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Universitätspreis für digital gestützte Lehre für Gisela Gerlach und Xenia Görtz

In diesem Jahr konnte ein Tandem beim Universitätspreis für digital gestützte Lehre überzeugen: Professorin Dr. Gisela Gerlach und Xenia Görtz vom Institut für Sozialwissenschaften können sich über die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 500,- Euro freuen. Einmal jährlich lobt die Vizepräsidentin für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs, Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, gemeinsam mit der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA) den Preis aus, um besonderes Engagement in der Lehre zu würdigen.

Virtuelle Preisverleihung: Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann und Kathrin Schmidt, Geschäftsführerin der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA), gratulieren den beiden Preisträgerinnen. Foto: UKOLD/Kathrin Schmidt

Virtuelle Preisverleihung: Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann und Kathrin Schmidt, Geschäftsführerin der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA), gratulieren den beiden Preisträgerinnen. Foto: UKOLD/Kathrin Schmidt

„Mit dem Preis haben wir bislang gute Konzepte für den Einsatz von digitalen Elementen in der Lehre sichtbar gemacht“, erklärt Schaumann den Ansatz des Lehrpreises. Da nun seit mehr als einem Jahr coronabedingt die Lehre an der Universität insgesamt nur noch digital möglich ist, ginge es nun nicht mehr nur darum, dass digitale Elemente in den eingereichten Lehrkonzepten vorhanden seien. „Mit dem diesjährigen Preis wollen wir digitale Lehrveranstaltungskonzepte auszeichnen, die als Vorbild für andere Lehrende am Campus dienen können“, so Schaumann. Der Preis solle so auch Mut machen, sich mit guten digitalen didaktischen Konzepten auseinanderzusetzen. Gekürt wurden die Gewinnerinnen vom Landauer Steering Committee für Studium und Lehre auf Basis der Bewerbungskriterien sowie der Ergebnisse einer Befragung der Studierenden. 

Im Gremium, das sich mit der für Lehre zuständige Vizepräsidentin berät, versammeln sich die Prodekane für Lehre aller Fachbereiche, Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulprüfungsämter, der Stabsstelle Qualitätssicherung in Studium und Lehre und der Lehrerbildungszentren, die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle sowie Vertreterinnen und Vertreter des AStA. Zur Bewertung der eingereichten Konzepte wurden vier Kriterien für gute digitale Lehre erarbeitet: Durchdachtes didaktisches Konzept, substantieller und zielführender Einsatz von digitalen Lehrtools, Nutzencharakter für Studierende sowie niedrigschwellige Übertragbarkeit und Vorbildcharakter für Dozierende. 

Das Duo Gerlach und Görtz überzeugte das Steering Committee mit ihrer digitalen Umsetzung der Vorlesung „BWL: Grundlagen und konstitutive Entscheidungen“, an der 280 Studierende teilgenommen haben. Dabei setzten die beiden Wissenschaftlerinnen auf einen Wechsel von asynchronen und synchronen Anteilen in der Lehrveranstaltung mit einem Mix aus Lehrvideos, Übungsaufgaben und Live-Terminen. „Das Konzept zeigt, dass man kein digitales Feuerwerk aus verschiedenen Tools entzünden muss, um Studierende zu motivieren, sich auch im Selbststudium notwendiges Fachwissen anzueignen“, unterstreicht Schaumann. Gerlach und Görtz haben mit vorhandenen Mitteln wie Powerpoint oder OLAT ein gutes didaktisches Konzept auf die Beine gestellt und damit eine große Vorlesung sinnvoll und zielführend in ein digitales Format überführt. Wöchentlich stellten die beiden Powerpoint-Folien mit Tonspur als Lehrvideo zur Verfügung. Diese wurden ergänzt durch Übungsaufgaben, die eigens für das digitale Format entwickelt wurden und dazu dienten, die Vorlesungsinhalte anzuwenden und zu vertiefen. Die Lösungen der Übungsaufgaben wurden in drei live durchgeführten Vorlesungseinheiten besprochen und dabei auch die Fragen der Studierenden beantwortet. Im dritten Live-Termin haben Gerlach und Görtz die Studierenden mit einem Wissens- und Verständnisquiz auf die Klausur vorbereitet. Die Inhalte der Live-Termine haben sie protokolliert und den Studierenden im Anschluss zur Verfügung gestellt. Hilfe bei der Umsetzung ihres Konzepts bekamen Gerlach und Görtz von Dr. Gergely Kapolnasi von der E-Learning-Einheit Landau, die Lehrenden im digitalen Semester einen umfassenden Support bietet.

Auf die Shortlist im Wintersemester 2020/21 schafften es aus den zwölf Bewerbungen drei Konzepte. Neben dem Konzept von Gerlach und Görtz waren das eine Laborübung von Professor Dr. Björn Risch und Tobias Przywarra zum Thema „Didaktische Übungen der Organischen Chemie“ und die Vorlesung „Kommunikation und Interaktion/Lehr- und Lernmedien“ von Dr. Ines Welzenbach-Vogel. Risch und Przywarra von der AG Chemiedidaktik am Institut für naturwissenschaftliche Bildung setzten die Laborübung mit asynchronen und synchronen Anteilen um. Eine Laborübung im Online-Semester ist eine besondere Herausforderung, da keine Präsenzanteile im Labor möglich sind. Diese Schwierigkeit lösten Risch und Przywarra mit einem „menschlichen Robotern“ (alias Przywarra), der per Livestream ins Labor von den Studierenden „gesteuert“ werden konnte. Welzenbach-Vogel setzte die Vorlesung in ein asynchrones Format um mit einer Mischung aus Screencasts, Materialordnern (unter anderem eBooks und Podcasts), Selbsttests und einem Forum für den Austausch. 

Informationen zu den Lehrkonzepten finden sich auf der Website der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle, die die Ausschreibung der Preise organisiert.

 

Kontakt

Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA)
Kathrin Schmidt
Geschäftsführerin
E-Mail:

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:

 


Datum der Meldung 22.04.2021 00:00