ZIFET gewinnt internationalen Best Paper Award

Das Zentrale Institut für Scientific Entrepreneurship & International Transfer (ZIFET) der Universität in Koblenz war mit einem Beitrag auf der 23. International Conference on Human-Computer Interaction (HCI International) erfolgreich: Der Beitrag wurde als das beste Paper aus 59 akzeptierten Beiträgen ausgezeichnet.

Verschiedene Spielertypen sprechen auf unterschiedliche spielerische Elemente, zum Beispiel in Apps an. Indem diese Spezifika berücksichtigt werden, lassen sich spielerische Elemente optimieren. Bild: Universität Koblenz-Landau/Jeanine Krath

Verschiedene Spielertypen sprechen auf unterschiedliche spielerische Elemente, zum Beispiel in Apps an. Indem diese Spezifika berücksichtigt werden, lassen sich spielerische Elemente optimieren. Bild: Universität Koblenz-Landau/Jeanine Krath

Durch die Prämierung würdigte das Programmkomitee die besondere wissenschaftliche Qualität und Relevanz des Beitrags von Jeanine Krath und Prof. Dr. Harald von Korflesch zum Thema „Spielertypen und bevorzugte Spielelemente“ für die künftige Forschung. Dieser Preis wurde in der Kategorie HCI in Games – Mensch-Maschine-Interaktion in Spielen vergeben.

Krath und von Korflesch beschäftigten sich in ihrem Beitrag mit der Frage, wie spielerische Elemente, zum Beispiel in Lern-Apps oder Fitness-Apps, optimal gestaltet werden können. Diese spielerischen Elemente können unter anderem Punkte, Level, Ranglisten oder tägliche Herausforderungen sein. Doch nicht alle Menschen mögen die gleichen Spielelemente. Deswegen untersuchten die Forscher, ob sogenannte gamifizierte Apps für verschiedene Spielertypen personalisiert werden könnten. In einer Befragung von 1.073 Teilnehmern aus 59 Ländern fanden Krath und von Korflesch heraus, dass es tatsächlich aussagekräftige Zusammenhänge zwischen Spielertypen und Spielelementen gibt:

Während „Wohltäter“ durch Geschenke, Administrationstools und Wissensaustausch motiviert werden, bevorzugen „Freigeister“ Kreativitätswerkzeuge, freie Erkundungsmöglichkeiten und Lernelemente. Sowohl „Überflieger“ als auch „Spieler“ mögen Herausforderungen, Bestenlisten, Levels und Wettbewerb. Allerdings werden „Spieler“ zusätzlich durch extrinsische Elemente wie Abzeichen, Punkte und andere virtuelle Belohnungen positiv beeinflusst. Menschen, die sich besonders sozial verhalten, präferieren soziale Elemente, vor allem Teams und soziale Netzwerke. „Revolutionierer“ schließlich bevorzugen anarchistische Spielprinzipien und Innovationsplattformen.

In der Studie validierten Krath und von Korflesch zudem eine Skala zur Identifikation der Spielertypen in englischer und deutscher Sprache, die die zukünftige Forschung zur Personalisierung von Gamification weiter unterstützen kann.

Bei der HCI International 2021 handelt es sich um eine große internationale Konferenz im Bereich Human-Computer Interaction, auf der Forscher aus über 80 Ländern zusammenkamen. Sie vereint 19 Subkonferenzen, unter anderem zu HCI und Künstlicher Intelligenz, virtueller und erweiterter Realität (Virtual und Augmented Reality), HCI im Business, Regierung und Organisation sowie Internet-Sicherheit. Die Subkonferenz zu HCI in Games fand 2021 zum dritten Mal statt.

Weitere Informationen finden sich auf folgenden Webseiten der Konferenz:

http://2021.hci.international/hci-games-best-paper-award.html

http://2021.hci.international/index.html

 

Fachliche Ansprechpartnerin:

Jeanine Krath

Universität Koblenz-Landau

Campus Koblenz

Zentrales Institut für Scientific Entrepreneurship & International Transfer (ZIFET)

Universitätsstraße 1

56070 Koblenz

 

E-Mail:

 

Pressekontakt:

Dr. Birgit Förg

Universität Koblenz-Landau

Campus Koblenz

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Universitätsstraße 1

56070 Koblenz

 

Tel.: 0261 287 1766

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Datum der Meldung 27.07.2021 14:00