Landauer Juniorprofessor ist Präsident der SETAC Europe

Der Landauer Juniorprofessor Dr. Mirco Bundschuh ist neuer Präsident der Society of Environmental Toxicology and Chemistry (SETAC) Europe. Sein Amt, in dem der Umweltwissenschaftler gleichzeitig Mitglied des Vorstands der weltumspannenden Vereinigung SETAC World ist, folgt einer einjährigen Vizepräsidentschaft. Als SETAC-Präsident Europe will sich Bundschuh für die Belange und Bedürfnisse von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern einsetzen.

Der Umweltwissenschaftler Mirco Bundschuh erforscht, wie sich Chemikalien auf Funktionen in aquatischen Systemen auswirken. Seit Jahren ist er auch in der Vereinigung SETAC engagiert. Foto: Karin Hiller

Der Umweltwissenschaftler Mirco Bundschuh erforscht, wie sich Chemikalien auf Funktionen in aquatischen Systemen auswirken. Seit Jahren ist er auch in der Vereinigung SETAC engagiert. Foto: Karin Hiller

Die SETAC ist eine Vereinigung, die Forscher im Bereich der Umweltchemie und Ökotoxikologie zusammenbringt. Sie vereint Vertreter aus universitärer Forschung, Industrie und Regulatorik, um den Austausch zwischen diesen Bereichen zu fördern und chemikalienbezogene Probleme auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse adressieren zu können. Die SETAC Europe ist mit ihren 1.800 Mitgliedern die größte Vereinigung, die in diesem Forschungsfeld angesiedelt ist. 

Dem wissenschaftlichen Nachwuchs möchte Mirco Bundschuh in seiner Amtszeit ein besonderes Augenmerk schenken. Er möchte eine Gruppe innerhalb der SETAC etablieren, die sich deren Belangen und Bedarfen widmet und entsprechende Angebote erarbeitet. „Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler befinden sich oft zwischen den Stühlen, sie zählen nicht mehr als Student oder Promovend, sind aber auch noch nicht gänzlich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft angekommen und haben somit auch andere Anforderungen an ihr Umfeld“, erklärt Bundschuh seinen Ansatz. Damit möchte er den Gedanken, mit dem er vor mehr als 15 Jahren in der SETAC aktiv wurde, die Förderung von Studierenden, auf die Gruppe der Nachwuchswissenschaftler ausweiten. „Aus meiner Sicht eine logische Entwicklung“. Auch möchte Bundschuh versuchen, die ökotoxikologische mit der ökologischen Forschung zu verbinden. Dazu möchte er eine entsprechende Beitragsreihe in einer der SETAC Fachzeitschriften ins Leben rufen. 

Bundschuh kann auf viele Jahre Engagement innerhalb der SETAC zurückblicken. Bereits 2006 zu seiner Diplomzeit hat er mit der Etablierung des studentischen Beratungsgremiums SETAC EU begonnen und dieses drei Jahre lang geleitet. Während dieser Zeit haben er und seine Mitstreiter die erste „Young Environmental Scientists“-Tagung in Landau organisiert, die inzwischen weltumspannend stattfindet. Nach verschiedenen Positionen innerhalb der SETAC ist er seit 2015 Mitglied des Vorstands. Er ist Mit-Herausgeber eines der SETAC Journals, hat regionale SETAC-Tagungen in Landau durchgeführt und organisiert seit rund 15 Jahren auf den Jahrestagungen Vortragsreihen zu seinen Forschungsthemen. 

In seiner Forschung untersucht Mirco Bundschuh, wie sich Chemikalien auf Funktionen in aquatischen Systemen auswirken. Durch die Einbindung verschiedener Analysemethoden hoffen er und sein Team, die zugrundeliegenden Mechanismen aufzudecken, die zu Effekten führen sowie Ansatzpunkte entwickeln zu können, die eine Hochrechnung der Erkenntnisse in einen größeren Kontext ermöglichen. „Die Erkenntnisse unserer Forschung sollen somit dabei helfen, die Auswirkungen von Chemikalien in der Umwelt besser abschätzen zu können“, so Bundschuh. Darüber hinaus hilft die Forschung dabei, mögliche Lücken in der Regulation der Chemikalien aufzudecken und möglicherweise zu schließen. 

Kontakt:
iES - Institut für Umweltwissenschaften
Jun.-Prof. Dr. Mirco Bundschuh
E-Mail:

Pressestelle Campus Landau
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail:


Datum der Meldung 31.05.2022 00:00