Fallzahl Standort Mainz: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis: 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Landau: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Politik trifft Informatik

Pia Schellhammer, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, sowie die Koblenzer Stadträte Gordon Gniewosz und Carl-Berhard von Heusinger besuchten den Fachbereich Informatik der Universität Koblenz-Landau mit Blick auf die Bereiche Computervisualistik und E-Demokratie.

v.l.n.r.: Stadtrat Carl Berhard von Heusinger, Prof. Dr. Dietrich Paulus, MdL Pia Schellhammer, Roboter Lisa, Stadtrat Gordon Gniewosz, Prof. Dr. Maria A. Wimmer, Daniel Müller

v.l.n.r.: Stadtrat Carl Berhard von Heusinger, Prof. Dr. Dietrich Paulus, MdL Pia Schellhammer, Roboter Lisa, Stadtrat Gordon Gniewosz, Prof. Dr. Maria A. Wimmer, Daniel Müller

Der Fachbereich Informatik als eine der zentralen Säulen der Universität in Koblenz forscht und lehrt in Grundlagen- und Anwendungsbereichen rund um die digitale Transformation. Die Forschungsthemen der Informatik lassen sich einerseits in die drei Bereiche der Kerninformatik und Computervisualistik, der Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik sowie der Ökonomie einordnen. Andererseits beforschen die Arbeitsgruppen unterschiedliche Aspekte zu Daten, zu Künstlicher Intelligenz und in deren Schnittmenge zu Data Intelligence. Data Intelligence bildet somit das Kernprofil für Forschung und Lehre im Fachbereich Informatik. Ein Potentialbereich in der Profilbildung ist der Schwerpunkt Health Data Intelligence. Dies ist ein digitales Gesundheitsökosystem, das in der Region zusammen mit der Hochschule Koblenz, führenden Wirtschaftsunternehmen und Akteuren des Gesundheitswesens wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärzte neue innovative Anwendungen im Gesundheitswesen beforscht und entwickelt. Dieser Bereich soll als übergreifender Profilbereich einer künftigen interdisziplinären Universität Koblenz in Kooperation mit den Geistes- und Kulturwissenschaften sowie dem Bereich Mathematik/Naturwissenschaften etabliert werden.

Neben einem Überblick über den Fachbereich lernten die Gäste am Campus Koblenz Forschungsprojekte aus den Bereichen Computervisualistik, E-Government / E-Democracy und Softwaretechnik / E-Health kennen. Prof. Dr.-Ing. Dietrich Paulus vom Institut für Computervisualistik stellte Forschungen im Bereich der Robotik und medizinischer Visualisierung vor. Im Rahmen einer Live-Demo brachte der vierfache Weltmeister-Roboter Lisa den Gästen Getränke. Das studentische Robotik-Team homer gewann 2019 die Weltmeisterschaften in der @Home Liga im australischen Sydney. Dies nach den WM-Siegen 2015 im chinesischen Hefei, 2017 im japanischen Nagoya und 2018 im kanadischen Montreal. Damit ist es weltweit das erfolgreichste Team in der @Home Liga. Vorgestellt wurde das Robotik-Projekt von Daniel Müller, Leiter des Robotik-Teams homer.

Prof. Dr. Maria A. Wimmer präsentierte einen Überblick zu ihren Projekten im Kontext der Digitalisierung im öffentlichen Sektor und in E-Democracy. Im Projekt E-Democracy untersucht sie mit Kollegen, wie Algorithmen und Methoden der Wissensanalyse bei der Identifikation und Analyse von Fake News in den Sozialen Medien helfen. Zudem beleuchten die Wissenschaftler, wie mithilfe sozialer Simulation komplexe Zusammenhänge in einzelnen Politikfeldern besser erklärt werden können und wie durch Multiagentensimulation Handlungsoptionen strategiepolitischer Entscheidungsfindung ausgelotet werden können. Mit der Stadtverwaltung Koblenz und dem Landkreis Cochem-Zell wird im Rahmen des EU-geförderten Projekts iFLOAT die Umsetzung der E-Rechnungsverordnung auf kommunaler Ebene vorangetrieben.

Forschung im Kontext der Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) in E-Health sowie die Forschungsinitiative EnTrust (Engineering Trustworthy Data-intensive Systems) wurden von Prof. Dr. Jan Jürjens vorgestellt. In EnTrust erforschen Kollegen des Fachbereichs in Teilprojekten methodische Vorgehensweisen und formale Werkzeuge, die die ingenieurtechnische Entwicklung korrekter - oder zumindest vertrauenswürdiger - datenintensiver Software unterstützen.  Ein wesentlicher Aspekt, der zur Vertrauenswürdigkeit datenintensiver Systeme beitragen kann, ist ihre Erklärbarkeit. Genauer: deren Fähigkeit, getroffene Entscheidungen zu erklären, aber auch die korrekte Ausführung solcher Systeme nachzuweisen oder zu beweisen.

Ansprechpartnerin:

Prof. Dr. Maria A. Wimmer

Universität Koblenz-Landau

Campus Koblenz

Institut für Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik

Universitätsstr. 1

56070 Koblenz

 

Tel.: 0261 287-2646

E-Mail: wimmer@uni-koblenz.de 


Datum der Meldung 16.10.2020 09:00