5. Forschungstag „Gender & Diversity“ am Campus Landau

Seit 1918 haben Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Der 5. Forschungstag „Gender und Diversity“ stand zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts unter dem Motto „Eine Stimme für die Frau in Gesellschaft und Wissenschaft“ und fand am Campus Landau statt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Forschungstages "Gender & Diversity" während einer der Posterpräsenationen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Forschungstages "Gender & Diversity" während einer der Posterpräsenationen.

Im Rahmen des Forschungstages „Gender und Diversity“ an der Universität Koblenz-Landau warfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Blick auf die Geschichte der Emanzipation der Frau von 1900 bis heute und analysierten den Handlungsbedarf in der Gegenwart. Angereichert mit praktischen Beispielen referierte die Landauer Sozialpsychologin Professorin Dr. Melanie Steffens über Geschlechterstereotype und die Auswirkungen auf die unterschiedliche Bezahlung der Geschlechter. Die Koblenzer Liebesbriefforscherin Professorin Dr. Eva Lia Wyss sprach über Frauenbriefe von Sophie von La Roche bis zur Liebeskommunikation im 21. Jahrhundert und zeigte als Beispiel die Chats Jugendlicher.

Junge Wissenschaftlerinnen stellten ihre Forschungen in insgesamt zehn Postervorträgen vor, von denen zwei prämiert wurden: Im Fokus von Promovendin Anna-Maria Renner stand das Thema When a Man Meets a Woman. Comparing the Use of Negativity of Male Candidats in Single- and Mixed-Gendered Televised Debates. Der zweite Preis ging an die Studentinnen Stefanie Möhring, Wiebke Weitz und Laura Reichwein, die ein Poster zum Thema Vergleich von TransGender und CisGender im Hinblick auf Familie, Partnerschaft und Adoption präsentierten.

Bundesverfassungsrichterin Gabriele Britz sprach in einem Gastvortrag zur „Rolle des Rechts für die Emanzipation der Frau“. Britz gehört seit 2011 dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an und hat eine Professur für Öffentliches Recht und Europarecht in Gießen inne. In ihrem lebendigen Vortrag beleuchtete sie die Meilensteine in der Entwicklung der Emanzipation der Frau von 1900 bis heute anhand von Gesetzestexten.

Der Austausch der jungen Forscherinnen mit den erfahrenen Wissenschaftlerinnen sorgte für spannende Diskussionen und anregende Gespräche. Organisiert wurde er Forschungstag von der zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität, Professorin Dr. Helga Arend. Im kommenden Jahr ist als Motto für den Gender & Diversity-Tag  „Wissenschaft, Macht und Freiheit“ geplant.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Koblenz-Landau, Professorin Dr. Helga Arend, überreichte Bundesverfassungsrichterin Professorin Dr. Gabriele Britz Blumen als Dank für ihren Vortrag.
Die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Koblenz-Landau, Professorin Dr. Helga Arend, überreichte Bundesverfassungsrichterin Professorin Dr. Gabriele Britz Blumen als Dank für ihren Vortrag.

 


Datum der Meldung 16.02.2018 11:00