Roboter-Team homer ist Rekordweltmeister

Bereits zum 4. Mal gewann das Team homer der Universität Koblenz-Landau , bestehend aus dessen Leiter Raphael Memmesheimer sowie den Studierenden Isabelle Kuhlmann, Christian Korbach, Patrik Schmidt, Mark Mints, Ida Germann und Ivanna Kramer, bei der Robotik-Weltmeisterschaft RoboCup in der @Home Liga im australischen Sydney den Weltmeistertitel in der Open Platform Kategorie. Dies nach den WM-Siegen 2015 im chinesischen Hefei, 2017 im japanischen Nagoya und 2018 im kanadischen Montreal. Damit ist es das erfolgreichste Team in der @Home Liga.

Das Team homer, bestehend Isabelle Kuhlmann, Christian Korbach, Patrik Schmidt, Mark Mints, Raphael Memmesheimer, Ida Germann sowie der Vizepräsident der RoboCup Federation, Ubbo Visser, während der Siegerehrung. Bild: Tem

Das Team homer, bestehend Isabelle Kuhlmann, Christian Korbach, Patrik Schmidt, Mark Mints, Raphael Memmesheimer, Ida Germann sowie der Vizepräsident der RoboCup Federation, Ubbo Visser, während der Siegerehrung. Bild: Tem

Aufgaben in der Liga waren in diesem Jahr der Transport von Müll aus dem Haus, das Einräumen einer Spülmaschine, das Empfangen und Bedienen von Gästen, sowie das Aushelfen in einem Restaurant durch Roboter. Diese Aufgaben basieren auf grundlegenden Fähigkeiten, zum Beispiel der Personen- und Objekterkennung, der richtigen Einschätzung von Gesten, dem Kartieren und Navigieren.

Roboter TIAGo beim Robocup 2019 in Sydney hebt einen Müllsack aus dem Mülleimer und bringt ihn nach draußen. Foto: Tem
Roboter TIAGo beim Robocup 2019 in Sydney hebt einen Müllsack aus dem Mülleimer und bringt ihn nach draußen. Foto: Tem

Roboter TIAGo beim Robocup 2019 in Sydney räumt eine Spülmaschine ein. Foto: Tem
Roboter TIAGo beim Robocup 2019 in Sydney räumt eine Spülmaschine ein. Foto: Tem

Roboter LISA beim Robocup 2019 in Sydney bedient eine Person in einem unbekannten Restaurant. Insgesamt schaffte es das Team, zwei Personen zu bedienen und drei Bestellungen auszuliefern. Foto: Tem
Roboter LISA beim Robocup 2019 in Sydney bedient eine Person in einem unbekannten Restaurant. Insgesamt schaffte es das Team, zwei Personen zu bedienen und drei Bestellungen auszuliefern. Foto: Tem

Im Finale zeigte das Team um Leiter Raphael Memmesheimer einen Ansatz zum adaptiven Lernen durch Demonstration, autonome semantische Exploration sowie kontaktforcierende  Manipulation am Beispiel des Reinigens einer Toilettenbrille mit einem Schwamm-Greifer. Während des anschließenden Symposiums präsentierte das Team einen Ansatz zur Gestenerkennung auf Video-Sequenzen.

Roboter TIAGo reinigt eine Toilette im RoboCup@Home Finale. Foto: Tem
Roboter TIAGo reinigt eine Toilette im RoboCup@Home Finale. Foto: Tem

Ida Germann demonstriert im Finale der Jury, wie man dem Roboter neue Aufgaben beibringen. Diese Aufgaben können auf andere Situationen übertragen werden. Foto: Tem
Ida Germann demonstriert im Finale der Jury, wie man dem Roboter neue Aufgaben beibringen. Diese Aufgaben können auf andere Situationen übertragen werden. Foto: Tem

Insgesamt qualifizierten sich 25 Teams aus aller Welt in drei Kategorien, davon neun in der Open Platform League, in der beliebige Robotik-Plattformen genutzt werden können. Das Team aus Koblenz nutzte den eigens entwickelten Roboter LISA sowie Roboter TIAGo der Firma PAL Robotics.

Durch Studierende der Computervisualistik und Informatik wurde der Roboter LISA in Projekt- und Forschungspraktika selbständig entwickelt und entworfen. Das Robotik-Projekt der Arbeitsgruppe Aktives Sehen unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dietrich Paulus begeistert Studierende der Universität seit 16 Jahren. An der Vorbereitung der WM waren auch die Studierenden Niklas Yann Wettengel, Niko Schmidt, Daniel Müller,Tobias Evers, Lukas Buchhold, Robin Bartsch und Thomas Weiland beteiligt.

"Ich gratuliere dem Team zu dieser großartigen Leistung und dem nun schon vierten Weltmeister-Sieg, davon dem dritten in Folge", so Prof. Dr.-Ing. Dietrich Paulus, Leiter der Arbeitsgruppe Aktives Sehen am Institut für Computervisualistik der Universität in Koblenz.

Die RoboCup Weltmeisterschaft findet im nächsten Jahr im französischen Bordeaux statt. Im September 2019 plant das Team an dem SciRoc Wettbewerb in Milton Keynes, England, teilnehmen.

Das Team wurde finanziell unterstützt von der Universität Koblenz-Landau, dem Studierendenparlament der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, PAL Robotics, Einst e.V., CV e.V., dem Software-Entwickler Neoalto sowie der KEVAG Telekom GmbH. Ohne diese Unterstützungen wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.

 

ANSPRECHPARTNER:

Raphael Memmesheimer

Universität Koblenz-Landau
Campus Koblenz
Institut für Computervisualistik
Arbeitsgruppe Aktives Sehen
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz

Tel: 0261 287-2971
E-Mail: raphael@uni-koblenz.de

 


Datum der Meldung 08.07.2019 15:00