberschreitenden Oberrheinregion, als auch auf die internationale Positionierung innerhalb des Forschungsgebietes Risikomanagement.“ Durch den internationalen und interdisziplinären Ansatz der Graduiertenakademie würden zudem das Universitätsprofil gestärkt und neue Impulse für die Nachwuchsförderung und Internationalisierung gesetzt.

In der Graduiertenakademie werden Doktoranden und Post-Doktoranden interdisziplinär und grenzüberschreitend zusammenarbeiten. Ihre Ergebnisse stehen für die Wissenschaft sowie für die konkrete Unterstützung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und für den Umgang mit Risiken in der Oberrheinregion zur Verfügung.

 

Kontakt:
Institut für Umweltwissenschaften Landau
Prof. Dr. Ralf Schulz 
E-Mail: schulz@uni-landau.de

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: theil@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 17.12.2015 00:00