Fallzahl Standort Mainz: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis: 05.11.2020) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Landau: 2 (Warnstufe Gelb bis: 06.11.2020) Maßnahmenkonzept

Häufig gestellte Fragen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Erstellt: 28.09.2020

Abstand halten: Achten Sie auf einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen.

- Vermeiden Sie Dienstreisen und persönliche Besprechungen, nutzen Sie stattdessen die Möglichkeiten zu Telefon- und Videokonferenzen. Wenn Präsenzveranstaltungen unbedingt notwendig sind, muss der Mindestabstand von 1,5 Meter gewährleistet sein.
- Arbeiten Sie in Abstimmung mit der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber, wenn möglich, von zu Hause aus. Bitte beachten Sie aber, dass Sie hierauf keinen gesetzlichen Anspruch haben.
- Wenn Sie am Arbeitsplatz gebraucht werden und öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um zur Arbeit zu gelangen, halten Sie möglichst Abstand von Mitfahrenden und tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Oder kommen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto.
- Organisieren Sie Ihre Arbeitsabläufe so, dass Sie möglichst wenig direkten Kontakt zu Ihren Kolleginnen und Kollegen haben – auch in den Pausen.

Alltagshygiene beachten: Befolgen Sie die Hygieneregeln im Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen und verzichten Sie auf Begrüßungsformen mit direktem Körperkontakt.

- Helfen Sie Kolleginnen und Kollegen mit geringen Deutschkenntnissen, die Hygienetipps zu verstehen.
- Teilen Sie Arbeitsplätze oder Gegenstände (z. B. Tastaturen, Werkzeuge) möglichst nicht mit anderen Personen. Ist dies nicht möglich, muss Ihr Arbeitsplatz vor der Übergabe an eine andere Person gründlich mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln gereinigt werden. Eine vorsorgliche Flächendesinfektion bringt grundsätzlich keine Vorteile.
- Arbeitsmittel wie Headsets, Kugelschreiber und Bleistifte sollten prinzipiell nie gemeinsam genutzt werden.
- Achten Sie darauf, dass in Firmenfahrzeugen, die von mehreren Personen genutzt werden, Desinfektionstücher vorhanden sind. Kontaktflächen können vor und/oder nach Nutzung gereinigt werden.
- Wenn Sie Arbeitskleidung oder Schutzausrüstung tragen, bewahren Sie sie getrennt von Ihrer Alltagskleidung auf.

Alltagsmasken: Tragen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung (MNB) dort, wo es vorgeschrieben ist. Insbesondere zu beachten sind Bereiche in denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann (z.B. Verkehrswege, Sanitärräume, Kantinen, Pausen-/Sozialräume, Wartebereiche, Aufzüge, Warte- und Stehflächen, sowie Begegnungsorte aller Art).

 - Alltagsmaken und MNB sind Maßnahmen zum Fremdschutz. Durch den gegenseitigen korrekten Einsatz kann die Schutzwirkung erreicht werden. Zur korrekten Nutzung gehört u.a., dass Mund und Nase dauerhaft vollständig abgedeckt sind. Informieren Sie bitte Personen, die dies scheinbar noch nicht wissen.
- Bitte beachten Sie die Möglichkeiten von Ausnahmeregelungen zur Pflicht zum Tragen von MNB gemäß CoBeLVO RLP in der jeweils gültigen Fassung. Personen ohne Maske dürfen nicht pauschal beschuldigt werden. Ebenfalls ist einer Stigmatisierung oder Bloßstellung von Betroffenen vorzubeugen.

Lüften: Lüften Sie die Arbeitsräume regelmäßig. In Räumen mit RLT-Anlage entfällt die Notwendigkeit der Fensterlüftung.

- Eine Fensterlüftung muss bei Tätigkeitsaufnahme in den Räumen und dann in regelmäßigen Abständen erfolgen.
- Lüftungsintervalle von mind. alle 60 Minuten, besser alle 20 Minuten und ausreichend lange (3-10 Minuten Stoß-/Querlüften) sind empfohlen.
- Nutzen Sie zum Lüften immer die gesamte Oberfläche der Fenster.
- Besprechungsräume sind zusätzlich bereits vor der Benutzung zu lüften, insbesondere dann, wenn sich zuvor andere Personen dort aufgehalten haben.
- Der Einsatz von Geräten im Umluftbetrieb, wie Ventilatoren (z.B. Standventilatoren), Anlagen zur persönlichen Kühlung (beispielsweise mobile Klimaanlagen und Split-Klimaanlagen) oder Geräte zur Erwärmung (z.B. Heizlüfter) ist i.d.R. nur in Räumen mit Einzelbelegung zulässig, da sie im Umluftbetrieb im Allgemeinen keine Außenluft zur Absenkung von Aerosolkonzentrationen zuführen und der Luftstrom zu einer Verteilung von Aerosolen im Raum beiträgt.

Krank? Zu Hause bleiben! Sie schützen damit sich und andere.

- Krank ist im aktuellen Kontext, wer einen Infekt mit einem ausgeprägten Krankheitswerten und einer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes hat.
- Bei banalen Infekten ohne deutliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bzw. mit nur leichten Symptomen haben (z.B. nur Schnupfen, leichter Husten, Halsschmerzen) oder einer anamnestisch bekannte Symptomatik (z.B. Heuschnupfen, Pollenallergie), ist die Aufnahme der dienstlichen Tätigkeit möglich.

Erstellt: 16.10.2020
Aktualisiert: 26.10.2020

Bei Reisen innerhalb von Deutschland gelten die Corona-Regelungen der Bundesländer. Für die Standorte der Universität Koblenz-Landau in Koblenz, Landau und Mainz ist dies die CoBeLVO RLP. Gemäß § 19 (11.) CoBeLVO RLP gilt bei Einreise aus Corona-Risikogebieten (gemäß RKI) automatisch die Pflicht zur Absonderung für den Zeitraum von 14 Tagen und eine Meldepflicht an die zuständigen Gesundheitsbehörden. Dies gilt für alle Personen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Risikogebiete sind definiert als "Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welchen oder welche zum Zeitpunkt der Einreise in das Land Rheinland-Pfalz ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht" (Liste vgl. [1]).

Im Rahmen der Novellierung der 11. CoBeLVO RLP i.d.F. 16.10.2020 ist der folgende Passus entfallen: "eine Region innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, solange innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 [...] höher als 50 Fälle pro 100.000 Einwohnern ist" (Liste vgl. [2]).

§ 20 (11.) CoBeLVO RLP regelt Ausnahmen zu § 19. Bei täglichen und beruflich veranlassten Einreisen in das Land Rheinland-Pfalz und bei Gründen, die in Ausbildung und Studium liegen, ist die Einreise aus Risikogebieten zulässig. Beschäftigte, Beauftragte und Studierende können unter diesen Voraussetzungen die jeweiligen Standorte aufsuchen. Von diesen Regelungen unbenommen bleiben die die allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen in Kraft.

[1] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
[2] https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

Erstellt: 28.09.2020

Für eine medizinisch fundierte Ersteinschätzung: COVID-Guide zur Corona-Verdachtsfallprüfung

Krank ist im aktuellen Kontext wer einen Infekt mit einem ausgeprägten Krankheitswert und einer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes (Symptome z.B. Husten, Halsschmerzen, erhöhte Temperatur) hat. Die dienstliche Tätigkeit kann bis zur ärztlichen Klärung nicht aufgenommen werden. Der Arzt entscheidet über die Durchführung eines Tests auf Infektion mit SARS-CoV-2.

Bei banalen Infekten ohne deutliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens bzw. mit nur leichten Symptomen haben (z.B. nur Schnupfen, leichter Husten, Halsschmerzen) oder einer anamnestisch bekannte Symptomatik (z.B. Heuschnupfen, Pollenallergie), ist die Aufnahme der dienstlichen Tätigkeit möglich.

Erstellt: 16.10.2020

Die CoBeLVO RLP regelt, dass die Kontaktnachverfolgbarkeit sicherzustellen ist, sofern dies in dieser Verordnung bestimmt wird (Kontakterfassung).

Dies gilt insbesondere bei
- forschenden und lehrenden Tätigkeiten an Hochschulen
- Veranstaltungen unter freiem Himmel
- Veranstaltungen in geschlossenen Räumen
- Veranstaltungen mit eindeutig festgelegtem Teilnehmerkreis
- Bewirtung/Gastronomie
- Sport (mit Einschränkungen)
- Schulen und Studienseminare
- Kultur
(Liste nicht abschließend)

Ergänzend zu den oben genannten Bereichen ist eine Kontaktliste erforderlich, wenn die Kriterien des RKI zu "Kontaktpersonen der Kategorie I mit engem Kontakt ("höheres" Infektionsrisiko)" zutreffen. Dies sind:

- Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- ("face-to-face") Kontakt (z.B. Gespräch oder Personen aus demselben Haushalt)
- Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten (z.B. Küssen, Anhusten, Anniesen, Mund-zu-Mund Beatmung)
- Personen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen) oder wenn sich zusätzlich zuvor der Quellfall eine längere Zeit (>30 Min.) im Raum aufgehalten hat
- Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation

Von den potentiellen Kontaktpersonen sind Kontaktdaten zu erfassen:

- Name, Vorname
- Anschrift
- Telefonnummer
- (im Fall von Minderjährigen die zusätzlich die Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten)
- Datum und Zeit der Anwesenheit der Person

Die Listen sind

- unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu erheben
- für eine Frist von einem Monat aufzubewahren
- nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sind die Daten unverzüglich zu löschen

Eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist nicht zulässig. An das zuständige Gesundheitsamt übermittelte Daten sind von diesem unverzüglich irreversibel zu löschen, sobald die Daten für die Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden.

Erstellt: 21.10.2020

Was tun, wenn das Gerücht die Runde macht, eine infizierte Person ist/war in ihrer Nähe?

1. Ruhe bewahren! Unter Einhaltung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen (z.B. Alltagshygiene, Lüften, Abstand, etc.) ist das Ansteckungsrisiko gering.

2. Eine Person, die vermutet dass eine SARS-CoV-2 Infektion vorliegt, sollte umgehend die Anzahl der Kontakte zu anderen Menschen reduzieren und sich bis zur Klärung absondern.

3. Eine Klärung des Verdachts erfolgt über einen Mediziner oder eine unmittelbare Testung auf das Virus. Bitte wenden Sie sich hierzu telefonisch an z.B. den Hausarzt. Eine telefonische Krankschreibung ist ab 19.10.2020, vorerst bis 31.12.2020 möglich.

4. Sollte eine Infektion (postitves SARS-CoV-2-Testergebnis) ermittelt werden, melden Sie dies bitte an die zuständigen Vorgesetzten oder Dozenten. Sollten diese Personen nicht zu erreichen sein, nutzen Sie bitte das Meldeformular: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/beschaeftigte/arbeitssicherheit/gb/coronavirus/meldung-corona

Für eine medizinisch fundierte Ersteinschätzung: COVID-Guide zur Corona-Verdachtsfallprüfung

Erstellt: 28.09.2020

Verdachtsfälle liegen vor, wenn folgende Kriterien zutreffen:

a) Einschlägige Krankheitssymptome (s. Kassenärztliche Bundesvereinigung) oder
b) Kontaktpersonen der Kategorie I mit engem Kontakt (RKI)

Kontaktpersonen der Kategorie I sind durch das RKI definiert als:

- Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- ("face-to-face") Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus demselben Haushalt

- Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines bestätigten COVID-19-Falls, wie z.B. Küssen, Anhusten, Anniesen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, etc.

- Personen, die nach Risikobewertung durch das Gesundheitsamt mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen auch bei weiterem Abstand zum bestätigten COVID-19-Fall als 1,5m entfernt ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen) oder wenn sich zusätzlich zuvor der bestätigten COVID-19-Fall eine längere Zeit (>30 min) im Raum aufgehalten hat

- Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation mit dem bestätigten COVID-19-Fall (z.B. Kitagruppe, Schulklasse), unabhängig von der individuellen Risikoermittlung

Erstellt: 28.09.2020

Sobald ein positives Testergebnis auf den Virus SARS-CoV-2 vorliegt, spricht man einem Infektionsfall. Da die Krankheit asymptomatisch verlaufen kann, wird erst beim Auftreten von einschlägigen Krankheitssymptome der Status auf „COVID-19-Patient“ geändert.

Erstellt: 28.09.2020

Bis zur Abklärung eines mutmaßlichen Infektions-/Krankheitsfalls kann nicht ermittelt werden, ob Personen im Umfeld zur Gruppe der Kontaktpersonen Kat. 1 (RKI) gehören. Dies ist der Fall, wenn Personen von einschlägigen Symptomen berichten, aber noch keine ärztliche Konsultation und/oder kein Testergebnis vorliegt. Über den Umgang mit mutmaßliche Kontaktpersonen entscheidet im Einzelfall ein Mitglied der HS-Leitung. Sollten Krankheitssymptome auftreten gilt für diese Personen gleichermaßen die Aufforderung zur ärztlichen Konsultation. Eine Entscheidung hinsichtlich des Betretens der Dienstgebäude oder weitere Eskalationsstufen kann erst nach Klärung des mutmaßlichen Infektions-/Krankheitsfalls getroffen werden. Bei einer Entwarnung haben die betroffenen Beschäftigten die Arbeit unmittelbar wieder am Dienstort aufzunehmen.

Erstellt: 28.09.2020

Wer krank ist (vgl. oben), insbesondere bei Infektionsfällen und Patienten, ist die Aufnahme von dienstlichen Tätigkeiten am Dienstort ausgeschlossen. Eine ärztliche Klärung ist erforderlich. Sobald eine Quarantäne angeordnet wird oder per Gesetz in Kraft tritt, muss diese durch die anordnende Behörde aufgehoben werden, bevor die Wiederaufnahme des Dienstes möglich ist. „Es ist zu betonen, dass ein negatives Testergebnis das Gesundheitsmonitoring nicht aufhebt und die Quarantänezeit nicht verkürzt!“ (Quelle: RKI)

Erstellt: 28.09.2020

Bei Verdachtsfällen mit Symptomen genügt eine ärztliche Klärung. Wenn der Arzt einen Test anordnet, ist ein negatives Testergebnis für die (Wieder-)Aufnahme der dienstlichen Tätigkeit erforderlich.

Bei Infektionsfällen ist der mögliche Infekt vollständig auszukurieren, bis keine deutliche Beein-trächtigung des Allgemeinbefindens mehr vorliegt. Für die (Wieder-)Aufnahme der dienstlichen Tätigkeit ist zusätzlich entweder ein negatives Testergebnis, der Ablauf des angeordneten Quaran-tänezeitraums oder der (schriftliche) Nachweis zur Aufhebung der behördlich angeordneten Qua-rantäne erforderlich.

Bei Patienten gilt die Regelung zu -Infektionsfällen analog.

Bei behördlich angeordneter Quarantäne oder Selbstisolation muss die vorgesehene Dauer abgelaufen sein oder die zuständige Behörde eine Aufhebung anordnen. Quarantäne und Selbstisolation stehen i.d.R. in einem Zusammenhang mit Verdachtsfällen oder Infektionsfällen. Die zutreffenden Szenarien sind zu beachten.

Bei der Einreise aus Risikogebieten sind die Regelungen der CoBeLVO RLP in der jeweils gültigen Fassung zu beachten. Risikogebiet ist…

- ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welchen oder welche zum Zeitpunkt der Einreise in das Land Rheinland-Pfalz ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

- ist eine Region innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, solange innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 laut der Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts (täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019) höher als 50 Fälle pro 100.000 Einwohnern ist.
Aktuell gilt (gemäß § 19 der 11. CoBeLVO) eine häusliche Quarantäne für einen Zeitraum von 14 Tagen nach Einreise als angeordnet.

Erstellt: 28.09.2020

Betroffene Personen achten insbesondere auf folgende Dinge:

Die Rückkehr eines Verdacht-, Infektions- oder Krankheitsfalls an den Arbeitsplatz ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich. Eine Zusammenarbeit und enge Abstimmung zwischen betroffenen Personen und Vorgesetzten ist zum Gelingen unerlässlich. Die nachstehende Aufzählung ist nicht abschließend, sondern zeigt auf in welchem Spannungsfeld die Beteiligten sich abstimmen müssen:

- Behördliche Quarantänezeiträume sind einzuhalten.
- Im Infektions- oder Krankheitsfall ist ein negatives Testergebnis zur Rückkehr an die Arbeitsstätte erforderlich.
- Grundsätzlich müssen Beschäftige gegenüber dem Arbeitgeber im Falle einer Erkrankung keine Diagnosen oder Krankheitssymptome offenbaren. Die Universität Koblenz-Landau ist darauf angewiesen, dass Sie uns mitteilen, wenn Verdacht-, Infektions- oder Krankheitsfall vorliegen. Nur so können wir weitere betroffene Personen informieren und wertvolle Zeit sinnvoll nutzen.
- Im Verdachts-, Infektions- und Krankheitsfall gilt es die Identität der betroffenen Personen zu schützen, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. Interne und externe Kommunikation erfolgt ausschließlich über die HS-Leitung und die beauftragten Stellen. Damit schützen wir die Daten der betroffenen Beschäftigten und geben diese nicht an Dritte preis.
- Informieren Sie sich eigeninitiativ vor Wiederaufnahme Ihrer Tätigkeit darüber, welche Schutzmaßnahmen an ihrem Dienstort aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie aktuell gelten.
- Bei einer Arbeitsunfähigkeitsdauer von mehr als sechs Wochen in den letzten 12 Monaten ist der Arbeitgeber zudem verpflichtet, den betroffenen Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement gemäß § 167 Absatz 2 SGB IX anzubieten. Informieren Sie sich hierzu bei Bedarf in Abt. 2.
- Liegt ein konkreter Infektions- oder Krankheitsfall vor, werden möglicherweise einzelne Beschäftigte im Umfeld unsicher im Umgang mit zurückkehrenden Beschäftigten sein und Ängste haben, sich am Arbeitsplatz zu infizieren. Nutzen Sie Primärquellen zum Faktencheck und ggf. die Beratungsangebote des Arbeitsschutzes und des betriebsärztlichen Dienstes.

Vorgesetzte tragen insbesondere für nachstehende Punkte Verantwortung:

Die Rückkehr eines Verdacht-, Infektions- oder Krankheitsfalls an den Arbeitsplatz ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich. Eine Zusammenarbeit und enge Abstimmung zwischen betroffenen Personen und Vorgesetzten ist zum Gelingen unerlässlich. Die nachstehende Aufzählung ist nicht abschließend, sondern zeigt auf in welchem Spannungsfeld die Beteiligten sich abstimmen müssen:

- Behördliche Quarantänezeiträume sind einzuhalten.
- Im Infektions- oder Krankheitsfall ist ein negatives Testergebnis zur Rückkehr an die Arbeitsstätte erforderlich.
- Halten Sie Kontakt zur betroffenen Person und bieten Sie Unterstützung an.
- Weisen Sie auf die Beratungsangebote des Arbeitsschutzes und des betriebsärztlichen Dienstes hin.
- Grundsätzlich müssen Beschäftige gegenüber dem Arbeitgeber im Falle einer Erkrankung keine Diagnosen oder Krankheitssymptome offenbaren. Wahren und achten Sie die Persönlichkeitsrechte.
- Im Verdachts-, Infektions- und Krankheitsfall gilt es die Identität der betroffenen Personen zu schützen, um einer Stigmatisierung vorzubeugen. Interne und externe Kommunikation erfolgt ausschließlich über die HS-Leitung und die beauftragten Stellen. Schützen Sie die betroffenen Beschäftigten und geben Sie keine Daten an Dritte preis.
- Informieren Sie betroffene Beschäftigte vor Wiederaufnahme der Tätigkeit darüber, welche Schutzmaßnahmen aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie aktuell am Dienstort gelten.
- Bei einer Arbeitsunfähigkeitsdauer von mehr als sechs Wochen in den letzten 12 Monaten ist der Arbeitgeber zudem verpflichtet, den betroffenen Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement gemäß § 167 Absatz 2 SGB IX anzubieten. Informieren Sie sich hierzu bei Bedarf in Abt. 2.
- Liegt ein konkreter Infektions- oder Krankheitsfall vor, werden möglicherweise einzelne Beschäftigte unsicher im Umgang mit zurückkehrenden Beschäftigten sein und Ängste haben, sich am Arbeitsplatz zu infizieren. Informieren Sie zum aktuellen Wissensstand, insbesondere zum Ansteckungsrisiko oder dem Risiko einer Neuerkrankung. Damit können Sie zum Abbau von Ängsten beitragen. Weisen Sie gleichzeitig auf die Beratungsangebote des Arbeitsschutzes und des betriebsärztlichen Dienstes hin.

Erstellt: 28.09.2020

Beschäftigte können den betriebsärztlichen Dienst nutzen, um u.a. im Zusammenhang mit einer psychischen Belastung ärztlichen Rat einzufordern. Die ärztliche Schweigepflicht gilt in vollem Umfang. Für eine fortlaufende Beobachtung der Auswirkungen der Arbeitsprozesse auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind insbesondere die Führungskräfte verantwortlich. Bei Bedarf sind die Arbeitsschutzexperten, wie z.B. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte sowie andere fachkundige Personen, hinzuziehen.

Kontaktdaten zum betriebsärtzlichen Dienst für den jeweiligen Standort finden Sie hier: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/beschaeftigte/arbeitssicherheit/ansprechpartner/betriebsarzt

Die Corona-Pandemie bringt viele neue Herausforderungen und kann psychisch belastend erlebt werden. Beispielhaft können nachstehende Situationen auftreten:

- Angst, sich am Arbeitsplatz anzustecken, weil Sie zu einer Risikogruppe gehören.
- tiefgreifende Veränderungen der Arbeitsorganisation, der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung sowie der Art und Weise der Kommunikation und Kooperation bei der Arbeit.
- mögliche konflikthafte Auseinandersetzungen
- langandauernde hohe Arbeitsintensität
- Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen, z.B. soziale Isolation im mobilen Arbeiten.
- Schwierigkeiten bei der Strukturierung des Arbeitstags; Trennung von Arbeit und Freizeit.

Erstellt: 28.09.2020

Patient und Infektionsfall:
- Ärztliche Krankmeldung an Personalabteilung (Abt. 2)
- Kein Zutritt zu Dienstgebäuden
- Auskurieren
- Vorgesetzte halten Kontakt
- Negativer SARS-CoV-2-Test und/oder Aufhebung der Quarantäneanordnung vorlegen

Verdachtsfall mit Symptomen:
- Quarantäneanordnung an Personalabteilung (Abt. 2)
- Kein Zutritt zu Dienstgebäuden
- Auskurieren
- Vorgesetzte halten Kontakt
- Bei positivem SARS-CoV-2-Testergebnis Hochstufung zu „Patient und Infektionsfall“

Bis zur Klärung des Status als Kontaktperson Kat. 1:
- Bei Krankheitssymptomen Hochstufung zu „Verdachtsfall mit Symptomen“
- Ohne Symptome: Einzelfallentscheidung eines Mitglieds der HS-Leitung.
- Vorgesetzte halten Kontakt
- Bei positivem SARS-CoV-2-Testergebnis Hochstufung zu „Patient und Infektionsfall“

Erstellt: 28.09.2020

Sollte das Kind als Infektionsfall oder Patient eingestuft sein, sind die betreuenden Personen (z.B. Elternteile) i.d.R. Kontaktpersonen Kat. 1. Die Einstufung wird durch das zuständige Gesundheitsamt vorgenommen und ggf. eine Quarantäne / Selbstisolation angeordnet. Bitte orientieren Sie sich an den beschriebenen Szenarien.

Wird bei dem Kind ein Verdachtsfall (selbst Kat. 1 Kontaktperson) behördlich festgestellt, sind die betreuenden Personen (z.B. Elternteile) i.d.R. keine Kontaktpersonen Kat. 1. Damit besteht eine Dienstpflicht am Dienstort. Um den Betreuungsbedarf zu decken, bestehen verschiedene Möglichkeiten, z.B. Abbau von Mehrarbeit/Urlaub oder Freistellung nach § 45 SGB V.

Sollte das Kind einschlägige Krankheitssymptome haben/entwickeln, tritt eine Änderung der Sachlage ein. Die betreuenden Personen werden bis zur Abklärung eines mutmaßlichen Infektions-/ Krankheitsfalls präventiv isoliert. Orientieren Sie sich in diesem Fall bitte am Pkt „Bis zur Klärung des Status als Kontaktperson Kat. 1“

Erstellt: 28.09.2020

Zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos beim Zutritt betriebsfremder Personen in Arbeitsstätten sind die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

- Nutzung von elektronischen Medien zur Kontaktaufnahme, wo dies zur Erfüllung der Arbeitsaufgabe möglich ist,
- Begrenzung der Zahl gleichzeitig anwesender betriebsfremder Personen so, dass die Abstandsregel zwischen Personen (auch zu Beschäftigten) eingehalten werden kann,
- Verwendung von MNB, wenn die Abstandsregel nicht einzuhalten ist.

Soweit es sich nicht nur um Kurzzeitkontakte handelt, sind Betriebsfremde hinsichtlich besonderer Schutzmaßnahmen im Betrieb durch die Beauftragten des Arbeitgebers vor Ort in geeigneter Weise zu informieren. Dabei müssen örtliche Gegebenheiten sowie Möglichkeiten zur Nutzung von Sanitäreinrichtungen und zur Handhygiene für Betriebsfremde gegebenenfalls berücksichtigt werden.

Erstellt: 19.06.2020
Stand: 18.09.2020 (RKI)

 

ParameterWert
Haupt­übertragungs­weg Tröpfchen­infektion/ Aerosole
Häufige Symptome Husten, Fieber, Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Pneumonie
Risikogruppen insbesondere Ältere, Vorerkrankte

"Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen. Je nach Partikelgröße unterscheidet man zwischen Tröpfchen (größer als 5 µm) und Aerosolen (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne, kleiner als 5 µm), wobei der Übergang zwischen beiden Formen fließend ist.

Beim Atmen und Sprechen, aber noch stärker beim Schreien und Singen, werden Aerosole ausgeschieden; beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich mehr Tröpfchen. Neben der steigenden Lautstärke können auch individuelle Unterschiede zu einer verstärkten Freisetzung beitragen. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber infektiösen Tröpfchen und Aerosolen im Umkreis von 1-2 m um eine infizierte Person herum erhöht.

Bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 1,5 m erhöhen, insbesondere dann, wenn eine infektiöse Person besonders viele kleine Partikel (Aerosole) ausstößt und exponierte Personen besonders tief einatmen. Durch die Anreicherung und Verteilung der Aerosole im Raum ist das Einhalten des Mindestabstandes zur Infektionsprävention ggf. nicht mehr ausreichend. Ein effektiver Luftaustausch kann die Aerosolkonzentration in einem Raum vermindern. Übertragungen im Außenbereich kommen insgesamt selten vor. Bei Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering."

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

Erstellt: 28.09.2020

Das Vorgehen bei besonders schutzbedürftigen Beschäftigten erfolgt auf folgender Grundlage:

1.  Überprüfung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung, dabei Berücksichtigung spezieller Gefahren für besonders  schutzbedürftige Beschäftigtengruppen (in Anlehnung an die Hinweise des RKI) und Einleiten angemessener Maßnahmen,
2.  Umsetzen des (S)TOP-Prinzips,
3.  Vorrang von Verhältnisprävention vor Verhaltensprävention,
4.  Optimierter Arbeits- und Gesundheitsschutz zum Erhalt des Arbeitsplatzes,
5.  Einbezug des individuellen Schutzbedarfes im Rahmen der Arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Die vorbereiteten individuellen Maßnahmen werden abgerufen, wenn die auslösenden individuellen Gefährdungsmerkmale bekannt werden, z.B. durch Vorlage eines ärztlichen Attestes. In unklaren Fällen sollte eine Konsultation der Betriebsärztin bzw. des Betriebsarztes stattfinden.

Im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge können sich Beschäftigte zu ihren individuellen Gefährdungen arbeitsmedizinisch beraten lassen. Sind individuelle Schutzmaßnahmen erforderlich, teilt die Ärztin bzw. der Arzt dies dem Arbeitgeber mit, ohne dass Diagnosen oder Befunde erwähnt werden. Entspricht die Empfehlung einem Tätigkeitswechsel, bedarf diese Mitteilung der Einwilligung durch die Beschäftigte bzw. den Beschäftigten.

Erstellt: 19.06.2020
Stand: 18.09.2020 (RKI)

"Die Vielfalt verschiedener potentiell prädisponierender Vorerkrankungen und ihrer Schweregrade sowie die Vielzahl anderer Einflussfaktoren machen die Komplexität einer Risiko-Einschätzung deutlich. Daher ist eine generelle Festlegung zur Einstufung in eine Risikogruppe nicht möglich.

Eine personenbezogene Risiko-Einschätzung im Sinne einer (arbeits-) medizinischen Beurteilung finden sich im Dokument "Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales."

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText15

Vorgesetzten wird empfohlen die Beratungsangebote des betriebsärztlichen Dienstes in Anspruch zu nehmen.

Erstellt: 08.05.2020
Stand: 03.07.2020 (RKI)

Das Robert Koch-Institut hat "Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Ober­flächen außerhalb von Gesundheits­einrichtungen im Zusammen­hang mit der COVID-19-Pandemie" zusammengestellt.

"In Außenbereichen bzw. in öffentlichen Bereichen steht die Reinigung im Vordergrund. Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit ab. [...]"
"In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, dass die konsequente Umsetzung der Händehygiene die wirksamste Maßnahme gegen die Übertragung von Krankheitserregern auf oder durch Oberflächen darstellt. [...]"
"Eine routinemäßige Flächendesinfektion  in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird auch in der jetzigen COVID-Pandemie nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl. [...]"
"Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können. [...]" (Quelle: RKI)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Reinigung_Desinfektion.html

Erstellt: 08.05.2020
Stand: 07.05.2020 (RKI)

Hand-Desinfektion ist (im nicht-medizinischen Bereich) und mit dem Ziel der Inaktivierung von SARS-CoV-2 eine Kompensationsmaßnahme, wenn die Möglichkeit des Händewaschen nicht gegeben ist (z.B. auf Baustellen). Die Universität Koblenz-Landau verzichtet daher auf den flächendeckenden Einsatz.

Sollte im Rahmen von Einzelprüfungen durch den Bedarfsträger festgestellt werden, dass der Einsatz von Hand-Desinfektion erforderlich ist, sind durch den Bedarfsträger Betriebsanweisungen (BA) zu erstellen, anhand dieser das betroffene Personal in geeigneter Form zu unterweisen und die Unterweisung ist zu dokumentieren. Zusätzlich müssen durch den Bedarfsträger Hautschutzpläne und geeigenete Hautschutzmittel zur Verfügung gestellt werden. Auch diese Elemente sind in der Unterweisung zu berücksichtigen. Des Weiteren sind die Vorgaben des Brandschutzes unbedingt zu berücksichtigen, sowie die Vorgaben der Produkt-Gebrauchsanweisung zu entsprechen.

"Im medizinischen und pflegerischen Umfeld ist die Händedesinfektion mit entsprechend in ihrer Wirksamkeit belegten alkoholischen Präparaten das Mittel der Wahl. Außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereiches bietet eine Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2." (Quelle: RKI)

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/19/Art_01.html

Erstellt: 28.09.2020
Stand: 14.04.2020 (BAuA)

Arbeitsplätze ohne nachgewiesene COVID-19-Erkrankung

"Arbeitsplätze sollten derzeit nach Möglichkeit nicht von mehreren Mitarbeitern genutzt werden und es sind organisatorische Maßnahmen zu prüfen, um dies im betrieblichen Alltag umzusetzen. [...]

Es ist zu prüfen, ob durch organisatorische Maßnahmen die gemeinschaftliche Nutzung von Arbeitsmitteln reduziert werden kann, z. B durch die personenbezogene Nutzung von IT-Eingabegeräten (Maus und Tastatur). Von einer gemeinschaftlichen Nutzung von Headsets, Schreibgeräten, wie Kugelschreiber, Bleistiften u. ä. ist generell abzusehen.

Eine regelmäßige Reinigung der Räume ist sicherzustellen sowie verkürzte Reinigungsintervalle zu prüfen. Ungeachtet der regelmäßigen Reinigung von Oberflächen gilt für die Beschäftigten das regelmäßige Händewaschen (30 sec. mit Seife) und das Vermeiden der Berührungen des eigenen Gesichtes.

Eine vorsorgliche Flächendesinfektion, auch von häufigen verwendeten Kontaktflächen, wird auch in der jetzigen COVID-19-Pandemie nicht als notwendig erachtet. Die angemessene Reinigung stellt das Verfahren der Wahl dar."

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/FAQ-18.html

SARS-CoV-2-kontaminierte Arbeitsplätze

"Nach Benutzung durch einen SARS-CoV-2-positiven Beschäftigten sind deren Arbeitsplätze gesondert zu behandeln. Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten, trockenen Oberflächen bei Raumtemperatur bzw. höheren Temperaturen schnell ab. Auf Kupferoberflächen sind Coronaviren nur wenige Stunden, auf Karton nur unwesentlich länger und auf Kunststoff- oder Stahloberflächen wenige Tage infektiös. Bei niedrigen Temperaturen ist von einer längeren Infektiosität des Virus auszugehen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand geht keine Infektionsgefährdung von gemeinsam genutzten Akten und Papieren aus, wenn die Kontamination mehr als 24 Stunden zurückliegt.

Da bei einer Kontamination mit SARS-CoV-2 im unmittelbaren Umfeld eines Erkrankten eine Übertragung über Oberflächen als Schmierinfektion bei unzureichender Händehygiene nicht ausgeschlossen werden kann, ist dies bei einer anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilung und der Festlegung von Schutzmaßnahmen zu berücksichtigen. Dabei ist auch zu entscheiden, wann eine Desinfektion von Oberflächen sinnvoll ist. [...]

Zu berücksichtigen ist u. a.

- Wie wahrscheinlich es, dass die Flächen kontaminiert wurden?
- Wie wurden sie kontaminiert?
- Wie wahrscheinlich ist eine Übertragung von diesen Flächen?
- Was sind es für Oberflächen (Material und Beschaffenheit, Büro, Werkstatt, Fahrzeuge)?
- Ist es möglich den Arbeitsplatz für mehrere Tage nicht zu nutzen?
- Gibt es andere Maßnahmen, zur Verhinderung der Virusverbreitung (z. B. Händehygiene, Nichtnutzung)?

Nur bei potentieller Kontamination durch einen SARS-CoV-2-positiven Beschäftigten sollte auf der Basis der Gefährdungsbeurteilung entschieden werden, ob Desinfektionsmaßnahmen zu Verhinderung der Verbreitung von SARS-CoV-2 beitragen können. Dies kann ggf. für einen kontaminierten Arbeitsbereich sinnvoll sein. Großflächige Desinfektionen im öffentlichen Bereich sind jedoch nicht notwendig.

Wie wird desinfiziert?

Wenn eine Desinfektion von Flächen als notwendig erachtet wird, sollte diese als Wischdesinfektion durchgeführt werden. Sprühen, d. h. desinfizieren ohne mechanische Einwirkung ist weniger effektiv und aus Arbeitsschutzgründen bedenklich. Das Desinfektionsmittel muss eine Wirksamkeit gegen behüllte Viren - "mind. begrenzt viruzid" aufweisen. Die Anwendung von alkoholbasierten Produkten ist aus Brand- und Explosionsschutzgründen auf kleine Flächen beschränkt.

Konkret ist wie folgt vorzugehen:

- kontaminierten Arbeitsbereich für mindestens 24 Stunden nicht betreten bzw. Arbeitsmittel nicht nutzen,
- Leerung von Abfallbehältern, dabei direkten Kontakt mit dem Abfall vermeiden,
- Desinfektion aller Oberflächen des Arbeitsplatzes, die durch Handkontakt oder Sekrete kontaminiert sein können, z. B. Tischplatte, Schreibtischstuhl/Armlehnen, Türgriffe, Maus, Tastatur, Telefonhörer, Lenkräder, Schalthebel, sowie häufig genutzte Werkzeuge und Geräte.

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/FAQ-18.html