Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt zu Besuch am Campus Landau

Gestern besuchte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt den Campus Landau. Auf der Veranstaltung „Spitzenforschung für eine nachhaltige Zukunft“ im Rahmen der EU-Kampagne „Europa macht’s möglich“ informierte sich Schmitt über aktuelle Interreg-Projekte der Universität. Koblenz-Landau arbeitet derzeit in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) an sieben Projekten, die durch das grenzüberschreitende EU-Förderprogramm Interreg V A „Oberrhein“ gefördert werden. In der aktuellen Förderperiode erhält die Universität Koblenz-Landau bisher rund drei Millionen Euro an EFRE-Mitteln.

Sehen grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Forschung als Zeichen von gelebtem Europa: (v.l.n.r.) Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann und Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Foto: Karin Hiller

Sehen grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Forschung als Zeichen von gelebtem Europa: (v.l.n.r.) Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann und Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Foto: Karin Hiller

Seit mehr als 20 Jahren gibt es nun das Programm Interreg A, das grenzüberschreitende Forschungsarbeit in der Region Oberrhein fördert. „Durch diese Projektzusammenarbeit soll Europa erlebbar werden“, unterstrich Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz bei ihrem Besuch in Landau. Gerade in Zeiten der Skepsis, in denen Zweifel an Europa laut werden, sei dies besonders wichtig, so Schmitt. Im aktuellen Förderzeitraum 2014 bis 2020 steht mit 110 Millionen Euro das größte Budget seit Beginn des Programms zur Verfügung. 

Bislang war die Universität Koblenz-Landau in elf Interreg-Projekten vertreten. „Die Interreg-Projekte ermöglichen uns neue, wertvolle Kontakte, unterstützen die Zusammenarbeit der Wissenschaft in Europa und sind somit ein Zeichen von gelebtem Europa“, bekräftigte Uni-Vizepräsidentin Gabriele E. Schaumann zu Beginn der Veranstaltung. Die Universität Koblenz-Landau bringe ihre starken Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeitsforschung und Interkulturalität in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein. Landau, als einziger rheinland-pfälzischer Wissenschaftsstandort in der TMO, habe als Tor zur Metropolregion eine wichtige Funktion, so Schaumann. 

Auf dem Rundgang präsentierten sich sechs aktuelle Interreg-Projekte der Staatssekretärin: Photopur, Clim’Ability, Ecoserv, Serior, SuMo-Rhine und Vitifutur. Die Pestizidbelastung durch Weinbau zu reduzieren, ist das Ziel von Photopur. Die Forscher haben hier ein neues Verfahren entwickelt, um pestizidbelastete Gewässer aus dem Weinbau zu reinigen und den Prototypen eines marktfähigen Gerätes entwickelt. Im Projekt „Clim’Ability“ erarbeiten Forscher Instrumente, mit denen Unternehmen ihre Strategien und Prozesse im Hinblick auf den Klimawandel anpassen können. „Ecoserv“ erforscht Ökosystemdienstleistungen am Beispiel des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. In der trinationalen Graduiertenakademie „Serior“ gehen die Forscher der Frage nach, wie Menschen in Grenzregionen mit Risiken umgehen, wie sie diese wahrnehmen und ob es darin kulturelle Unterschiede gibt. „SuMo-Rhine“ unterstützt Städte und Kommunen in der Oberrheinregion beim Aufbau nachhaltiger Verkehrssysteme. Und „Vitifur“ hat Fragen rund um einen nachhaltigen Weinbau im Blick. 

Kontakt:

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:


Datum der Meldung 08.05.2019 00:00