Mit appbasierter Schnitzeljagd Universität in Landau und Stadt kennenlernen

Studieren heißt für viele Erstsemester normalerweise, an einem neuen Ort in eine neue Lebensphase zu starten. In den vergangenen drei Semestern beschränkte sich das Studium hingegen größtenteils auf Veranstaltungen im virtuellen Raum. Dass mit der ausbleibenden Möglichkeit des persönlichen Kontakts zu Mitstudierenden etwas Wichtiges fehlt, haben am Campus Landau der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität und das Kompetenzzentrum für Studium und Beruf (KSB) frühzeitig erkannt. Bereits im vergangenen Jahr haben sie gemeinsam mit einem externen Dienstleister begonnen, eine appbasierte Schnitzeljagd durch Landau zu entwickeln. Diese „Scavenger Hunt“ enthält digitale und Präsenz-Anteile und wird in Kleingruppen durchgeführt. Mit dem Start der Vorlesungszeit am 25. Oktober geht das coronakonforme Erlebnis-Abenteuer los. Bis zum 5. November können die Teilnehmenden dann Aufgaben lösen, Punkte sammeln und in Teams um einen der vielen Preise kämpfen.

Auch eine Aufgabe auf Pennsylvania-Pfälzisch gibt es in der Landauer Scavenger Hunt. Auch einer von Landaus bekanntesten Söhnen, Thomas Nast, wanderte nach Amerika aus. In seinem Geburtshaus (Rote Kaserne) finden heute Uni-Veranstaltungen statt. Foto: Uni

Auch eine Aufgabe auf Pennsylvania-Pfälzisch gibt es in der Landauer Scavenger Hunt. Auch einer von Landaus bekanntesten Söhnen, Thomas Nast, wanderte nach Amerika aus. In seinem Geburtshaus (Rote Kaserne) finden heute Uni-Veranstaltungen statt. Foto: Uni

„Für die interaktive Erschließung ihrer neuen Umgebung werden von den Studierenden zugleich Teams gebildet und Kennenlernen, Austausch und Kooperation gefördert. Das sind wichtige Kompetenzen, die das Studium erleichtern und auch im Beruf dringend gebraucht werden. Wir waren daher von der Idee von Anfang an begeistert!“, unterstreicht KSB-Geschäftsführerin Dr. Irene Lamberz. „Die Scavenger Hunt richtet sich zwar insbesondere an Studierende, die zum aktuellen Wintersemester ihr Studium beginnen, aber auch an die Kommilitoninnen und Kommilitonen, die wegen Corona bisher nur digital studieren konnten und somit Unileben, Mitstudierende oder die Stadt Landau noch nicht wirklich kennenlernen konnten“, ergänzt Julia Lauer, AStA-Kulturreferentin. Gemeinsam haben AStA und KSB in vielen Stunden die Themen und Ideen für die Aufgaben entwickelt, Sponsoren kontaktiert oder die Hunt mit dem externen Dienstleister mehrfach durchgespielt. Der AStA hat darüber hinaus die Bewerbung der Hunt in der Studierendenschaft und das Anmeldemanagement übernommen. Nachdem die Durchführung der Scavenger Hunt aufgrund der Pandemiesituation mehrfach verschoben werden musste und sie im Sommersemester nur als rein digitales Event stattfinden konnte, wird es kommenden Montag nun appbasiert in der realen Welt losgehen.

 

150 Fragen streifen die vielfältigen historischen Orte der Stadt, studentische Projekte und Erlebnis- und Freizeitmöglichkeiten, die für Studierende attraktiv sind wie Ausflugsziele in der Region, Geschäfte, Cafés und Bars oder aber ehrenamtliches Engagement. Die Landauer Lebensart, die sich auch in der Mundart zeigt, verdeutlicht ein Betrag aus Pennsylvania. Dieses eigens produzierte Video, das sich auf YouTube direkt an die Landauer Studierenden richtet, schlägt einen Bogen zu den nach Amerika ausgewanderten Pfälzern und stellt den Teilnehmern im Dialekt eine Aufgabe. Damit alle, die mitmachen wollen, auch ein Team finden, organisieren sich die Kleingruppen selbst über Facebook oder werden vom AStA koordiniert. 

 

Schnitzeljagd 2.0

Eine Scavenger Hunt ist mehr als die bekannte Schnitzeljagd aus Kindertagen. Müssen dort die Aufgaben nacheinander gelöst werden, um einen Hinweis nach dem anderen zu finden und weiter nach dem Sieg jagen zu können, gibt es bei der appbasierten Variante weder festgelegte Reihenfolge noch Pflichtaufgaben. Zu Beginn des festgelegten Hunt-Zeitraums erhalten die teilnehmenden Teams eine Liste mit Aufgaben, die sie an unterschiedliche Punkte der Stadt bringen. Die Teams entscheiden, welche Aufgaben sie wann erledigen und wie sie dabei vorgehen möchten. Es gewinnt das Team, das die meisten Punkte sammeln kann. Mit dem Einsatz spielerischer Elemente, der sogenannten Gamification, kommt ein Konzept zum Tragen, das auch zunehmend beim Vermitteln von Wissen in der Lehre eingesetzt und wissenschaftlich untersucht wird. „Einige Aufgaben sind eher lustig, andere anspruchsvoll“, so Lamberz. Dadurch werden Wissensdurst und Geselligkeit gleichermaßen bedient und auch Anregungen für spätere Aktivitäten in Landau gegeben. Wichtig ist dem AStA auch der bewusstseinsfördernde Aspekt der Scavenger Hunt: „Durch Aufgaben, die zu umweltsensiblem Verhalten und sozialem Engagement auffordern, möchten wir die Studierenden von Anfang an für diese Themen sensibilisieren“, so Lauer. „Der Spaß bleibt dabei aber garantiert nicht auf der Strecke, ganz im Gegenteil“. So dürfen die Teams beispielsweise eine Campusführung angelehnt an bekannte Reality-TV-Shows umsetzen, fotografisch humorvoll eine Baderegel an einem der Landauer Schwimmbäder inszenieren oder zeigen, wie sie jemandem „Starthilfe geben“, ein Angebot, dass das KSB Studierenden bietet.

 

Die Scavenger Hunt ist ein Gemeinschaftsprojekt von AStA und KSB. Finanziell gefördert wird sie außerdem vom Studierendenparlament, der Stadt Landau und dem Studierendenwerk Vorderpfalz. Zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen haben Preise gesponsert, darunter Gutscheine und Sachpreise. Einen Eindruck der Aufgaben zeigt das YouTube-Video aus Pennsylvania: www.youtube.com/watch?v=q5LOhRoqCGg 

Weitere Infos gibt es auf Facebook https://www.facebook.com/events/635170901224593  und auf der AStA-Website unter www.asta-landau.de/scavenger-hunt/

 

Kontakt:
Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:


Datum der Meldung 21.10.2021 00:00