29. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie

Radikalisierung, Verlust von Vertrauen in Politik, Vielfalt und Globalisierung – die Bandbreite an aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen und deren Einfluss auf friedenspolitische Prozesse ist groß. Wie man diesen Herausforderungen für ein friedliches Miteinander begegnen und welche Ansatzpunkte die Friedenspsychologie hierfür bieten kann, darüber diskutieren rund 70 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen sowie Praktikerinnen und Praktiker aus Politik, Zivilgesellschaft und Medien vom 8. bis 10. Juli auf der 29. Jahrestagung des Forums Friedenspsychologie an der Universität Koblenz-Landau.

Für ein friedliches Miteinander kann die Friedenspsychologie wichtige Ansatzpunkte liefern. Foto: kbuntu/Fotolia

Für ein friedliches Miteinander kann die Friedenspsychologie wichtige Ansatzpunkte liefern. Foto: kbuntu/Fotolia

 

Die dreitägige Konferenz mit dem Titel „Current Social and Political Challenges: Research, Action & Policy“ beginnt mit zwei Workshops. „Mitgefühl als Tool der Konflikttransformation“, ein Angebot der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, und ein „Science Slam“-Workshop zeigen neuere Ansätze in der Kompetenzvermittlung auf und bieten spannende Einblicke in aktuelle Forschung und Wissenschaftskommunikation.

Öffentliche Podiumsdiskussion

Welche Verantwortung haben Wissenschaft und Politik bei der Entstehung, Kommunikation und Nutzung von Forschung? Darüber debattieren am Freitagabend in einer öffentlichen Podiumsdiskussion, im Audimax der Universität (Fortstraße 7), ab 19 Uhr, Dr. Simon Meisch vom Internationalen Zentrum für Ethik und Wissenschaften, Bernhard Docke, ehemaliger Anwalt des Guantánamo-Inhaftierten Murat Kurnaz und Mitglied im Menschenrechtsausschuss der Bundesanwaltskammer sowie der Politikwissenschaftler Ulrich Sarcinelli, Vorsitzender der Friedensakademie Rheinland-Pfalz e.V. Die Veranstaltung moderiert SWR-Redakteurin Doris Maull.

Öffentlicher Keynote-Vortrag von Arie Kruglanski

Am Samstagabend hält der renommierte Wissenschaftler Arie Kruglanski ab 17.15 Uhr einen öffentlichen Vortrag in englischer Sprache zum Thema „The Psychology of Radicalization and Deradicalization“ im Hörsaal der Universität (BIII 040). „Ein Ziel der Tagung besteht darin, aktuelle friedenspsychologische Forschung auch einem nichtwissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen, damit ein fruchtbarer Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik gestärkt wird“, berichtet Nadine Knab, Promotionsstipendiatin an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und Mitglied des Organisationsteams der Tagung. Neben den wissenschaftlichen Panels mit Vorträgen zu aktueller Forschung wird im Atrium der Universität die Posterausstellung „Wir scheuen keine Konflikte“ des Zivilen Friedensdienstes gezeigt.

Die Tagung wird ausgerichtet von der Arbeitseinheit Sozial- und Wirtschaftspsychologie, Fachbereich Psychologie, der Universität in Landau und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Nähere Informationen zum Programm gibt es unter www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb8/tagung_friedenspsychologie. Eine Anmeldung zur Konferenz ist bis Tagungsbeginn möglich. Für die öffentlichen Veranstaltungen ist keine Anmeldung nötig.

 

Kontakt:

 

Universität Koblenz-Landau
Sozial- und Wirtschaftspsychologie
Prof. Dr. Melanie Steffens
Tel.: 06341 280-31214
E-Mail: steffens@uni-landau.de

Friedensakademie Rheinland-Pfalz
Akademie für Krisenprävention & Zivile Konfliktbearbeitung
Dr. Sascha Werthes (Geschäftsführer)
Tel.: 06341 280-38552
E-Mail: werthes@uni-landau.de

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: ktheilmann@uni-koblenz-landau.de


Datum der Meldung 30.06.2016 00:00