Staatssekretär Denis Alt besucht Campus Landau zum Auftakt der „Zukunftstour“ des Wissenschaftsministeriums

Zum Auftakt der „Zukunftstour“ des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz hat Staatssekretär Dr. Denis Alt heute die Universität in Landau besucht. Ort seines Besuchs war das iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften. Das iES steht beispielhaft für die dynamische Entwicklung der Forschungsleistung und Innovation am Campus Landau.

SystemLink-Doktorandin Nina Röder erläutert Staatssekretär Alt (Mitte), Vizepräsidentin Schaumann und Campusbeauftragten Schäfer ihre Forschung. SystemLink untersucht die Übertragung von Schadstoffen aus Gewässern in die Uferzone. Foto: Hiller

SystemLink-Doktorandin Nina Röder erläutert Staatssekretär Alt (Mitte), Vizepräsidentin Schaumann und Campusbeauftragten Schäfer ihre Forschung. SystemLink untersucht die Übertragung von Schadstoffen aus Gewässern in die Uferzone. Foto: Hiller

Bei einer Zukunftstour möchten Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch mit Staatssekretär Denis Alt und Landesimpfkoordinator Daniel Stich zeigen, wo Rheinland-Pfalz bereits Innovator ist, Impulse für die ganze Welt setzt und zu wissenschaftlichen Höchstleistungen inspiriert. Das Motto der diesjährigen Sommerreise lautet daher „Zukunftstour – Innovation, Inspiration und Impulse aus Rheinland-Pfalz“.

Die Zukunftstour führte Denis Alt in die Landauer Queich-Auen zur neuen Mesokosmenanlage des iES Landau, die Fließgewässer in Miniatur nachbildet. Mit Unterstützung von über 3,8 Millionen Euro seit 2008 durch die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz konnte der Forschungsschwerpunkt Umwelt entscheidend ausgebaut werden. In der Folge wurden erfolgreiche Drittmitteleinwerbungen erzielt, u.a. eine Reihe von EU-geförderten Projekten, eine DFG- Forschungsgruppe und ein DFG-Graduiertenkolleg. „Der Universitätsstandort hat mit seinem Forschungsschwerpunkt Umwelt bewiesen, welch starke Forschungsleistungen aus Landau kommen. Mithilfe der langfristigen Unterstützung durch die Forschungsinitiative des Landes konnten zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und durchgeführt werden. Sie sind Nachweis für die Leistungsfähigkeit der Umweltwissenschaften in Landau“, so Staatssekretär Alt.

Die Umweltwissenschaften spielen eine wichtige Rolle im Forschungsprofil des Landauer Campus. In den vergangenen Monaten haben die Fachbereiche das Forschungsprofil der Gesamtuniversität (Bildung-Mensch-Umwelt) im Hinblick auf die Kompetenzen und Expertise am Standort Landau und die aktuellen Fragestellungen unserer Zeit konkretisiert: „Bildung, Transformation, Nachhaltigkeit lautet der Dreiklang, unter dem die Landauer Forschungsaktivitäten strategisch weiterentwickelt werden, um die nationale und internationale Sichtbarkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen“, unterstrich Vizepräsidentin für Landau, Prof. Dr. Gabriele E. Schaumann beim Besuch des Staatssekretärs.

„Das am Campus Landau bewährte Zusammenspiel verschiedener Fächer hat die Forschung sowohl in der Grundlagen- als auch angewandten Forschung dynamisch wachsen lassen und es konnten größere interdisziplinäre Forschungsprojekte wie EU-Projekte, DFG-Graduiertenkollegs sowie BMBF-Projekte in den Erziehungswissenschaften, Psychologie und Umweltwissenschaften nach Landau geholt werden“, so Prof. Dr. Ralf B. Schäfer, Campusbeauftragter für Forschung, Nachhaltigkeit, Internationalisierung und Transfer. Eines davon ist das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg SystemLink, das seine Forschung an der Mesokosmenanlage dem Staatsekretär Alt vorstellte. In den vergangenen zehn Jahren konnten die Drittmitteleinwerbungen am Landauer Campus verdreifacht werden, bei Zitaten von Zeitschriftenartikeln, die als Merkmal für die Relevanz des Standorts dienen, hat sich die Rate fast verzehnfacht. „Aktuell werden am Campus Landau über 60 Prozent der Drittmittel der Gesamtuniversität eingeworben“, unterstrich Schäfer. 

Das iES Landau steht für innovative Forschung, aber auch für die Innovation seiner Strukturen. Unter dem Dach des iES Landau forschen zehn naturwissenschaftliche und drei sozialwissenschaftliche Professuren und ihre Teams. „Unsere Gesellschaft steht vor der Aufgabe, komplexe Umweltfragen zu lösen“, erklärt Prof. Dr. Hermann Jungkunst, seit 2018 Leiter des Instituts. Diese reichen von der Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft über den Verlust der Artenvielfalt bis hin zu den Auswirkungen des Klimawandels. „Diese komplexen Fragen erfordern das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen, nicht nur aus den Natur-, sondern auch aus den Sozialwissenschaften“, so Jungkunst. Durch dieses Zusammenspiel in einem Institut könnten die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Forschung in den notwendigen gesellschaftlichen Kontext eingebracht werden. 

Nina Röder, eine der zwölf Promovierenden im DFG-Graduiertenkolleg „SystemLink“, veranschaulichte anhand von zwei aktuellen Forschungsprojekten die Funktionsweise der Mesokosmenanlage und das Konzept des Kollegs. SystemLink untersucht in verschiedenen Projekten die Übertragung von Schadstoffen aus Gewässern in die Uferzone z.B. die Böden durch Überschwemmungen und Hochwasserereignisse. Ein noch wenig erforschtes Gebiet. Planung und Bau der Forschungsanlage wurden durch die Stadt Landau, die Ortsgemeinde Queichheim, die SGD Süd und zahlreichen Unternehmen aus der Region, darunter die Uni-Ausgründung SENECT gemeinsam durchgeführt. Diese Firma für Aquakultur wurde von zwei vorherigen Mitarbeitern der Landauer Umweltphysik gegründet.  

Am Auftakttag der Zukunftstour besuchten Minister Hoch, Staatssekretär Alt und Landesimpfkoordinator Daniel Stich neben der Universität in Landau auch folgende Orte der Innovation: das Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sowie in Kaiserslautern das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI) und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM). Die Zukunftstour von Minister, Staatssekretär und Landesimpfkoordinator läuft in drei Etappen vom 14. Juli bis zum 13. August.

Kontakt:
Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: kerstin.theilmann@uni-landau.de


Datum der Meldung 14.07.2021 17:00