Forschungsstation Eußerthal: Auenbecken eröffnet und Nature Lab gestartet

„Die Forschungsstation Eußerthal generiert nicht nur Wissen – sie macht Wissen ums Wasser erlebbar. An diesem attraktiven Lernort können Schüler und Studenten das Ökosystem Wasser mit Fischen, Krebsen oder Amphibien und seine Bedeutung für uns Menschen erkunden", erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken, die in der 'Ökosystemforschung Anlage Eußerthal' die renaturierten Auenbecken einweihte und den Startschuss des Umweltbildungsprojekts „Nature Lab" gab.

Feierliche Einweihung im Eußerthal. Fotos: Universität Koblenz-Landau

Feierliche Einweihung im Eußerthal. Fotos: Universität Koblenz-Landau

Auen stellen vielfältige Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung und haben daher eine hohe ökologische und gesellschaftliche Bedeutung. Viele Auenbereiche sind verschwunden und von den noch bestehenden Auen sind nur ein geringer Prozentanteil in einem naturnahen Zustand. Das Projekt „Auereaktivierung“, das von der Aktion Blau Plus des Landes Rheinland-Pfalz gefördert wird und an der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal der Universität Koblenz-Landau angesiedelt ist, untersucht die Prozesse in aquatischen und terrestrischen Auenbereichen. Mit Hilfe dieser Daten sollen Empfehlungen zu einer nachhaltigen Entwicklung von Auen in Rheinland-Pfalz gegeben werden. Dazu wurden aus maroden Fischzuchtbecken 12 steuerbare Auenretentionsbecken geschaffen. 

Das Nature Lab steht für forschungsnahe Umweltbildung und Wissenstransfer zum Thema ökologische und gesellschaftliche Bedeutung von Gewässern. Neben Infotafeln entlang der Forschungsstation Eußerthal können Schüler Kursangebote ergänzend zum regulären Unterricht wahrnehmen. Mit der Grundschule Ramberg-Eußerthal besteht bereits eine Zusammenarbeit. Zudem gibt es Ferienkurse und ein Online-Angebot. 

„Für den Erhalt unserer biologischen Vielfalt spielt die Forschung zur Gewässerökologie eine wichtige Rolle. Erst 70 Prozent unserer Flüsse und Bäche sind in dem guten ökologischen Zustand, den die EU-Wasserrahmenrichtlinie vorgibt. Es gibt also noch viel Handlungsbedarf", sagte Höfken. Mit der Aktion Blau Plus wie auch mit der kleinen Schwester, der Aktion Grün, unterstütz das Ministerium daher Aktivitäten wie die Forschungsstation. Das Land fördere die gesamten Aktivitäten auf der Anlage Eußerthal mit einer Million Euro.

Impressionen

 

Ministerin Tafel

Eußerthal

Gruppe mit Ministerin Eußerthal

Übergabe Eußerthal

Wandtafeln Eußerthal

Erklärung an Postern Eußerthal

Station Eußerthal


Datum der Meldung 14.09.2017 15:00
zuletzt verändert: 15.09.2017 08:33

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