Projekt Fisch - Artenschutz

Zusammenfassung

Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass genetischen und populationsgenetischen Aspekten im Management wildlebender Tiere, eine besondere Bedeutung zukommen. Dies gilt für den Schutz seltener und bedrohter Arten, ebenso wie bei der Bewirtschaftung von konventionellen Arten.

Ein relevanter Faktor im Bereich Artenschutz ist das Vermögen einer Tierart auf Umweltveränderungen zu reagieren. Veränderungen der Lebensräume haben einen Einfluss auf die genetische Konstitution von Populationen und somit auf deren evolutionäres Potential sich an zukünftige Umweltveränderungen anzupassen. Dem Anspruch, diese Erkenntnisse adäquat ins Management mit einzubeziehen, steht jedoch häufig ein Mangel an genetischen Grundlagendaten für bestimmte Arten und/oder Lebensräumen gegenüber. Darüber hinaus ist es oft problematisch, allgemeine Regeln in konkrete Empfehlungen für bestimmte Managemententscheidungen umzusetzen.

Ziel des Teilprojektes innerhalb der Forschungskooperation zwischen der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal und dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten ist es, anhand heimischer Fischarten für ausgewählte Regionen genetische Grundlagendaten zu erfassen bzw. auszuwerten, um daraus konkrete Entscheidungshilfen für das Management von Fischpopulationen und ihren Habitaten abzuleiten. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Bachforelle, welcher in Rheinland-Pfalz sowohl aus der Perspektive des Artenschutzes, als auch der Bewirtschaftung, eine besondere Relevanz zukommt.

 

Drittmittelgeber: MUEEF

Laufzeit: 5 Jahre

 

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