Innovatives Konzept zur digitalen interkulturellen Lehre positiv evaluiert

Ein neues Konzept der digitalen Lehre an der Universität in Koblenz, das RoKoNairo-Projekt "Roboter verbinden Koblenz und Nairobi", das im Sommersemester 2022 realisiert wurde, wurde von beteiligten Studierenden nun als sehr erfolgreich evaluiert. Diese Studierenden sind in zwei weltweit wohl einzigartigen interkulturellen Seminaren zeitgleich an der Universität in Koblenz und der University of Nairobi (UoN) bzw. der United States International University - Africa (USIU) in Nairobi unter Einsatz von Telepräsenz-Robotern zusammengekommen, um sich mittels der Roboter und Raumkameras zu verbinden. So konnten sie eine gemeinsame Lehrveranstaltung über die Grenzen zwischen Deutschland und Kenia hinweg gestalten.

Die Ergebnisse der Evaluation wurden beim deutsch-kenianischen Abschlusstreffen an der Universität in Koblenz vorgestellt, das Projektteam schaut bereits gemeinsam in die Zukunft. Bild: UKL / Magda Pokarowski

Die Ergebnisse der Evaluation wurden beim deutsch-kenianischen Abschlusstreffen an der Universität in Koblenz vorgestellt, das Projektteam schaut bereits gemeinsam in die Zukunft. Bild: UKL / Magda Pokarowski

Eine wissenschaftlich fundierte Studierendenbefragung hat nun gezeigt, dass die SeminarteilnehmerInnen signifikante Zugewinne an interkultureller Kompetenz erzielt haben. Insbesondere wegen der Möglichkeit, mit Hilfe der Roboter in Kleingruppen interaktiv zu diskutieren und virtuelle Touren auf dem Campus der Partneruniversität durchzuführen, bewerteten die Studierenden die Geräte als sehr gewinnbringend.

Zentral für dieses Projekt waren vier Telepräsenzroboter, von denen sich jeweils zwei in Koblenz und Nairobi befanden. Bei ihnen handelt es sich um eine mobile Videokonferenz, mit denen sich Studierende über das Internet verbinden können. Auf diese Weise können beispielsweise Studierende der Universität in Koblenz die University of Nairobi von ihrer Heimatuniversität aus erkunden und mit ihren KommilitonInnen äußerst wirklichkeitsnah, ohne Einsatz zusätzlicher Videokonferenzen, interagieren. 

Damit wurde ein zentrales Ziel des Projekts, das vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) mit knapp 50.000 Euro gefördert wurde, erreicht. Für die zukünftige Zusammenarbeit wurde im Rahmen einer Abschlussveranstaltung vereinbart, dass weitere Seminare in Kooperation zwischen der Universität Koblenz und der UoN sowie der USIU veranstaltet werden sollen, wobei auch die Roboter wieder eingesetzt werden sollen. Zudem soll der Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden weiter gefördert werden. Weitere Kooperationen im Bereich der Forschung, etwa zu den Themen Trauma und Selbstwirksamkeit, sind bereits geplant.

An der Abschlussveranstaltung in Koblenz nahmen Jun.-Prof. Dr. Fabian Wolff, Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl, Lea-Christin Wickord, Mirko Saunders und die Praktikantinnen Pia Capecki und Lea Wegert von der Universität in Koblenz sowie Prof. Dr. Priscilla Kariuki und Prof. Dr. Ephraim Wahome von der UoN, die für die Evaluation des Projekts nach Koblenz gereist sind,  teil. Digital zugeschaltet waren Dr. Charles Kimamo, Danson Kariuki und der Praktikant William Mugo von der UoN, Prof. Dr. Josephine Arasa, Dr. Stella Nyagwencha und die Praktikantin Ashley Wambu der von USIU wie auch Prof. Dr. Wilfried Echterhoff von der Universität Wuppertal, der Lehrbeauftragter der Universität in Koblenz ist und die Zusammenarbeit mit den beiden kenianischen Partneruniversitäten vor vielen Jahren initiiert hat. Ein Grußwort hat der Prodekan für Studium und Lehre des Fachbereichs Bildungswissenschaften, Prof. Dr. Thorsten Fuchs, an die Anwesenden gerichtet.

 

Fachlicher Ansprechpartner

Jun.-Prof. Dr. Fabian Wolff

Universität Koblenz-Landau
Campus Koblenz

Institut für Psychologie
Universitätsstraße 1
56070 Koblenz

E-Mail: wolff@uni-koblenz.de

 

Pressekontakt

Dr. Birgit Förg

Universität Koblenz-Landau

Campus Koblenz

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Universitätsstraße 1

56070 Koblenz

 

Tel.: 0261 287 1766

E-Mail: birgitfoerg@uni-koblenz.de

 


Datum der Meldung 06.09.2022 00:00