Ministerin an Forschungsstation im Eußerthal

Auf ihrer Sommertour hat die rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken am Dienstag Station im Eußerthal auf der ehemaligen Fischzuchtanlage gemacht. Wo früher Fische zum Verzehr gezüchtet wurden, entsteht derzeit eine Forschungs- und Umweltbildungsstation der Universität Koblenz-Landau.

Auf ihrer Sommertour informierte sich Umweltministerin Höfken an der Forschungsstation im Eußerthal auch über den renaturierten Sulzbach und den Auenbereich. Foto: Karin Hiller

Auf ihrer Sommertour informierte sich Umweltministerin Höfken an der Forschungsstation im Eußerthal auch über den renaturierten Sulzbach und den Auenbereich. Foto: Karin Hiller

Seit 2013 wird die ehemalige Fischzuchtanlage des Landesfischereiverbandes Pfalz e.V. im Eußerthal im Rahmen der Landes-Aktion „Blau Plus“ umgestaltet. Unter der Federführung der Universität Koblenz-Landau wurde der durchs Gelände fließende Sulzbach aus seinem Betonbett geholt und renaturiert, ein Wehr zurückgebaut. Einige der alten Fischzuchtbecken wurden erhalten und saniert, die nun zur Aufzucht bedrohter einheimischer Fischarten wie Maifisch oder Schlammpeitziger genutzt werden. Das Land fördert die Aktion mit einer Million Euro.

Als einzigartige Kooperation bezeichnete Höfken das Gemeinschaftsprojekt von Universität Koblenz-Landau, Umweltministerium, Landesfischereiverband, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und Verbandsgemeinde Annweiler. „Das Projekt zum Gewässerschutz im Eußerthal entfaltet Signalwirkung über das Biosphärenreservat Pfälzerwald hinaus“, lobte die Ministerin das mitten im Pfälzer Wald angesiedelte Projekt. „Eußerthal wird Universitätsstandort“, freute sich Universitätspräsident Professor Dr. Roman Heiligenthal, der allen Projektpartner für Ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit dankte.

Das Gelände, auf dem die Ökosystem-Forschungsanlage Eußerthal derzeit entsteht, umfasst eine Forschungsstation, Freilandlabore und den außerschulischen Lernort „Nature Lab“. Für die Station zur fischökologischen Forschung wird das ehemalige Wohnhaus umgebaut. Sie wird ergänzt durch die beiden Freilandlabore „Auenbereich“ und „Fließgewässer“. Im Nature Lab sollen Schüler wie auch Erwachsene künftig von dem Wissen profitieren, das die Forscher im Eußerthal generieren. Schwerpunkt sind Schulklassen, die umweltwissenschaftliche Themen altersgerecht erkunden können und angehende Lehrkräfte, die für Gewässer- und Artenschutz sensibilisiert werden sollen. Aber auch interessierte Wanderer sollen sich über interaktive Schautafeln über aktuelle Forschungsarbeiten informieren können. Auf dem Gelände biete sich durch die vorhandene und auszubauende Infrastruktur die einmalige Möglichkeit der parallelen Nutzung eines Forschungs- und Bildungsortes, der die Kompetenzen der Universität Koblenz-Landau in den Bereichen Umweltwissenschaften und Bildungswissenschaften optimal koppele, betonte Professor Dr. Ralf Schulz, Vizepräsident der Universität.

 

Die Themenschwerpunkte in der Ökosystem-Forschungsanlage Eußerthal:
• Ökologische Gewässerfunktionen
• Bedrohte Gewässerfauna
• Ökologische und gesellschaftliche Bedeutung von Gewässern

Stationen der Tour:
• Die geplante Forschungsstation
• Das Bruthaus für Fische
• Das Nature Lab
• Die Teichanlagen
• Der renaturierte Sulzbach

Weitere Informationen zur Ökosystem-Forschungsanlage Eußerthal unter http://eeres.uni-koblenz-landau.de/

 

Kontakt:
Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: theil@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 28.07.2015 00:00
zuletzt verändert: 25.09.2015 12:57

Kontakt